"Lockruf des Goldes" ist mein Lieblingsbuch von Jack London. In eine spannende Geschichte verpackt, in der wir den Helden "Burning Daylight" zuerst durchs wilde Alaska und später durch die Finanzwelt von San Francisco begleiten, vermittelt London uns etwas über Werte, die im Leben zählen.
Elam Harnish, von seinen Alaska-Kumpanen nur "Burning Daylight" genannt, ist auf der Suche nach dem ganz großen Goldfund. Und irgendwann wird sein unermüdliches Suchen belohnt: Er entreißt der Erde einen unermesslichen Schatz an Gold und mehrt sein Vermögen noch zusätzlich durch Grundstücksspekulationen in Dawson City und die Einrichtung von Sägemühlen, die das Holz zum Häuserbau für die aufstrebende Goldgräberstadt liefern. Nun, da das Fieber nach Reichtum ihn gepackt hat, strebt Harnish alias Daylight nach mehr: Mit seinem riesigen Vermögen will er sich in der Großstadt in der Finanzwelt behaupten. Im frühkapitalistischen Amerika entwickelt sich der Junge aus Alaska zu einem der ganz großen Wirtschaftsmagnaten. Doch die Jagd nach dem Geld verändert seinen Charakter. Aus dem unverdorbenen, lebenslustigen und freigiebigen Trapper und Abenteurer wird mit den Jahren des Stadtlebens ein schwacher, einsamer, verbitterter und geiziger Mann. Erst die Liebe zu seiner Sekretärin Dede Mason, eine Frau, die das Herz auf dem rechten Fleck hat, lässt ihn aufwachen und wieder die wahren Werte im Leben eines Menschen erkennen.