Dieses Buch wurde passend zur Aufnahme des Limes in die Liste des UNESCO-Weltkulturerbes neu veröffentlicht. Doch in Wirklichkeit ist es weit mehr als eine Beschreibung dieser rund 550 km langen Grenze, deren Spuren sich durch Südwestdeutschland ziehen. Ausgehend von den Funden im Aalener Museum zeichnen die Autoren ein Panorama der römischen Herrschaft, der Lebenssituation an der Grenze, der Heeresstruktur, des Alltags im Hinterland und des Verhältnisses zu den Germanen. Zur Illustration der damaligen Situation wird dabei auf Erkenntnisse aus anderen Grenzbereichen Bezug genommen. Eine Fundgrube sind die im Text eingestreuten antiken Zitate, ergänzt durch ansprechend aufgemachte Illustrationen, Rekonstruktionszeichnungen, Zeit- und Preistabellen. Eigene Kapitel sind dem Untergang des Limes, seinem Nachleben in der Volkssage sowie seiner Neuentdeckung gewidmet. Ergänzt wird das Buch durch eine Erläuterung römischer Begriffe und ein Literaturverzeichnis. Ein anschauliches, leicht verständliches und sehr empfehlenswertes Buch.