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Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz: Roman
 
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Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz: Roman [Taschenbuch]

Carlo Fruttero , Franco Lucentini , Dora Winkler
4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 320 Seiten
  • Verlag: Piper Taschenbuch; Auflage: 20., Aufl. (April 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492211739
  • ISBN-13: 978-3492211734
  • Größe und/oder Gewicht: 18,9 x 11,9 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (15 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 176.049 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wenn man zu den Glücklichen gehört, die ihren Urlaub noch vor sich haben, so sollte man ein Buch nicht vergessen: Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz, verfasst vom Autorenteam Fruttero/Lucentini. Wenn man dann auch noch in das winterliche Venedig fährt, kann nichts mehr schiefgehen.

Die Hauptfigur des Buches, Mr. Silvera, ist ein "Mann um die 40, groß und mager, mit einem scharf geschnittenen Medaillenkopf und leicht gekrümmten Schultern". Bezeichnend für ihn ist sein grashalmdünnes, nur sehr schwer deutbares Lächeln und seine viel sagende Antwort auf schwierige Fragen -- "ah". Man könnte sich für ihn alle möglichen Berufe vorstellen, aber er passt nur sehr schwer in das Bild eines Reisebegleiters. Mit unendlicher Geduld lässt er die immer wiederkehrenden Begeisterungsausbrüche der Touristen, die er durch Venedig führt, über sich ergehen: "Look, look, Mr. Silvera!"

Er kennt sein Venedig, doch er trennt ganz entschieden das Venedig der Touristen und die ihm bekannte Stadt. Es ist etwas Geheimnisvolles um diesen Mr. Silvera, der fließend suaheli und chinesisch spricht, sich an Fresken erinnert, die es an dieser Stelle seit mehreren Jahrzehnten nicht mehr gibt und auf einem Gemälde einen Angehörigen der Familie Fugger identifiziert, als ob er ihn selbst gekannt hätte. Ein wirklich faszinierender Mann, doch es ist nicht einfach, sich gerade in ihn bis über beide Ohren zu verlieben. Das führt unweigerlich zu Schwierigkeiten. Man hätte den beiden ihr Glück gegönnt -- welche Stadt würde sich besser dafür eignen als Venedig -- doch das Leben von Mr. Silvera lässt das leider nicht zu.

Fruttero und Lucentini spielen die verschiedenen Möglichkeiten der Figur des Mr. Silvera bravourös durch, selbst der CIA und der KGB werden nicht ausgelassen, doch diese Lösung ist für die beiden Autoren natürlich zu primitiv. Sagen sie doch von sich, dass sie genau die Bücher schreiben, die sie selbst gerne lesen würden. In einem Interview führen sie aus, dass sie bei diesem Projekt zum Ziel hatten, das alte Venedig sichtbar zu machen und so zu erhalten, bevor es in einem Abfallhaufen versinkt. Und dieses Ziel haben sie zweifelsohne erreicht.

Der Liebhaber ohne festen Wohnsitz gehört zu jenen Büchern, von denen man sich während der Lektüre wünscht, sie mögen nicht aufhören. Man könnte noch stundenlang mit Mr. Silvera und seiner Prinzessin durch die verschlungenen Gässchen des kalten Venedigs streifen. Am Ende ist gar nicht so genau zu sagen, ob das nun ein Krimi war -- es kommt weder eine Leiche, noch ein Kommissar vor -- oder nur eine melancholisch angehauchte Liebesgeschichte. Derjenige aber, dem diese Zuordnung nicht so wichtig erscheint, der kommt bei der Gedankenspielerei um das Phänomen der Zeit voll auf seine Kosten. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Eine stürmische Romanze bahnt sich an zwischen Mr. Silvera, dem geheimnisvollen, polyglotten Reiseleiter mit verblüffend profunder Kenntnis von Venedigs Historie und Kunst, und der römischen Principessa, die im Auftrag eines Auktionshauses eine venezianische Gemäldesammlung begutachtet. Doch was weiß der 'Mystery Man' über den raffinierten Kunstschmuggel, dem die Aristokratin mit seiner Hilfe auf die Spur zu kommen versucht? Dieser Roman ist eine bittersüße Liebesgeschichte, eine faszinierende Hommage an Venedig und zugleich ein aufregender Krimi.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein hervorragendes Buch! 26. Juni 2004
Format:Gebundene Ausgabe
Da das Buch von den Buchhandlungen unter Krimis einsortiert wurde, erwartet man zunächst einen Krimi reinster Klasse mit Kommissar und Leiche. Doch es kommt bald zu einer der schönsten und geheimnisvollsten Liebesbeziehung in Venedig zwischen der Prinzessin und Kunsthändlerin aus Rom und dem mysteriösen polyglotten Reiseleiter Mr. Silvera. Es sind feinsinnige Beobachtungen und nur zarte Anspielungen auf die sinnlichen Liebesnächte. Mit Hilfe von Mr. Silvera versucht die Prinzessin einem Kunstschmuggel auf die Spur zu kommen, was ihr am Ende des Romans auch gelingt.

Doch wer ist dieser magic Mr. Silvera mit seinem grashalmfeinen Lächeln und seinen wundervollen „Ah"-Ausrufen - seinen profunden Kenntnissen Venedigs und ihrer Historie und Kunst - seinem anscheinend profanen Erscheinen als Reiseleiter und seiner wechselnden Identität am Ende des Romans? Ein Schmuggler, Betrüger, wo sich sogar KGB und CIA einschalten oder - das bleibt des Lesers Phantasie überlassen - der ewige Jude bzw. der aus dem Italienischen übersetzte wandernde Jude Ashver. Die vielen Einblendungen biblischer bzw. jüdischer Geschichten verwirren einen etwas, da man sich anfangs auf einen festgelegten Typ versteifte, der am Ende mysteriös per Schiff ins Unbekannte reist, in ein weiteres Zeitalter, denn das Phänomen Zeit ist in diesem Roman ein Schlüsselwort. Ich halte erwähnenswert, daß die letzten Kapitel dem Thema ewiger Jude gewidmet sind, wodurch der Roman mehr zur Phantasiegeschichte mit biblischem Hintergrund wird. Hier nimmt die Geschichte einen tragischen, schmerzlichen Verlauf.

Der Abschied der zwei Liebenden, das Wissen der Prinzessin um Mr. Silveras wahre Identität, nämlich die des ewigen Juden, ihr unsagbarer Schmerz darüber, daß es zu keiner weiteren Begegnung mehr kommen wird, ist so realistisch feinsinnig beschrieben, daß man tatsächlich melancholisch wird, zumal in einer nebeligen Novembernacht in Venedig mit seinen feuchten Kanalufern und düsteren Gassen.

Bedauerlich und etwas befremdend, daß so viele Rezensenten diese letzten Kapitel nicht erwähnt haben, oder wurde das recht komplizierte verwirrende Ende vielleicht nicht verstanden? Ein Buch, das ich bereits in kurzer Zeit zum zweiten Mal gelesen habe, so begeistert war ich.

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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von marielan TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch
Was war das denn? Das Buch, das unter "Krimi" in der Buchhandlung und der Bücherei einsortiert ist, beginnt mit einer kurzen Begegnung zwischen dem Herrn Silvera und einer Italienerin im Flugzeug. Wenig später entpuppt die Italienerin sich als Ich-Erzählerin der Geschichte, die als Expertin eine scheinbar wertlose Kunstsammlung begutachten soll.
(Der Leser denkt: Aha, ein Krimi mit Bilderfälschung, Kunstschmuggel, gekauften Expertisen.) Daneben werden aber auch, abweichend von der Erzählperspektive, die Erlebnisse des Herrn Silvera geschildert bis zum Zusammentreffen mit der Kunstexpertin.
(Der Leser denkt: Aha, Liebesgeschichte verwoben mit der Krimierzählung.)
Hat man sich durch die etwas verwirrenden ersten 50 Seiten gekämpft, beginnt das Buch zu gefallen, v.a. wenn man Venedig ein wenig kennt. In einem ironischen bis boshaften Ton lassen die Autoren das gesellschaftliche Leben der venezianischen Schickeria erstehen und die Kunstszene mit der übertriebenen Höflichkeit zueinander einerseits und dem Konkurrenzkampf hinter der Fassade andererseits. Vergnüglicher Höhepunkt ist die Schilderung des feierlichen Abendessens bei Cosima, einer Gesellschaftsdame, an dem Herr Silvera in die illustren Kreise eingeführt wird und der Gastgeberin mehr Beachtung schenkt als seiner Geliebten, der Kunstexpertin.
Spannend wird das Buch v.a. durch die Frage, wer Herr Silvera ist und welches Geheimnis er verbirgt. Aber wenn dies offenbar wird, wundert sich der Leser nur noch: Fantasy? Und diese Geschichte mit der Kunstsammlung hatte nur den einen Sinn, der Herkunft des Herrn Silvera auf die Schliche zu kommen?
Ab hier verliert das Buch leider auch seinen ironischen Ton und wird leicht tragisch. Und schööön traurig.
Ich habe es nicht bereut, das Buch gelesen zu haben, auch wenn es mich etwas verwirrt zurückließ. Auf der andern Seite: Muss sich für jedes Buch eine Gattungs-Schublade finden lassen? Glücklicherweise nicht, denn dieser Roman ist ein Beispiel dafür.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Look, Look, Mr. Silvera 4. Dezember 2011
Von Esther TOP 500 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Als Reiseleiter einer britischen Gruppe verlässt der geheimnisvolle Mr. Silvera das Flugzeug, um den Gästen Venedig zu zeigen - doch führt der die Gruppe gar nicht wie alle anderen Reiseleiter an die bekanntesten Plätze und Touristenfallen, sonder in lauter sonderbare Gässchen und Orte, denen offensichtlich keine große Bedeutung mehr eingeräumt wird - "ah..."

In Venedig begegnet Mr. Silvera der römischen Prinzessin, einer Kunsthändlerin und beide überlassen sich ihren Gefühlen in einer leidenschaftlichen, nicht ganz unverbotenen Liebesaffäre. Doch allen Versuchen, dem großen Geheimnis des Unbekannten auf die Schliche zu kommen, scheitern - allein die prominente Gastgeberin Cosima misstraut der atemberaubenden Aura Silveras und soll das Geheimnis aus seinem Mund erfahren - "ah..."

Diese geheimnisumwobene Geschichte, die zudem mit der Aufklärung eines Kunstbetruges beworben wird - ganz zu schweigen, daraus eine Kriminalgeschichte zu erdenken - gestalten sich zwar geheimnisvoll, in seinem Geheimnis dennoch nur mäßig spannend. Die Charaktere erscheinen wie aus einem modernen Märchen, Prinzessinnen und Fürstinnen im verzauberten Venedig - und das mitten in den Achtzigern - "ah..." naja!

Dennoch muss man den Autoren ihre ausgesprochen fundierte Venedigkenntnis zu Guten halten - die Stadt ist und bleibt in diesem Roman das wahrhaft Geheimnisvolle und Zauberhafte! Der Handlung verkümmert daneben zur Fußnote.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Schade, dass das ein Krimi sein soll...
Eigentlich ein tolles Buch - fängt gut an, baut Spannung auf, ist auch stellenweise sehr spannend, hat Kunstraub/-schmuggel zum Thema und erzählt nebenbei so richtig viel... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von Christina Gerstäcker
Liebe, Krimi, Spannung, Drama - all in one
Geschildert wird hier eine Episode im Leben von Mr. Silvera, der in Venedig eine Liebschaft mit der Ich-Erzählerin des Buches beginnt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. August 2009 von B. Kugler
Tiefgründiger Roman über LIebe und Sterblichkeit
Das Autorenteam Carlo Fruttero und Franco Lucentini hat mit "Der Liebhaber ohne Wohnsitz", möglicherweise eine der schönsten Liebesgeschichten verfasst, die je... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2008 von Carl-heinrich Bock
Tiefgründiger Roman über Liebe und Sterblichkeit
Das Autorenteam Carlo Fruttero und Franco Lucentini hat mit "Der Liebhaber ohne Wohnsitz", möglicherweise eine der schönsten Liebesgeschichten verfasst, die je... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. Oktober 2008 von Carl-heinrich Bock
mit sophie rois auf zeitreise..........
In Venedig, auf Zeitreise mit Sophie Rois - und dazu eine fantastische Geschichte, die sich über viele Jahrhunderte hinzieht. Kurzweilig meistens, spannend auch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. Juni 2008 von J. Fromholzer
Entdecke den Romantiker in Dir ...
Ein wunderbares Buch. Romantisch, ohne kitschig zu sein, melancholisch, ohne ins Gefühlsduselige abzurutschen, mit einem wirklich herzergreifenden letzten Kapitel - bestimmt... Lesen Sie weiter...
Am 25. März 2005 veröffentlicht
Vielleicht nur für Venedigkenner
Die Liebesgeschichte zwischen der Kunsthändlerin und dem geheimnisvollen Mr. Silvero spielt in Venedig. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. November 2003 von Wiebke D.
Zeitlos, alterslos, grenzenlos .....
Das ist für mich DER LIEBHABER OHNE FESTE WOHNSITZ. Dieses Buch von Fruttero & Lucentini gehört zu meinen Lieblingsbüchern, das ich immer wieder zu Hande nehme. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 4. November 2002 von B. Lackner
Venedig, Leidenschaft, Geheimnisse
Ein Roman: Das Buch beginnt wie ein Venedig-Krimi um Kunstsammlungen, Schmuggel, konkurrierende Auktionshäuser. Lesen Sie weiter...
Am 23. Oktober 2000 veröffentlicht
Eine philosophische Abhandlung über die Zeit
Dieser Roman ist so facettenreich, daß man ihn mindestens ein zweites Mal lesen muß, um die vielen Nuancen darin zu erkennen. Lesen Sie weiter...
Am 3. September 2000 veröffentlicht
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