Im Jahre 1911 beginnt die Reise eines jungen Pariser Bauingenieurs in die Bretagne, wo er vor einem kleinem Dorf einen Leuchtturm errichten soll. Doch diese Aufgabe erweist sich als schwierig. Und das in mehrfacher Hinsicht. Das der Felsen, auf welchem der Leuchtturm errichtet werden soll nur an 20 Tagen im Jahr frei zugänglich ist, ist die erste und fast schon einfachste Hürde, die der junge Mann zu überwinden hat.
Schwieriger gestaltet sich für den Städter das Leben auf dem Lande, und die Bewohner, die sich anfangs alles aber nur nicht Kooperativ zeigen.
Doch der Ingenieur lässt sich nicht unerkriegen und kämpft gegen alle Widrigkeiten an. Nicht immer gewinnt er, nicht immer geht er als alliger Sieger hervor, aber seine Beharrlichkeit scheint den Bewohnern zu imponieren und so gelingt es dem Bauingenieur, die Herzen der Dorfbevölkerung zu erreichen. Umgekehrt gelingt es ihnen aber auch, sein Herz zu erreichen.
Über die Jahre, die der junge Mann in dem abgelegenen Dorf verbringen muss, gewinnt er immer mehr Distanz zu dem hecktischen Paris findet sich selbst dabei.
Eine ruhige Geschichte, erzählt in klaren, teils einfachen aber Stilvollen Bildern. Die Geschichte ist das Ziel, nicht die Darstellung der Zeichnungen. So ruhig die Story in ihrer Erzählung ist, so ergreifend sind die Rückschläge, die Fortschritte, die der Leser zusammen mit dem Ingenieur erlebt.
Ein rundum gelungenes Buch oder besser Comic. Preis-Leistungs-Verhältnis ist etwas unausgewogen, aber ich gehe mal davon aus, dass solche hervorragende Erzählungen nicht gerade ein besonders großes Publikum ansprechen und deswegen der Preis wegen der geringeren Auflage zu rechtfertigen ist. Schade eigentlich für die, die es verpassen. Sehr schade! Persönlich wünsche ich mir mehr Geschichten über Helden, die keine Strumpfhosen tragen und eine Geheimidentität wahren.