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Der Leuchtturm
 
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Der Leuchtturm [Gebundene Ausgabe]

Bruno Le Floc'h , Kai Wilksen
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 96 Seiten
  • Verlag: Carlsen Verlag GmbH; Auflage: 1 (Juni 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3551748780
  • ISBN-13: 978-3551748782
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: Ab 12 Jahren
  • Größe und/oder Gewicht: 24,2 x 17 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 457.176 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Bruno le Floc'h
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In klaren und kraftvollen Bildern erzählt Bruno Le Floc'h die mitreißende Geschichte eines jungen Pariser Bauingenieurs, der sich Anfang des 20. Jahrhunderts gegen alle Widrigkeiten anschickt, vor der bretonischen Küste einen Leuchtturm zu errichten. Dabei muss er sich nicht nur gegen die Elemente, sondern auch gegen die misstrauischen und wortkargen Einheimischen behaupten. Ein Abenteuer von ungekünstelter Wucht und Schönheit, das in Frankreich 2004 mit dem renommierten »Prix René Goscinny« für das beste Szenario ausgezeichnet wurde.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Redaktion Literaturtipp.com TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
1911: Europa befindet sich im Aufbruch. Der Erste Weltkrieg steht bevor, der Fortschritt ist unaufhaltsam. In der Bretagne ist von alledem nichts zu spüren. Dorthin verschlägt es in der Comic-Erzählung "Der Leuchtturm" von Bruno Le Floc'h einen Ingenieur aus Paris. Seine Mission: Einen Leuchtturm auf einer Felsklippe zu bauen. Ein Himmelfahrtskommando angesichts der Umstände: Denn der Stein, auf dem der Turm entstehen soll, befindet sich auf offener See und nur an 20 Tagen im Jahr oberhalb des Wassers. Die Aufgabe fordert Opfer unter den Arbeitern und braucht viel länger als es dem Ingenieur lieb ist.

Die Distanz Bruno Le Floc'hs zu seiner Hauptfigur zeigt sich schon darin, dass er ihr keinen Namen gibt. Der blonde Hüne aus der Stadt bleibt während der gesamten Erzählung, aus dem Französischen von Kai Wilksen übersetzt, "der Ingenieur". Doch seine Einstellung zu dem zuerst verhassten Außenposten kehrt sich langsam um. Kommandiert er die ungebildeten Fischer, von denen viele nur ihren bretonischen Dialekt beherrschen, anfangs noch mit offensichtlicher Verachtung herum, beginnt er sie mit fortschreitender Zeit zu begreifen und mag die Umgebung selbst nach einem fast tödlichen Streit nicht mehr missen.

Gelungen ist der Kunstgriff von Bruno Le Floc'h, das Innenleben des Ingenieurs durch einen Briefwechsel mit einem seiner Freunde in Paris zu entschlüsseln. Zugleich zeigt er damit, wie sich das Leben seines Hauptdarstellers hätte entwickeln können, wenn die Regierung ihn nicht in die Pampa versetzt hätte.

Einfarbige Horizonte, dezente, meist dunkle Farben vermitteln in "Der Leuchtturm" einen Eindruck von der ungemütlichen Umgebung und stehen im Kontrast etwa zu einer kurzen farbigen Episode in der Scheinwelt auf dem Schloss des Bürgermeisters.

Was uns "Der Leuchtturm" damit vermitteln will, ist klar: Die Westküste Frankreichs mit seinen geradlinigen, mürrischen Bewohnern ist das einzig Wahre. Und jeder, der sich auf die Umgebung einlässt, wird es genau so sehen. So gelingt Autor Bruno Le Floc'h eine schroffe Liebeserklärung an seine Heimat und ein spannender Blick auf die Zeit des Leuchtturmbaus Anfang des 20. Jahrhunderts zugleich.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Früher war alles anders 24. Oktober 2007
Von M. Roth
Format:Gebundene Ausgabe
Im Jahre 1911 beginnt die Reise eines jungen Pariser Bauingenieurs in die Bretagne, wo er vor einem kleinem Dorf einen Leuchtturm errichten soll. Doch diese Aufgabe erweist sich als schwierig. Und das in mehrfacher Hinsicht. Das der Felsen, auf welchem der Leuchtturm errichtet werden soll nur an 20 Tagen im Jahr frei zugänglich ist, ist die erste und fast schon einfachste Hürde, die der junge Mann zu überwinden hat.
Schwieriger gestaltet sich für den Städter das Leben auf dem Lande, und die Bewohner, die sich anfangs alles aber nur nicht Kooperativ zeigen.
Doch der Ingenieur lässt sich nicht unerkriegen und kämpft gegen alle Widrigkeiten an. Nicht immer gewinnt er, nicht immer geht er als alliger Sieger hervor, aber seine Beharrlichkeit scheint den Bewohnern zu imponieren und so gelingt es dem Bauingenieur, die Herzen der Dorfbevölkerung zu erreichen. Umgekehrt gelingt es ihnen aber auch, sein Herz zu erreichen.
Über die Jahre, die der junge Mann in dem abgelegenen Dorf verbringen muss, gewinnt er immer mehr Distanz zu dem hecktischen Paris findet sich selbst dabei.

Eine ruhige Geschichte, erzählt in klaren, teils einfachen aber Stilvollen Bildern. Die Geschichte ist das Ziel, nicht die Darstellung der Zeichnungen. So ruhig die Story in ihrer Erzählung ist, so ergreifend sind die Rückschläge, die Fortschritte, die der Leser zusammen mit dem Ingenieur erlebt.

Ein rundum gelungenes Buch oder besser Comic. Preis-Leistungs-Verhältnis ist etwas unausgewogen, aber ich gehe mal davon aus, dass solche hervorragende Erzählungen nicht gerade ein besonders großes Publikum ansprechen und deswegen der Preis wegen der geringeren Auflage zu rechtfertigen ist. Schade eigentlich für die, die es verpassen. Sehr schade! Persönlich wünsche ich mir mehr Geschichten über Helden, die keine Strumpfhosen tragen und eine Geheimidentität wahren.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
"Graphic Novel" kein Comic! 13. August 2011
Format:Gebundene Ausgabe
Das abgebildet Cover hat bei mir starke Assoziationen an Major Gruber von Moebius hervorgerufen. Damit war die Enttäuschung vorprogrammiert. Die Geschichte, die "Der Leuchtturm" erzählt, ist gut und geradlinig. Die Zeichnungen sind gekonnt und ausdrucksstark - aber es ist kein Comic!
Der Zeichenstil legt eher Wert darauf, avantgardistisch, expressionistisch zu sein als eine leserfreundliche Atmosphäre zu schaffen. Einige für Bildgeschichten übliche Codes werden (absichtlich?) durchbrochen. So sind mehrmals Gesichter als färbige Ovale dargestellt - ohne Details. Das ist normalerweise ein Zeichen für "Entfernung" - hier wird dieses Mittel auch für mittlere Entfernungen verwendet (siehe S. 67 u. S. 92). Pferdewagen werden ohne Speichen - nur mit Kreise als Räder gezeichnet. Das ist ein Code für drehende Räder - hier wird das bei einer statischen Szene angewandt (S. 15, S. 76). Auf S. 12 uriniert ein Fischer in das Hafenbecken - das macht er direkt aus der Hand, ohnen sonstigen Körperteil durch die geschlossene Hose. Die Gesichter sind teilweise so stilisiert, dass sie eher Chinesen mit Narben gleichen als bretonischen Fischern. Diese Beispiele sollen zeigen, dass die Bilder fallweise auf eine Detaillierung verzichten, die eigentlich zur Einstimmung benötigt werden würde. Dadurch, dass dieses Stilmittel zudem nicht komplett druchgezogen wird (manche Elemente sind schön detailliert), ist bei mir auch das Eindringen in die dargestellte Welt immer wieder gestört.
Als Comic-Leser brauche ich die Bilder, um in die Geschichte einzutauchen - das erfüllen diese Zeichnungen nicht. Sie stehen für sich. Man liest den Text - und bewundert die Zeichnung. Ein intetgrales Leseerlebnis ist immer nur abschnittsweise möglich. Es ist kein homogenes Ganzes, wie ich es mir von einem Comic erwartet habe.
An dieser falschen Erwartung sind meine Assoziation zum Titelbild schuld. Ohne dieses Vorureil würde ev. mein Eindruck ein anderer sein. Dies ist der Grund warum ich diese Rezension schreibe, um anderen Comic-fixierte Leser eventuell einen offeneren Zugang zu diesem Band zu ermöglichen.
Also: Eine gute Geschichte, expressionistische Zeichnungen - aber kein Comic.
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