Zimmermann Silvio, Meister Norbert und Maurer Micha haben ein Problem: wie so viele andere auch in der Baubranche, sind sie schon seit langem arbeitslos. Da hilft nur noch eines: auswandern nach Norwegen, quasi das gelobte Land für jeden arbeitssuchenden Bauarbeiter. Doch bis es soweit ist, müssen unsere drei Helden vielerlei Probleme bewältigen. Da ist ein Norwegischkurs mit der hübschen Lehrerin Anne noch das geringste Übel....
Der österreichische Autor und Regisseur Clemens Schönborn (übrigens der Bruder des österreichischen Kardinals Schönborn!) zeichnet mit Ironie und Tiefgang - was hier zum Glück kein Widerspruch sein muß! - nicht nur ein realistisches Abbild der (deutschen) Baubranche, sondern auch jener Probleme, denen sich Arbeitslose als letzten Ausweg zu stellen haben:
Was heißt es das Heimatland zu verlassen, um im Ausland (nochmals) sein Glück zu versuchen? Was heißt es Familie und geliebte Menschen zurückzulassen bzw. überhaupt überreden zu müssen, mitzukommen? Was heißt es, mitansehen zu müssen, wie weiterhin (manches Mal auch schwarz) gebaut wird, während man selbst bereits zum alten Eisen gehört? Was heißt es, alles auf eine Karte setzen zu müssen, weil man bereits alles verloren hat bzw. zu haben scheint?
Fazit: Ein kleiner, feiner Film, der sich aus der Masse vieler TV-Filme wohltuend hervorhebt.....