PRINZ Düsseldorf, Mai 2003
Günther ist chronischer Hypochonder, Martin kompensiert Liebesentzug per Masturbation und Volkers Erfindung ist für die Katz. Die drei Antihelden sind die Hauptfiguren in Philip Körtings erstem Buch "Der Letzte in der Schlange". Der Erstling des Düsseldorfer Autors ist eine satirische Bestandsaufnahme der ehemals hippen "Generation Golf". Körtings Botschaft an die Altersgenossen: die Einstellung ablegen, "ich könnte etwas erreichen, aber man läßt mich nicht". Dass er sein lange geplantes Buch endlich verfasst hat, ist für ihn auch ein Stück Selbstüberwindung. Mit der strapazierten "Popliteratur" à la Stuckrad-Barre hat Körting nichts zu tun: "ich bin nicht die Style-Polizei." (...)
Westdeutsche Zeitung, 8. Juli 2003
(...) Körtings spöttischer Erzählstil ist so schwarz gefärbt wie der Einband seines Erstlings, der einen sinnfälligen Titel trägt: Der Letzte in der Schlange drückt allen Pessimisten einen Stempel auf, die im Supermarkt grundsätzlich die falsche Kasse erwischen. Hüter der bürgerlichen Moral könnten aufschreien, weil die kläglichen Flirtversuche und Beziehungsprobleme der liebesbedürftigen Figuren zur Beschreibung eindeutiger körperlicher Reaktionen führen. Abseits davon gelingen dem 28-Jährigen jedoch amüsante Charakterstudien. Mit spitzer Feder zeichnet er Anti-Helden die so kameradschaftlich wie sympathisch sind.(...) Er selbst hat den Beweis angetreten, dass das Lebensgefühl seiner Protagonisten (Ich könnte etwas erreichen, aber man läßt mich nicht) zu keinem Erfolg führt: Jahrelang wollte der gebürtige Düsseldorfer nur dieses Buch schreiben, doch stets sei ihm etwas dazwischen gekommen. Klar, dass er das sarkastische Werk jetzt, wo es vorliegt, mit dem ihm!
eigenen Humor betrachtet: Meiner Mutter hat es gefallen, meine Tante fand es schrecklich, einige Freund rufen nicht zurück und ich bin sowieso total begeistert.- Martina Thöne
eigenen Humor betrachtet: Meiner Mutter hat es gefallen, meine Tante fand es schrecklich, einige Freund rufen nicht zurück und ich bin sowieso total begeistert.- Martina Thöne











