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Der Leinwandphilosoph: Große Theorien von Sokrates bis Schwarzenegger
 
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Der Leinwandphilosoph: Große Theorien von Sokrates bis Schwarzenegger [Taschenbuch]

Mark Rowlands
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 310 Seiten
  • Verlag: Rogner & Bernhard bei Zweitausendeins; Auflage: 1 (Oktober 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3807710515
  • ISBN-13: 978-3807710518
  • Größe und/oder Gewicht: 20,6 x 13 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 433.056 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Was verbindet Neo, den Protagonisten aus Matrix, und René Descartes? Beide rätseln, ob die Wirklichkeit existiert. Die zentralen Thesen der Philosophie lassen sich aus ein paar Science-Fiction-Filmen herausfiltern. Denn viele von ihnen enthalten komplexe Fragestellungen, und die Aliens und fremden Welten lassen uns unser eigenes Universum besser verstehen. Der Philosophieprofessor Mark Rowlands hat sich einige der populärsten Science-Fiction-Filme vorgenommen und zeigt, dass in ihnen die großen philosophischen Fragen unserer Zeit verhandelt werden: Tod und Sinn des Lebens in Blade Runner, Identität in Total Recall, Gut und Böse in Star Wars und die Frage, ob es einen freien Willen gibt, in Minority Report. Descartes, Nietzsche, Kant, Sartre oder Kierkegaard – ihre Ideen lassen sich ohne weiteres an einigen Blockbustern erläutern, die tiefgründiger sind als ihr Ruf ahnen lässt und damit dem von Rowlands definierten Genre der Sci-Phi angehören. Mit Humor und Begeisterung verbindet DER LEINWANDPHILOSOPH Film und Philosophie. Rowlands verzichtet auf akademische Posen und zeigt, dass jeder von uns die großen Denker bequem im Fernsehsessel mit einer Tüte Popcorn in der Hand begreifen kann.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sci-Phi - Streifzüge 26. November 2009
Von Natira
Bei dem mir vorliegenden Buch handelte es sich um die gebundene Ausgabe von Rogner & Bernhard, Übersetzung von Yamin von Rauch, gebunden wurde kräftiges griffiges Papier, Leseband und - erfreulicherweise -ein Glossar zu den im Buch erwähnten philosophischen Grundthesen und Philosophen sind enthalten. Der Autor stellt in jedem Kapitel einen Sci-Fi-Film vor und redet über die in diesem Film von ihm gesehenen philosophischen Grundfragen. Er betreibt "Science-Philosophie". Konkreter:

1) Frankenstein (Kenneth Brannagh-Verfilmung) - Philosophie und der Sinn des Lebens
2) Matrix - Können wir uns überhaupt über irgendetwas sicher sein?
3) Terminator I & II - Das Körper-Geist-Problem
4) Total Recall & The 6th Day - Das Problem mit der personalen Identätit
5) Minorty Report - Das Problem des freien Willens
6) Hollow Man - Warum moralisch sein?
7) Independence Day & Alien - Die Reichweite von Moral
8) Star Wars - Gut und Böse
9) Blade Runner - Tod und Sinn des Lebens

Philosophische Bücher sind regelmäßig nicht im Vorbeigehen zu lesen, andererseits kann das knapp 310 Seiten umfassende Buch kein Lehrbuch sein und alle philosophischen Themen berühren oder eläutern.

Aber es gibt Bücher, in welchen bestimmte Thesen und Fragen klarer - bzw. unterhaltsamer - dargestellt und erläutert werden als in anderen. Letzteres trifft in diesem Buch - zumindest für mich - zu. Ich fand den "Leinwandphilosophen" unterhaltsam und habe an einigen Stellen nicht nur geschmunzelt, sondern losgelacht. Da sich diese Passagen fast ausschließlich aus dem Kontext ergeben, sind Zitate schwierig. Naturgemäß gibt es trockenere Textte und Gedankenexperimente. Der Grundton variiert auch hier von ernst (Vergleich der moralischen Handlungen des Alien in "Alien" und des Menschen gegenüber Tieren) bis humorvoll (Ist die personelle Identität weiterhin gegeben, wenn sich der Seriengeschmack von Buffy zu Heartbeat ändert? Auch: die Abschweifungen des Autors zu Verhoeven bzw. Starship Troopers). Der Autor weiß um seine Sci-Fi-Leidenschaft und auch den seltsam anmutenden Weg, Philosophie hierüber zu transportieren. Im Vorwort führt Mark Rowlands aus:

"Dieses Buch enthält Material, das manche Leser vielleicht als anstößig empfinden werden. Oder zumindest hoffe ich das. Und das betrifft nur den philosophischen Teil. Einige werden vielleicht denken, dass es streng genommen kein wirklich seriöses Buch ist. Und sie haben recht. Aber machen Sie nicht den Fehler ...anzunehmen, dass das, was gut für einen ist, immer ... auch todernst sein muss.... Warum geht es dann um Filme, die die meisten Filmkritiker als schlecht bezeichnen würden? Das liegt natürlich teilweise an meinen eigenen Vorlieben ...Mein spezieller Filmgeschmack geht hauptsächlich in die Richtung, die gewisse Leute als geistig anspruchslos bezeichnen würden. Also geht es in diesem Buch nicht über Arthouse-Filme oder Sachen mit Untertiteln. Ich könnte über solchen Kram schreiben ... aber es würde mich zu Tode langweilen..."

Mir scheint - die Originaltexte kenne ich ja nicht -, daß auch die Übersetzung sehr gelungen ist und den Grundton von Mark Rowland gut überträgt.

Im "Leinwandphilosophen" finden Streifzüge durch philosophische Grundthemen statt, die - wie ich finde - auch Lust machen, die Filme neu zu bewerten (*schmunzel*), über die angesprochenen Fragen, sich selbt und seine Umwelt nachzudenken, sich weiter mit diesen Fragen oder der Philosophie zu beschäftigen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Wer ist Leser?
Ist dieses Buch ein Gewinn für Filmkenner mit philosophischer Ader? Nein, besser andersherum: Es ist Nahrung für Alltags-Philosophen, die schon immer auf utopische und Science-Fiction-Filme versessen waren; vorrangig wegen der Inhalte, nachrangig wegen der Effekte. Grundkenntnisse der Philosophie sind zum Verständnis des "Leinwandphilosophen" von Mark Rowlands hilfreich. Ohne die wäre das Lesen deutlich zu anstrengend. Das Buch verbindet Denken, Logik und Geistesgeschichte mit der filmischen Umsetzung von Realität und Fiktion. Es wird den Leser voraussichtlich dann bereichern, wenn dieser eigenes Handeln und das seiner Mitmenschen zu reflektieren in der Lage ist, wenn er nach-denkt, wenn er die Tiefe unter der Oberfläche sucht.

Sprachlicher Ausdruck
Zu schwierig, das alles? Nein. Rowlands hat sein Buch locker geschrieben, er macht zahlreiche Absätze, vermeidet "Bleiwüsten". Seine lässiger sprachlicher Ausdruck verleiht dem Inhalt eine angenehme Leichtigkeit. Trotzdem geht's ans Eingemachte: Und zwar, wenn der Philosophie-Professor von der Universität Miami sich darüber auslässt, ob das menschliche Sein an ein fest vorgeplantes, unveränderliches Schicksal geknüpft ist. Dabei bleibt die Sprache des Autors verständlich. Auch dann noch, wenn er darlegt, dass der Film "Minority Report" sehr viel mit der geistigen Strömung des "Determinismus" zu tun hat. "Deter...", was bitte?

Was Kino und Philosophie miteinander zu tun haben
Ja, ja, schon gut. Nur keine Abneigung, nicht aussteigen, bleiben Sie konzentriert und lesen Sie weiter! Sonst verpassen Sie die Chance, sich den Zugang zu einer ansonsten hochkomplex verschlüsslten akademischen Thematik zu erschließen. Erfahren Sie etwas über die (mögliche) Arbeitsweise des Schicksals! Über die ganz großen Zusammenhänge. Und nicht nur das. Hier einige Beispiele aus dem Inhaltsverzeichnis, die erahnen lassen, in welche Themenbereiche Rowlands einführt: "Matrix - Können wir uns überhaupt über irgendetwas sicher sein?", "Terminator - Der Körper-Geist-Problem", "Star Wars - Gut und Böse", "Blade Runner - Tod und Sinn des Lebens" sowie "Alien - Die Reichweite von Moral". Und - sehr hilfreich - am Ende werden in einem Glossar zahlreiche Fachbegriffe weitgehend verständlich erklärt.

Persönliche Wertung
Rowlands strafft ohne trivial zu werden. Dennoch mag sich der Leser manchmal etwas mehr Nachlassen, etwas mehr Luft im philosophiegeschichtlichen Faktennachschub wünschen. Und: Es kommt vergleichsweise weniger Kino bei sehr viel Philosophie zur Sprache. Einen bemerkenswert logischen Bruch beinhaltet der Untertitel des Buches: "Große Theorien von Aristoteles bis Schwarzenegger". Aber es hat schon einen Grund, warum es nicht "Von Aristoteles bis Kant" heißt. Mit den Originaluntertitel soll offensichtlich eine Brücke gebaut werden von einem Thema zum anderen. Kann zu Missverständnissen führen, das.

Das Buch entsprach annähernd den anfänglichen Erwartungen, war geistig sehr anregend und gut wegzulesen. Der Rezensent hat nach der Lektüre einige neue Erkenntnisse gewonnen, neue Sichtweisen erschlossen. Wäre da nicht - um noch einmal die Erbsenzählmaschine anzuwerfen - die Sache mit dem Buchtitel. Der ist nämlich auch nicht ganz treffend. Sicher nicht besser, aber signifikanter wäre der (zugebenermaßen idiotisch klingende) Titel "Die Philosophenleinwand". Der würde nämlich zuallererst die Denker unter den Filmfans ansprechen. Die sind das Zielpublikum dieses Buches. Und nicht die Filmfans unter den Denkern. Unterschied deutlich geworden?
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