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Der Leibarzt
 
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Der Leibarzt [Gebundene Ausgabe]

Ralf Günther
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 448 Seiten
  • Verlag: Heyne (1. Februar 2001)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453185951
  • ISBN-13: 978-3453185951
  • Größe und/oder Gewicht: 22,2 x 14,9 x 4,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.1 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 860.526 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ralf Günther
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Sprung in die Historie, Dresden im Jahre 1832. Eine Geschichte über eine "höchst delikate Angelegenheit" und einen "sumpfigen Morast unter dem reinweißen Antlitz der Unschuld". Carl Gustav Carus, Leibarzt des sächsischen Königs und der Dichter Ludwig Tieck sind alte Bekannte und sie werden zu verschworenen Freunden, als Carus eine hochschwangere Hofschauspielerin operiert. Eine zweifelhafte Operation, die ihm endlich den ersehnten Ruhm weit über die Landesgrenzen einbringen soll. Natürlich kommt es anders, die Operierte verschwindet auf mysteriöse Weise, ein Abgrund an Intrigen, Verwirrungen und Liebeleien tut sich auf. Aber stets derart übersichtlich, fein und stimmig aufgebaut, dass der Leser, immer einen Schritt voraus, nie Gefahr läuft, übersichtslos in den Strudel der Ereignisse zu geraten.

Ralf Günthers historisches Interesse ist bemerkenswert: bereits in Die Geheimnisse des Kölner Doms begab er sich auf ausgefallene Spurensuche. Dies ist nun der erste historische Roman des 1967 in Köln Geborenen. Was für eine Recherche-Arbeit! Da wird eine Ära lebendig, so detailliert, so hautnah und anschaulich, dass schon nach wenigen Seiten die "Verfilmung im Kopf" beginnt.

Nun hat sich Günther mit Carus und Tieck auch zwei lohnende Persönlichkeiten ausgesucht: Carus, er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter des sächsischen Geisteslebens im 19. Jahrhundert, Goethe und Caspar David Friedrich gehörten zu seinem engsten Freundeskreis. Und Tieck, er war jahrelang Dramaturg des Hoftheaters in Dresden. Ihn lässt Günther vorzüglich und äußerst raffiniert als "mächtigen Strippenzieher" die Fäden der Geschichte in die Hand nehmen und sie zu einem "dichten dramatischen Gespinst" verknüpfen. Unglaublich fesselnd und überaus spannend.

Schließlich will es etwas heißen, wenn über 450 Seiten hinweg der Geschichte, den Dialogen und den Akteuren die Puste nicht ausgeht, wenn Spannung und schlüssige Handlung erhalten bleiben! Und zwar so konsequent, dass man sich am Ende des Buches nur schwer wieder an die Gegenwart gewöhnen kann. --Barbara Wegmann

Kurzbeschreibung

Dresden 1832: Ein pikanter Skandal erschüttert die Hofgesellschaft der sächsischen Residenz, als die schöne Hofschauspielerin Mathilde Bernstein bei einer Aufführung ohnmächtig zusammensinkt. Was ist wahr an den Gerüchten über ihren adeligen Liebhaber? Nur der Leibarzt des Königs ahnt die Zusammenhänge.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Auf den ersten Blick scheint die Erzählung einem "gewöhnlichen" Kriminalstück vor dem Hintergrund einer historischen Kulisse zu gleichen: ein Mord geschieht, dessen Ursachen dem Leser eigentlich bekannt sind, und die gleichzeitig immer undurchsichtiger werden. Doch schließlich kristallisiert sich das philosophische Kernthema heraus: es geht um WAHRHEIT und ihre verschiedenen Erscheinungsformen.

Carus - ein Arzt, der von verschiedenen Seiten unter Druck gesetzt wird, die ihm bestens vertrauten Ereignisse zu enthüllen - zweifelt immer mehr an der Logik seines eigenen Verstandes; wohingegen sein Freund und Gegenspieler, der Dichter Ludwig von Tieck, scheinbar die Fäden eines Theaterstückes zu immer neuer Verwirrung verwebt.

Als Konsequenz ergibt sich, daß nichts so ist, wie es scheint: die Grenzen der Wahrheit sind verwischt, bedeuten für jeden Menschen etwas anderes - und sind annehmbar, nur solange sie seiner Bequemlichkeit dienen!

Neben den medizinischen Beschreibungen faszinieren hier die Darstellungen der Dresdener Theaterwelt um 1832. Doch leider bleibt das darüberhinausgehende, alltägliche und skandalumwobene gesellschaftliche Leben ein wenig im Dunkeln.

Gleichwohl handelt es sich um einen teilweise ironischen, vor allem aber sehr ungewöhnlichen Roman, dessen Strudel und die Ungeheuerlichkeit der Ereignisse den Leser von der ersten Seite an in ihren Bann ziehen.

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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von S.P.
Format:Gebundene Ausgabe
Dresden 1832: Der Arzt Carl Gustav Carus, Leibarzt des sächsischen Königs und der Dichter Ludwig Tieck sind gut befreundet. Während Carus eher als Langeweiler gilt, beteiligt sich der Dichter Tieck gerne am Klatsch und Tratsch der intreganten Gesellschaft Dresdens. Als Carus eine überaus gefährliche Operation an einer hochschwangeren Hofschauspielerin durchführen soll, zerstreut Tieck die moralischen Bedenken seines Freundes und hält ihm den lang ersehnten wissenschaftlichen Ruhm vor Augen. Die Operierte verschwindet jedoch auf mysteriöse Weise. Als der König ausgerechnet den Arzt Carus mit der Lösung des Falles betraut, scheint es schwierig die Wahrheit zu vertuschen, ohne dass er sich selbst ans Messer liefert. Die Intrigen und Verwirrspiele beginnen, in denen sein Freund Tieck eine zentrale Rolle spielt....

Dieser exzellente Roman führt durch eine psychologisch raffiniert geführte Geschichte, die für den Leser trotz der spannenden Rätsel zu keinem Zeitpunkt unübersichtlich ist. Alles in allem ein brillianter Krimi, der bis zum Ende spannend bleibt.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Valentine TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Dresden 1832. Carl Gustav Carus, seines Zeichens Leibarzt des sächsischen Königshauses und darüber hinaus medizinischer Betreuer eines Geburtshauses für ledige Mütter, wird Zeuge, wie die Hofschauspielerin Friederike Mathilde Bernstein während einer Aufführung ohnmächtig zusammenbricht. Es stellt sich heraus, dass sie schwanger ist und die schon weit fortgeschrittene Schwangerschaft die ganze Zeit vor der Öffentlichkeit verborgen hat, da sie nicht verheiratet ist.

Unglücklich bittet sie Carus um eine Abtreibung, doch stattdessen entbindet er sie (auf seine besondere Weise, nämlich durch einen damals noch sehr umstrittenen Kaiserschnitt) von ihrem - toten - Baby.

Noch während der Nacht verschwindet die Bernstein spurlos aus dem Entbindungshaus. Der König höchstpersönlich beauftragt Carus mit den Nachforschungen. Wenig später fischt man die Leiche der Frau aus der Elbe. Doch hat sie sich wirklich ertränkt?

Carus gerät in einen Gewissenskonflikt, denn er weiß viel mehr über den Fall, als er öffentlich zugeben kann.

Ein ganz netter historischer Krimi, der allerdings ziemlich lange braucht, um in die Gänge zu kommen, zwischendurch einige Längen hat und dann doch noch ein überraschendes Ende findet.

Die Schilderungen der gynäkologischen Praktiken jener Zeit und die Beschreibungen von Carus' Kuriositätenkabinett mit Selbstmörderinnenschädeln und jeder Menge in Spiritus eingelegter Präparate waren nichts für zarte Gemüter. Günther schreibt in einem altertümelnden Tonfall und schildert Carus' wissenschaftliches Interesse aus dem Blickwinkel seiner Zeit - was heute teilweise ziemlich makaber anmutet. Einiges fand ich wirklich eklig, obwohl ich diesbezüglich eigentlich nicht zartbesaitet bin.

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Veröffentlicht am 28. August 2006 von Ogmen
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Auch wenn man an der historischen Stimmigkeit der Geschichte durchaus zweifeln kann, hat mir der Roman sehr gut gefallen, ich habe ihn kaum mehr aus der Hand legen... Lesen Sie weiter...
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Der Leibarzt
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Spannender historischer Krimi - sprachlich gestelzt.
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