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Der Lavagänger: Roman
 
 
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Der Lavagänger: Roman [Gebundene Ausgabe]

Reinhard Stöckel
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 379 Seiten
  • Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (18. Februar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3351032447
  • ISBN-13: 978-3351032449
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 13,6 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 392.424 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Reinhard Stöckel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Henri Helder ist ein akkurater Mensch: unablässige Bedingung für Eisenbahner, wie schon sein Vater, Großvater und Urgroßvater es waren. Bei Rationalisierungsmaßnahmen im Zuge „notwendiger“ Modernisierungsprozesse interessieren Familientraditionen hingegen nicht, weshalb Henris Fähigkeiten – Kern seiner Identität – überflüssig werden. Mitten in dieser Seinskrise tritt er ein ungewöhnliches Erbe an: ein Paar abgewetzte Lederschuhe von seinem Großvater Hans Kaspar Brügg. Durch sie beginnt Henris wohlgeordnete Welt zu bröckeln.

Außer dem, was die Verwandtschaft munkelt, weiß Henri nichts über seinen Großvater. Das schwarze Schaf der Familie war er gewiss. Einziger fester Anhaltspunkt ist die Auswanderung nach Hawaii. Diesem vagen Hinweis folgend, macht sich Henri zuerst widerwillig auf seine Spurensuche. Eine diffuse Ahnung, mit jenen verschlissenen Schuhen könne die Option einer reizvolleren Identität verbunden sein, befällt ihn. Kein Alter Ego, sondern ein neues Ego: Das braucht Henri jetzt ohnehin. Tatsächlich lässt ihn seine Reise charakterlich reifen. Sie bringt ihm fremde Kulturen sowie Schicksale eines ganzen Jahrhunderts näher, die im Zusammenhang mit Hans Kaspar Brügg stehen, darunter das der geliebten Seidenraupenzüchterin Siyakuu oder das des Wanderderwischs Ahmad, gebrochen beim Versuch, gegen die Deportierung der Armenier zu protestieren. Henris Großvater selbst, welcher einst ein Kind aus dem Lavastrom rettete, umgibt auf Grund seiner Opferbereitschaft die Aura einer Legende…

Verknüpft mit einem großen Figurenkosmos, faszinieren Romane wie Ilija Trojanows preisgekrönter Weltensammler nicht zuletzt mittels zahlreicher exotischer Schauplätze. Exotisch muten auch Reinhard Stöckels Wort- und Satzkonstruktionen an, so dass Sprache und Inhalt eine gelungene Einheit bilden. Kompliziert verschachtelt mag die tragik-komische, bisweilen mit spitzbübischem Humor versehene Geschichte sein. Darauf sollte man sich aber einlassen, denn auf diese Weise offenbart sich Geduldigen eine schillernde Sammlung welt- und zeitumspannender Bilder. Der Lavagänger ist wie ein Zauberschränkchen mit tausend Schubladen: Jede verbirgt Kuriositäten, deren genaue Betrachtung sich lohnt. - Fenja Wambold

Kurzbeschreibung

Die Entdeckung der Welt Henri Helder entstammt einer stolzen Eisenbahnerdynastie. Eines Tages aber macht er eine seltsame Erbschaft: ein altes Paar Lederschuhe mit einer rätselhaften Botschaft seines verschollenen Großvaters. In der Familie heißt es lapidar, der Nichtsnutz sei verdampft auf den Lavafeldern der Südsee. Doch wer war dieser Lavagänger wirklich, der Helder so unverhofft auf die Reise schickt? Die Spur Hans Kaspar Brüggs führt zum Derwisch Ahmad und seinem weisen Tiger, zur armenischen Seidenraupenzüchterin Siyakuu und zu David Kalākaua, dem letzten König von Hawaii. Am Ende lüftet Henri mehr als ein großes Familien¬geheimnis. Schelmenhaft, virtuos, phantastisch – Reinhard Stöckel erzählt eine Abenteuergeschichte, in der sich Gestern und Heute auf magische Weise durchdringen. Ein großes Abenteuer - aberwitzig, sinnlich, bezaubernd Reinhard Stöckel erzählt eine Abenteuergeschichte, in der sich Gestern und Heute, Fiktion und Geschichte auf magische Weise durchdringen: Auf den Spuren seines ver-schollenen Großvaters reist der deutsche Eisenbahner Henri Helder einmal um die ganze Welt und lüftet schließlich mehr, als ein tragikomisches Familiengeheimnis. Henri Helder macht eine seltsame Erbschaft: ein altes Paar handgefertigter Schuhe mit einer rätselhaften Botschaft seines verschollenen Großvaters. Fabelhafte Gestalten wie Ahmad, der Derwisch mit dem weisen Tiger, die schöne Seidenraupenzüchterin Siyakuu und David Kal?kaua, der letzte König von Hawaii, drängen plötzlich in Helders Leben. Wilde Geschichten vom Bau der Bagdadbahn, von kommunistischen Experimenten im Outback, japanischen Geisterschiffen und einbeinigen Navigatoren beflügeln bald seine Phantasie. Wer war dieser Lavagänger wirklich, der Henri so unverhofft auf die Reise schickt? Ganz am anderen Ende der Welt lüftet Helder schließlich weitaus mehr als ein großes Familiengeheimnis. - Reinhard Stöckel erzählt die weitverzweigte Geschichte einer deutschen Familie, die auf wundersame Weise in die Weltläufte des 20. Jahr-hunderts verstrickt ist. Mit liebevoller Phantasie, feinsinniger Komik und pointiert gesetzten Wendungen führt er seinen Helden in einem weltumspannenden Abenteuer bis nach Polynesien und lässt ihn dort ein großes Geheimnis lüften.

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Fulminante Familiengeschichte 10. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wow - was für eine Geschichte erzählt uns da Reinhard Stöckel - phantasievoll, vielschichtig, verschachtelt und abenteuerlich.
Henri Helder, ein Eisenbahner, ist ein eher langweiliger Mensch. Er hält an alten Dingen fest und auch seine Ehe ist eingefahren. Als er ein Paar Schuhe erbt, beginnt sein Abenteuer. Helder stellt Nachforschungen an. Wir erfahren einiges über seine Familiengeschichte und die ist so aufregend und spannend, dass man immer weiter lesen muss. Dabei kommt auch die politische Lage der jeweiligen Zeit zur Sprache, die die Familie auf ihre Art meistert.
Skurrile Charaktere laufen uns über den Weg und so manche Situation ist tragikomisch.
Stöckels Schreibstil ist virtuos und sicher auch gewöhnungsbedürftig. Man braucht seine ganze Konzentration, um den Roman zu lesen, selbst Details greift Stöckel später wieder auf. Die verschiedenen Erzählstränge finden am Ende alle zusammen.
Am Ende des Buches gibt es einen Stammbaum, den man zu Hilfe nehmen kann.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Eskalina TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit, diese Tugenden sind es, von denen Stöckels Protagonist Henri Helder durchdrungen scheint, schließlich stammt er aus einer stolzen Eisenbahnerdynastie. Als er eines Tages ein altes Paar Lederschuhe von seinem Großvater Hans Kaspar Brügg erbt, beginnt er, Nachforschungen über den von der Familie verschwiegenen "Nichtsnutz" anzustellen und begibt sich auf eine abenteuerliche Reise, die ihn immer mehr Spuren von Brügg finden lässt. Ein Derwisch auf einem weißen Tiger, die Liebe in einem Haus voller Seidenraupen, Verbindungen, die von Australien über die Türkei bis zum letzten König von Hawaii führen. All das erzählt der Autor in einer zugegeben etwas umständlich anmutenden Sprache, so dass man sich anfangs erst an den Schreibstil gewöhnen muss -doch das akzeptiert man gern, weil das, was Helder über seine Familiengeschichte und damit letztlich über sich selbst erfährt, so fulminant und abenteuerlich ist - dass man nicht genug von den schrägen Charakteren und deren eingeflochtenen Lebensbildern und den verwickelten Familienbeziehungen bekommen kann.
Fazit: Ein unglaublich bunter, klug erdachter und anspruchsvoll erzählter Abenteuerroman, der es verdient hat, von möglichst vielen Lesern entdeckt zu werden.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Binea VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Henri Helder, besser aber bekannt als Helder, stammt aus einer Eisenbahnerfamilie. Logisch, dass er auch bei der Eisenbahn arbeitet, aber das eigentlich nur, weil er schon immer gern Pläne schmiedet und zwar Fahrpläne. Das klappt bestens, wäre da nicht der GENERAL, ein Computerprogramm, das Helder die Arbeit abnehmen will. Als wäre das nicht genug, hat er auch noch Stress mit Susanne, denn die will nach Brüssel ziehen. Da kommt etwas Ablenkung doch gerade
recht, als er den Nachlass seines Großvaters erbt. Kein gewöhnliches Erbe und auch kein gewöhnlicher Großvater, denn das Erbe sind ein paar alte Lederschuhe mit einer geheimnisvollen Stickerei und der Großvater ist verschollen.
Diese beiden Tatsachen wecken die Neugier von Helder und er stellt
Nachforschungen an.
Seine abenteuerliche Reise startet der Mitte-Vierzig jährige von Cottbus, seiner bisher nie wirklich weit verlassenen Heimatstadt. Eine aufregende Zeit führt ihn über Australien, vorbei an der Bagdadbahn nach Anatolien-Türkei, San Francisco bis letztendlich nach Hawaii.
Bei seinen Nachforschungen nach Hans Kaspar Brügg, bekannt als Lavagänger, trifft er sehr skurrile Menschen. Bei einem Derwisch mit weißem Tiger, in einem Seidenraupenhaus, bei einem fliegenden Japaner und sogar bei einem König findet er Spuren von Brügg. Doch ein bedrückendes Gefühl in ihm verweist auf eine geheime oder gar verbotene Zone.

Helder befindet sich auf seinem Lebenshöhepunkt und ist etwas unsicher. Seine Nostalgie in unserer heutigen Gesellschaft lebt er jedoch völlig aus. Wer von uns hat denn noch ein Telefon mit Wählscheibe und genießt dann auch noch das Wählen. Gerade aber diese Tatsachen machen den Protagonisten sympathisch.
Außerdem hat der Autor Reinhard Stöckel ein unglaubliches Gespür für Sätze, die den Leser umgarnen. Die Sprache Stöckels ist zwar vorerst gewöhnungsbedürftig, doch schnell liest man sich in teilweise sehr verschachtelte Sätze ein. Gern ist man bereit, für diese wunderbar umschriebene Familiengeschichte und diese außergewöhnlichen,
schrägen Charaktere diesen exotischen Schreibstil anzuerkennen.
Reinhard Stöckel regt konstant die Fantasie des Lesers an und beschreibt zum Beispiel eine Fotografie wie folgt: 'Der schneebedeckte Gipfel des Berges glich tatsächlich einer umgestülpten Schüssel oder eben dem Dach des Wartburgs, und seine bewaldeten Ausläufer waren sanft gewölbt wie Motorhaube und Kofferraumklappe.'
Weiterhin tritt der Erzähler ab und zu in einen Dialog mit dem zentralen
Charakter Henri Helder. Auch die nicht gekennzeichnete Wechselrede unter den Mitwirkenden wird geläufig. Verstickungen sind mit wichtigen Etappen der Vergangenheit und der Gegenwart gespickt und mit etwas Humor vermitteln sie dem Leser zusätzliches Wissen.

Um noch intensiver bei den Reisezielen Helders zu verweilen, gibt es im
Quellenverzeichnis hilfreiche Anhaltspunkte.
Für eine kurze Reise mit dem Zeigefinger über das Papier macht sich auch der Stammbaum am Ende des Buches sehr hilfreich. Dieser lässt alle im Roman benannten Personen noch einmal lebendig erscheinen.

Wer kein Geld zum verreisen hat, anspruchsvolle Literatur mag und für ein Abenteuer bereit ist, sollte zu 'Der Lavagänger' greifen.
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