Titel, Cover sowie Infos dieses Romans sind irreführend. Klar ist die Hauptperson Ned Malise gelernter Lautenbauer und kann dieses Instrument auch hervorragend spielen, aber das Buch behandelt überwiegend Neds Krankheit, medizinische Untersuchungen, seine Flucht, sowie Neds Selbstfindung und Leben mit eben dieser Krankheit.
Ned leidet an Epilepsie und ebenso an der Wahnvorstellung, sich während der Krämpfe unwissentlich in einen Wolf zu verwandeln, der herumstreift und Menschen tötet.
Es ist interessant zu lesen, wie Menschen in der damaligen Zeit mit Behinderten umgegangen sind, was man ihnen für "Medikamente" oder Therapien verordnet hat.
Dennoch bleibt die Handlung manchmal fast stehen, z.B. als Ned in einer Scheune eingesperrt wird, weil die Bauern glauben, er hätte ein Kind und Tiere getötet. Bis er diese Menschen und den herbeigeholten Pfarrer überzeugt hat und dann doch fliehen muß, vergehen unglaublich viele Seiten ohne daß man weitere Erkenntnisse über die Krankheit, Auslöser oder ähnliches findet.
Interessant dabei ist, daß die Krankheit im Buch nicht einfach erfunden ist, sondern daß die Autorin selbst daran gelitten hat und sich so optimal in ihre Hauptfigur hineinversetzen konnte, da sie alle Ängste, Schmerzen etc. selbst miterlebt hat.
Dennoch absolut lesenswert!