Hesses wunderschöne kleine Geschichte ist das ideale Buch für ein, zwei unbeschwerte Stunden im Sommer auf der Wiese oder auf einer Parkbank. Der 16jährige Lateinstudent Bauer erlebt im Kreis der Freundinnen der Hausangestellten seiner Mieterin seine erste große Liebe, der von Anbeginn an kein glückliches Ende beschert ist. Das einfache Mädchen und der Student kommen aus zu verschiedenen Welten, vor allem aber ist das Mädchen dem Knaben an Reife überlegen. Sie weiß jedoch nicht recht, wie sie mit dem verliebten Knaben umgehen soll, da er ihr doch zumindest sehr anständig erscheint. Schließlich verliebt sie sich jedoch bei einem Tanze in einen stattlichen Handwerkslehrling, den sie später heiratet. Für Bauer stürzt eine Welt ein. Dennoch ist Hesses Geschichte kein Drama, es ist vielmehr ein leises Lehrstück über das Leben und die Liebe, in seiner Ansiedlung zeitlos und ortsunabhängig. Vielfach wird in der Literaturrezeption vermutet, Hesse habe, wie auch in vielen anderen seiner Werke, eigene Erfahrungen mindestens miteinfließen lassen. Genauere Informationen hierzu gibt der Einleitungstext vor Beginn der eigentlichen Geschichte, der, wie immer bei den Taschenbüchern von Suhrkamp, sehr informativ und kompakt verfaßt ist. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)