Eine junge, schüchterne Frau verliebt sich in einen geheimnisvollen, schönen Mann, der nicht ganz von dieser Welt scheint. Nach und nach enthüllt sie die Wahrheit: er ist kein normaler Mensch, sondern ein Unsterblicher - und gerät dadurch in höchste Gefahr. So herkömmlich dieses Muster scheint, so außergewöhnlich und gelungen ist die Umsetzung: Das liegt am höchst faszinierenden Bösewicht der Geschichte, der für einige überraschende Wendungen sorgt, an der Figur der siebenjährigen Tochter der Protagonisten, die hervorragend gezeichnet ist, an einer sehr sinnlichen Sprache, die sofort gefangen nimmt, und an einem sehr mystisch wirkenden Setting: dem österreichischen Hallstättersee.
Dass mal nicht die Vampire zum Zug kommen, sondern die biblische Figur der Nephilim, macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Ganz nebenbei gibt einen spannenden Mythos zu entdecken, der in unserer Kultur wurzelt.