Der aufwändig ausgestattete Zweiteiler ist eine gut besetzte und gelungene Neuverfilmung der Romanvorlage von Jules Verne. Eine Umsetzung die sich nicht hinter anderen, schon zu "Klassikern" gewordenen Versionen verstecken muss.
Und so ist die Story in dieser Verfilmung angelegt: Das riesige Russische Reich wird 1860 von Unruhen erschüttert. In Sibirien lehen sich die Tataren gegen Petersburg auf. Der Kurier Strogoff wird mit einer gefährlichen Mission in das von Tataren besetzte Gebiet geschickt. Im Gegensatz zur originalen Romanvorlage hat man das Drehbuch dieser filmischen Variante sogar noch etwas dramatischer gestaltet: So soll Strogoff den Neffen und Tronfolger des Zaren vor den Tataren in Sicherheit bringen. Gleichzeitig verfolgt er den übergelaufenen Ogareff, der Strogoffs Frau ermordet hatte. Bei seiner Reise in den Osten lernt er Nadja kennen, deren Vater im Film ein zarentreuer Offizier ist, der von den Tataren gefangen gehalten wird. Beide arrangieren sich. Da gerät auch Nadja in die Gewalt von Ogareff....
Der schon in der Vorlage spannende Stoff wurde im Film nochmals aufgewertet, eine Umsetzung die mir sehr gefallen hat, denn nicht immer bringen Ergänzungen und Adaptionen einen wirklichen Gewinn. Zusammen mit dem stimmigen Schauspielerendemble (Léa Bosco und Paolo Seganti sind ein ideales Filmpaar und die Bestzung des Filmschurken Ogareff durch Hardy Krüger jr. war auch ein guter Griff) und den geschickt ausgewählten Drehorten ein rundherum gelunges Projekt. Davon würde ich gern noch mehr sehen!