...denn es ist recht spannend geschrieben. In typsichem Preute/Berndorf-Stil geht es dieses Mal um Machenschaften in- und ausländischer Geheimdienste in Sachen Drogen und Drogengeld.
Ein Bonner Journalist, Jobst Grau, wird Mitte der 90er von den zwei Geheimdiensten angeheuert, den Verbleib eines Kuriers aufzukären, der mit 10 Millionen Dollar und Drogen im Wert von weiteren 40 Mio im Berlin verschwunden ist. Pinkanterweise war der Kurier auch auf der Gehaltsliste des Auswärtigen Amtes und sollte mit Geld und Drogen für die Geheimdienste den Berliner Markt aufmischen.
Gleichzeitg der aktuellen Liebesbeziehung überdrüssig und neugierig auf den Fall nimmt Grau den Auftrag an und erhält bald Untersützung von Milan, seinem von ihm selbst zur Sicherheit beauftragten "Schatten", der sich als wahrer Glücksgriff erweist und im Lauf der Hanldung handfest von seinen z.T. schrecklichen Erfahrungen (und Ausbildungen) im jugoslawischen Bürgerkrieg profitieren kann.
Daß die Geheimdienste nicht mit offenen Karten spielen und wie die Politik gerne alle Verstrickungen und Pannen zu verschweigen versucht, wird detailreich und mit spannenden Wendungen auch auf diesen 400 Seiten geschildert.
Zur Handlung nicht mehr, es würde den Lesegenuss und den Überraschungseffekt beeinträchtigen. Das die Liebe auch eine Rolle spielt ist bei Preutes Büchern naheliegend.
Für Eifel-Fans gewohnte Kost in anderem Millieu und anderen Personen und ein paar Toten mehr.
Kleine logische Fragen bleiben. Z.B. Wie kann man mit einer Frau, die sich streubt bzw. bewußtlos ist, eine Linienmaschie besteigen?
Aber davon abgesehen, ein fesselndes Buch für einen verregneten Nachmittag oder eine lange Nacht...an Cognac und Schokolade denken!
Schade, daß es von Grau nicht mehr Bücher gibt. Oder kenne ich sie nur noch nicht?