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Der Kuckucksfaktor: Raffinierte Frauen? Verheimlichte Kinder? Zweifelnde Väter?
 
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Der Kuckucksfaktor: Raffinierte Frauen? Verheimlichte Kinder? Zweifelnde Väter? [Taschenbuch]

Hildegard Haas , Claus Waldenmaier
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Der Spiegel 44/2004, Seite 193

"Verschleierte Vaterschaft und Kindesunterschiebung kommen ans Licht. Die Folgen der immer häufiger praktizierten Wahrheitssuche für die Betroffenen - Familiendramen, Erbstreitigkeiten, Scheidungen - werden in dem im Priener Gennethos Verag erschienen Buch ausführlich geschildert."

Kurzbeschreibung

Kuckuckskinder werden sie genannt: die verheimlichten und untergeschobenen Folgen eines Seitensprungs, die sich oft erst im Erwachsenenalter auf die Suche nach ihrer biologischen Identität machen. Der Begriff „Kuckucksfaktor“ steht für ein Phänomen, über das nicht nur in Familien und therapeutischen Einrichtungen, sondern seit einigen Jahren auch vermehrt in den Medien rege diskutiert wird. Die Kindesunterschiebung - so die offizielle Bezeichnung - wirft allerdings mehr als nur rechtliche Fragen auf. Dies zeigen die Autoren Dr. Hildegard Haas und Dr. Claus Waldenmaier. Zusammen mit fünf weiteren Autoren nähern sich die Biologin und der Mediziner, die als Vorreiter in der Durchführung der privaten Vaterschaftsanalyse gelten, dem brisanten Thema in einer ganzheitlichen Betrachtung. Neben informativen Streifzügen durch die Geschichte der Vaterschaftslüge, Erklärung der Ursachen auf der Basis evolutionspsychologischer Studien, nützlichen Begriffs-erläuterungen und juristischen Tipps werden die Erfahrungen der Wissenschaftler und Therapeuten im Umgang mit den Betroffenen aufgearbeitet. Im Zentrum des Buches stehen fünf in kleine Kurzgeschichten verpackte Fallbeispiele, die die zum Teil dramatischen Konsequenzen einer verheimlichten Vaterschaft veranschaulichen und den geschätzten 10 Prozent Kuckuckskindern in Deutschland ein Gesicht geben. Die kritische Auseinandersetzung mit der Häufigkeit von Kuckuckskindern als auch die Frage nach der Triebfeder ihres Entstehens und den psychologischen und rechtlichen Folgen (Kuckucksfaktor) sind das Kernthema dieses Buches. „Der Kuckucksfaktor“ richtet sich mit seinem ausführlichen Ratgeberteil in erster Linie an Betroffene, Ratsuchende, Rechtsanwälte und Ärzte, bietet aber auch dem gesellschaftlich Interessierten eine lohnende Lektüre.

Der Verlag über das Buch

„Der Kuckucksfaktor“ ist einerseits für Experten und therapeutisch Arbeitende als Anregung zur weiteren Diskussion zu verstehen. Gleichzeitig wollen wir Betroffenen Mut machen, sich ihren Konflikten eigenverantwortlich zu stellen. Vor allen Dingen ist es wichtig, die Gesellschaft für dieses brisante Thema zu sensibilisieren.

Der Autor über sein Buch

Waldenmaier: Der „Kuckucksfaktor“ bezeichnet in erster Linie die Tatsache der verschleierten Vaterschaft und der Kindesunterschiebung. Darüber hinaus sind in dieses Phänomen alle Aus- und Zusammenwirkungen einzubeziehen, mit denen sowohl das untergeschobene Kind als auch dessen Familie zu kämpfen haben. Im Vordergrund stehen dabei die Ursachen und die psychologischen Folgen, wichtig ist aber auch der rechtliche Aspekt. Nicht zuletzt geht es bei dieser Problematik ja auch um Unterhaltsforderungen und Erbansprüche. Haas: Wir finden, dass das Thema Kuckuckskind und Vaterschaftstest in der Öffentlichkeit sehr oberflächlich unter technischen oder juristischen Gesichtspunkten diskutiert wird. Das „Menschliche“ bleibt dabei eigentlich außen vor. Den Impuls, unsere Erfahrungen einer breiten Öffentlichkeit mitzuteilen, kam aber vor allem durch die Diskussion im Expertenkreis. Nach den ersten Medienberichten über unsere Arbeit fanden sich schnell Betroffene, Ärzte, Therapeuten und Juristen ein, die mit uns die Vaterschaftsproblematik in einer ganzheitlichen Betrachtung erörtern wollten. Waldenmaier: Uns ist klar, dass nicht alles medizinisch und technisch Machbare auch immer erstrebenswert ist. Andererseits gilt es, mit den Errungenschaften unserer Zeit sinnvoll umzugehen.

Klappentext

Der Kuckuckfaktor beleuchtet das, was überraschend viele von uns betrifft: den Seitensprung und seine vertuschten Folgen. Vermutlich hat jedes zehnte Kind, das in Deutschland geboren wird, mehr als einen Vater. Einmal den biologischen Vater, der es gezeugt hat und dann den "Versorger-Vater", der offiziell als der richtige Vater gilt. Lange Zeit wussten nur die Mütter von diesem folgenschweren Geheimnis ...

Über den Autor

Dr. biol. hom. Hildegard Haas ist Humanbiologin und Spezialistin für DNA-Analysen und genetisches Spurenmaterial. Sie war 16 Jahre lang Mitarbeiterin an den Instituten für Rechtsmedizin an den Universitäten Köln und Gießen und als Gastwissenschaftlerin mehrmals beim FBI in Quantico VA. Heute arbeitet sie bei der Genedia AG – Biotec Services and Products – und ist deren Laborverantwortliche.

Dr. med. Claus Waldenmaier ist Facharzt für Kinderheilkunde und Humangenetik. Er hat sich 1978 in München als Kinderarzt und Genetiker niedergelassen. Bis heute beschäftigt er sich mit der genetischen Diagnostik und widmet sich insbesondere der genetischen Beratung.

Hildegard Haas und Claus Waldenmaier sind durch zahlreiche Fernsehauftritte zu den Themen „verheimlichte Vaterschaft“ und „DNA-Analyse“ inzwischen auch einem größeren Publikum bekannt.

Die Koautoren Prof. Harald A. Euler, Ph.D., Evolutionspsychologe und Professor an der Universität Kassel. Dr. jur. Christian Huber, Rechtsanwalt in München. Alp Göçmen, Rechtsanwalt und Notar in Zug (Schweiz). Dr. jur. Günter Tews, Rechtsanwalt in Linz und Wien (Österreich). Dr. med. Jutta Jancso, niedergelassene praktische Ärztin und Psychotherapeutin in Kolbermoor.

Auszug aus Der Kuckucksfaktor von Hildegard Haas, Claus Waldenmaier. Copyright © 2004. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Macht die DNA-Analyse alles klar?

Im Zusammenhang mit einer Vaterschaftserklärung lässt sich die Frage im Titel einfach beantworten: mit einem Ja. Die modernen Methoden der genetischen Analyse erlauben mit 99,9 % Sicherheit die Vaterschaftszuordnung. Umgekehrt, wenn die Analyse ergibt, dass der getestete Mann nicht als Vater in Frage kommt, beträgt ein möglicher Zweifel daran sogar 0,0%.
Doch alles kann die DNA-Analyse natürlich nicht klar machen:pschologische Umstände der Betroffenen, die sozialen Problematiken, die rechtlichen Fragen oder Hintergründe, die zu "ungewollten Vaterschaften" und "Kuckuckskindern" führen. Da sind Antworten weitaus schwieriger.
Wirft man einen Blick auf die Schlagzeilen in den Medien, die rund um den "Kuckucksfaktor" immer zahlreicher werden, dann scheint einen nichts mehr zu erschrecken: Prominente Sportler, die Affären mit allerlei Frauen bekennen, Politiker, die jahrelang Verhältnisse mit ebenfalls verheirateten Frauen hatten oder Kinder, die im Erwachsenenalter plötzlich behaupten, der und der (finanzstarke) Prominente sei ihr Vater.
Doch genauer betrachtet sind diese Themen so alt wie die Menschheit. Und Sicherheit gab und gibt es im Zsuammenleben zwischen Frau und Mann in diesem Bereich ohnehin nur bedingt, ganz gleich mit welcher moralischen Weltanschauung man das bewertet. Wie sagt ein spanisches Sprichwort:"De las cosas mas seguras, la mas segura es dudar" - Von den sichersten Dingen das sicherste, das ist der Zweifel ...
Gehen wir einmal den Weg unserer abendländischen Geschichte in Siebenmeilenstiefeln durch: Wie wäre wohl viele antike Dramen ausgegangen, hätte dort einer der Götter bereits etwas von Vaterschaftstest gewusst? Nehmen wir die grausige Sage von Arteus und Thyestes. Die Geschichte, deren Ursprung von Sophokles stammt, packt Brudermord, unwissentlicher Inzest und verheimlichte Vaterschaft in ein Drama erster Güte. Kindesunterschiebungen, unwissende bzw. mitwissende Mütter, ahnungslose Ehemänner, falsche Väter und irregeführte Verwandtschaft gab und gibt es seit es die soziale Form der und Familie gibt.

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