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Der Kuß der Spinnenfrau [Gebundene Ausgabe]

Manuel Puig
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Suhrkamp (1992)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518221086
  • ISBN-13: 978-3518221082
  • Größe und/oder Gewicht: 17,8 x 11,4 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.596.366 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Kuss der Spinnenfrau
OT El beso de la mujer araña OA 1976 DE 1979Form Roman Epoche Gegenwart
Der Roman Der Kuss der Spinnenfrau, der die sexuellen und politischen Verhältnisse zweier Menschen thematisiert, zählt zu den bedeutendsten und zugleich politischsten Romanen von Manuel Puig.
Inhalt: Schauplatz der Handlung ist ein argentinisches Gefängnis zur Zeit der Militärdiktatur unter der Regierung von Juan Perón. Der Homosexuelle Luís Alberto Molina, der wegen Verführung Minderjähriger inhaftiert ist, und der politische Aktivist Valentín Arregui sitzen zusammen in einer Zelle ein. Ihr Dialog führt zu wechselseitiger Selbsterkenntnis. Beide entwickeln Verständnis füreinander und befreien sich von ihren Vorurteilen: Valentín geht auf Molinas sexuelle Wünsche ein und akzeptiert dessen Interesse an kitschigen Hollywood-Melodramen, Molina gelangt zu politischer Aktion und Verantwortung.
Erst in der Mitte des Romans eröffnet Puig den Lesern, dass Molina als Spitzel auf Arregui angesetzt ist. Er unternimmt jedoch alles, um sich des Verrats an Arregui zu entziehen. Die Gefängnisleitung wendet schließlich einen Trick an, um die politischen Freunde Arreguis aufzuspüren: Molina wird scheinbar vorzeitig entlassen, um so Kontakte zu Arreguis politischen Freunden herzustellen. Molina wird zum Verbindungsmann, der aus Liebe zu Arregui Informationen von ihm für die Guerilleros weitergibt. Schließlich wird er von den Guerilleros erschossen, weil sie befürchten, er könne sie der Polizei verraten. Arregui wird im Gefängnis weiterhin Verhörungen unterzogen und gefoltert, seine Überlebenschancen sind gering.
Aufbau: Die Dialogpassagen, in denen Puig die allmähliche Annäherung der beiden Hauptfiguren darstellt, werden lediglich von einigen Polizeiberichten unterbrochen, die den Roman auch beschließen, sowie von Anmerkungen, die die wissenschaftliche Diskussion um das Thema Homosexualität erörtern.
Den Hauptteil der Dialoge bilden Molinas Nacherzählungen bekannter Hollywood- und UFA-Filme – melodramatische Liebesgeschichten, die zum Teil auch nazi-deutsche Propaganda vermitteln. Die Filme werden für die beiden zum Trost im traurigen Haftalltag und zur Anregung für ihre eigenen Fantasien und Erinnerungen.
Wirkung: Der Kuss der Spinnenfrau erlangte international große Beachtung. 1985 wurde der Stoff von Hector Babenco verfilmt. V. R.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Puig, Manuel argentin. Schriftsteller *28.12.1932 General Villegas/Buenos Aires †23.7.1990 Cuernavaca Der Kuss der Spinnenfrau, 1976 Manuel Puig, ein Meister des Dialogs, war der erste lateinamerikanische Autor, der den Einfluss von Film, Fernsehen und Trivialromanen literarisierte. Puig studierte ab 1951 Literaturwissenschaft, Architektur, Philosophie und Sprachen an der Universität von Buenos Aires. Ab 1956 war er Stipendiat am Centro Sperimentale di Cinematografia in Rom, wo Cesare Zavattini (1902-89) sein Lehrer war. 1962 ging er nach New York, wo er seinen Lebensunterhalt als Flugscheinverkäufer verdiente. Ein Drehbuch über Rita Hayworth geriet ihm zu seinem literarischen Debüt: Der Roman Verraten von Rita Hayworth (1968), der von einem spanischen Verlag wegen "Obszönitäten" abgelehnt wurde, bescherte Puig bald internationalen Erfolg. Nach einem mehrjährigen Aufenthalt in Argentinien ging Puig 1975 ins Exil, zunächst nach New York, 1980 nach Rio de Janeiro, zuletzt nach Mexiko. Die Romane von Puig sind aufklärerische Parodien über Trivialmythen unserer Zeit. Unter Einbeziehung seiner Erfahrungen mit dem Medium Film und vom Klima Hollywoods geprägt, macht Puig den Dialog mit den Massenmedien zum zentralen Thema seiner Romane. Dabei karikiert er den Glamour der Unterhaltungsindustrie und zeigt die Beeinflussung durch die Massenmedien am Beispiel seiner Helden. Verfahren und Perspektiven der Medien überträgt er auf die Literatur und führt sie ironisch ad absurdum. Literatur: E. Ranucci, Manuel Puig, in: W. Eitel (Hrsg.), Lateinamerikanische Literatur der Gegenwart in Einzeldarstellungen, 1978

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meilenstein 26. Juni 2002
Format:Taschenbuch
Es gibt Bücher, die als Meilenstein in der eigenen Erfahrung mit der Literatur bestehen bleiben. "Der Kuss der Spinnenfrau" ist ein solcher Roman für mich. Seite für Seite windet sich der Dialog zwischen zwei Inhaftierten in einem südamerikanischen Gefängnis: ein politischer Gefangener und ein Homosexueller - und somit zwei Menschen, die in all ihrer Verschiedenheit eines gemeinsam haben: sie passen nicht in das System. Die Dialoge, die durch ihr unkommentiertes aneinanderreihen von unglaublicher Kraft sind, erzählen eine unbarmherzige Geschichte von gegenseitiger Ablehnung und Zuneigung. Es ist die Kunst, die zwischenmenschliche Dynamik in Dialogen zu fangen, die dieses Buch auszeichnen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klasse 31. Mai 2002
Format:Taschenbuch
Ein Buch voller Klasse und Stil. Hier vereint sich gesellschaftliche Kritik am politischen System Argentiniens mit dem Versuch einer Integration Homosexueller in der Gesellschaft.
Zudem ist das Buch mit einer Reihe historisch wissenschaftlicher
Untersuchungen über Homosexualität gespickt und bietet außerdem einen berührenden Einblick in eine wachsene Männerfreundschaft.
Das Lachen kommt keineswegs zu kurz. Das Buch besteht fast ausschließlich aus Dialogen zwischen Molina und Valentin, die - beide inhaftiert - einem so manches Mal ein Grinsen auf die Wangen zaubern. Eine Beschäftigung der beiden ist das Erzählen alter Hollywood-Filme, was mitunter genauso fesselnd ist. Eigentlich kommt dabei kein Sinn zu kurz: man lacht, man weint, denkt, man ist zufrieden, traurig oder wütend. Einfach klasse! Ein Kultbuch - so sagt es auch der Klappentext.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein besonderes Buch, das man nicht mehr vergisst 22. Oktober 2008
Von Paja
Format:Taschenbuch
Ich habe Den Kuss der Spinnenfrau als Empfehlung in einem anderen Buch entdeckt und es mir gleich bestellt - ich habe es nicht bereut. Dieses Buch ist etwas ganz Besonderes. Es wirkt ganz subtil auf den Leser ein,
lässt ihn mitfühlen, schmunzeln, weinen... Es ist ein Buch, in dem zwischen den Zeilen mehr steht als in ihnen selbst... So wie es von der ersten Seite an ein unsichtbares Band zwischen den beiden Protagonisten gibt, so sehr sie sich auch von einander unterscheiden mögen, so sehr Valentin, der linksextreme Häftling, sich auch dagegen wehren mag, so wird auch der Leser vom ersten Moment in den Bann dieser Geschichte gezogen. In gleichem Zug wie Molina und Valentin sich menschlich näher kommen, wird auch die Tiefe ihrer Charaktere deutlich, besonders die Tragik Molinas.
Die Filme, die Molina Valentin vor dem Schlaf erzählt, wirken keineswegs langweilig, im Gegenteil, auch wenn sie mit der eigentlichen Geschichte nichts zu tun haben, bilden sie die Ebene, auf der sich Molina und Valentin begegnen - sie sind das Spinnennetz, in dem Valentin sich verfängt und das Molina Abend für Abend geschickt weiter spinnt...
Als Valentin von dem vergifteten Gefängnisessen krank wird und Molina ihn umsorgt, kann er seine Dinstanz nicht mehr aufrechterhalten und dieses Gefühl lässt ihn auch nach der Entlassung Molinas verändert zurück. Er muss sich eingestehen, dass er von diesem gefühlsduseligen, romantischen Molina, vor dem er anfangs einen gewissen Ekel empfunden hatte, mehr gelernt hat, als aus seinen philosophischen und politischen Büchern, die er jeden Tag studiert... Er hat gelernt, dass das Leben nicht schwarz-weiß ist, er ist menschlich gereift. Und Molina verlässt das Gefängnis mit dem Gefühl zurück, endlich zumindest einen Hauch dessen erlebt zu haben, was er sich am innigsten wünscht...
Ein Buch, das tief berührt...
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