Es war einmal Bodo, ein arbeitsloser Soldat, der den Kontakt zur Außenwelt verloren hat, und Sissi, Krankenschwester in der Psychiatrie, die nie eine Außenwelt gesehen hat. Ein Unfall bringt die beiden, die auf den ersten Blick nicht zusammenpassen können, für einen kurzen Augenblick zusammen. Danach ist die Welt eine andere, zumindest für Sissi, die nach mehr als einen Augenblick verlangt. Keine Liebe auf den ersten Blick also, doch ob die beiden wirklich zusammenkommen, werden wir nicht mehr erfahren, früh endet der Film. Dennoch, der Kontakt ist geschaffen, und zurück bleibt die Hoffnung, dass die gegenseitige Zuneigung nach dem Abspann weitergehen könnte. Insofern trägt Der Krieger und die Kaiserin nicht nur in seinem Titel märchenhafte Züge.
Emotionen und Liebe werden hier nur scheibchenweise serviert, was keine übermäßig kassenträchtige Einstellung des Produzenten offenbart, wo doch das Publikum mit schmalzigen Gefühlsduseleien üblicherweise bombardiert wird. Das macht es andererseits schwer, sich auf das Ganze einzulassen, wie im Film ist es keine Liebe auf den ersten Blick mit dem Film. Doch mit der Zeit fesseln die einfühlsamen Bilder und man möchte dem Film bereitwillig eine zweite Chance geben. Schön, dass es zu diesem Zweck das Drehbuch gibt.