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Der Krieg gegen die Raucher: Kleine Kulturgeschichte der Rauchverbote [Broschiert]

Walter Wippersberg
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

5. Oktober 2010
Wippersberg spürt kenntnisreich historische, psychologische und religiöse Zusammenhänge auf und widmet sich auch der Frage, warum Politiker sich so willfährig den Wünschen einer radikalen Antiraucherlobby beugen. Er ist Partei in diesem Streit und verhehlt es nicht. Vor polemischer Zuspitzung scheut er nicht zurück, zu einer wie auch immer ausgewogenen Darstellung fühlt er sich nicht verpflichtet, wohl aber dazu, seinen Standpunkt mit fundierten Argumenten zu untermauern.

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Der Krieg gegen die Raucher: Kleine Kulturgeschichte der Rauchverbote + Endlich Raucher! 100 gute Gründe (wieder) zu rauchen
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Produktinformation

  • Broschiert: 176 Seiten
  • Verlag: Promedia Verlagsges. Mbh (5. Oktober 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3853713173
  • ISBN-13: 978-3853713174
  • Größe und/oder Gewicht: 20 x 12 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 252.669 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein sehr informatives und gut geschriebenes Buch! 25. Oktober 2010
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Dem Autor ist es wirklich gelungen, fast alles, was zum Thema gehört, in diesem kleinen Buch reinzupacken: Geschichte des Tabakkonsums und -Genusses, das Rauchen als ständiger Begleiter unserer Kultur, die fragwürdigen wissenschaftlichen Studien über Passivrauch, die "Sanitarisierung" der Gesellschaft über die (Pseudo-) Gesundheitsreligion, die Rolle der Big Pharma, WHO, Medien und Politiker bei den Rauchverboten, usw.
Sehr empfehlenswert besonders für die Raucher, die sich bis jetzt noch nicht mit den wahren Gründen, finanziellen Interessen und Machenschaften, die hinter diesem Wahnsinn stehen, beschäftigt haben.
Für liberale und freiheitsliebende Nichtraucher, die entsetzt die aktuelle Entwicklung beobachten und keine richtige Erklärung dafür haben, wie so was in eine zivilisierte, demokratische Gesellschaft überhaupt passieren kann, ist das Buch bestimmt sehr informativ.
Eine interessante Lektüre auch für die 'ganz normalen' Nichtraucher (keine militante Antiraucher), die bis jetzt alles geglaubt haben, was ihnen in den Medien über Raucher und Passivrauch erzählt wurde.
Das Buch ist überzeugend, aktuell, auf Fakten basiert und mit sehr viel Sachkenntnis geschrieben.
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abseits von Hysterie und Panikmache 22. Oktober 2010
Von Aranita
Format:Broschiert
Es gibt viele Bücher zum Thema Rauchen, aber nur wenige beschäftigen sich mit der Hexenjagd gegen rauchende Menschen, die in der heutigen Zeit von der WHO und in ihrem Schlepptau von fanatischen Antiraucher-Sekten losgetreten wurde. Der 1945 geborene österreichische Universitätsprofessor Walter Wippersberg hat jetzt ein Buch mit dem provokanten Titel "Der Krieg gegen die Raucher" geschrieben. Der Untertitel des Buches lautet: "Zur Kulturgeschichte der Rauchverbote".

Wer jetzt eine reine Polemik gegen fanatische Antiraucher erwartet, wird enttäuscht sein. Zwar bezieht Wippersberg eindeutig Stellung gegen diese moderne Form der Hexenjagd, die sich als Ziel keine rothaarigen Frauen, sondern rauchende Menschen ausgesucht hat, alle seine Aussagen sind aber eindeutig belegt und nachvollziehbar.

Wippersberg hat das Problem der Raucherhetze gut erkannt. So weist er darauf hin, dass es einen Frieden bei diesem Thema nicht geben kann. Denn militante Antiraucher wollen sich mit dem Erreichten nicht zufrieden geben, sie wollen, so Wippersberg, den von der WHO propagierten "Endsieg" erreichen. Und der lautet nun einmal "raucherfreie Welt".

Das Buch beschreibt aber nicht nur die derzeitige Hetze gegen rauchende Menschen, sondern wirft auch einen Blick in die jüngere und frühe Vergangenheit, die immer wieder geprägt war von dem Versuch, den Genuss, zu dem auch das Rauchen gehört, zu verteufeln. Der Autor geht sowohl auf den immer wiederkehrenden Versuch genussfeindlicher Puritaner ein, dass Rauchen zu verbieten wie auch auf den Traum von Adolf Hitler, eine tabakfreie Welt zu errichten.

Das Buch ist für jeden, der sich sachlich zum Thema Krieg gegen die Raucher informieren möchte, eine absolute Empfehlung.
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17 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Plädoyer für Toleranz 8. Dezember 2010
Von Tartaruga
Format:Broschiert|Von Amazon bestätigter Kauf
Wippersberg befasst sich mit einem Phänomen, das sich weitgehend unbemerkt von der Mehrheit der Bevölkerung auf der ganzen Welt vollzieht: der Prohibition des Tabakkonsums. Verharmlosend als Nichtrauchterschutz tituliert handelt es tatsächlich um eine internationale, quasireligiöse Bewegung, die starke Anleihen beim protestantischen Calvinismus nimmt und daher nicht zufällig in den USA ihr Zentrum findet. Ein Merkmal dieser Bewegung ist, den Tabak nur noch unter Gesundheitsgesichtspunkten zu sehen und Raucher als bedauernswerte Abhängige, wenn nicht gar Volksschädlinge, darzustellen. Der Tabak war über viele Jahrhunderte als Genussmittel bekannt und insbesondere unter Schriftstellern und Künstlern als Mittel zur Inspiration beliebt. Eine Sichtweise, die heute völlig verloren gegangen ist. Moliere beispielsweise war überzeugt: Es gibt nichts, was dem Tabak gleicht; wer ohne Tabak lebt ist nicht würdig zu leben.(138) Und Thomas Mann, selbst Raucher, legt im Zauberberg seinem Helden Hans Castrop fogenden Satz in den Mund: Wenn ich morgens sagen müßte: Heute gibt's nichts zu rauchen - ich glaube, ich fände den Mut gar nicht aufzustehen. (138) Dabei waren die Gefahren des Tabak- und Alkoholkonsums durchaus nicht unbekannt. Mark Twain, zudem ein gewaltiger Trinker, meinte, es sei doch ganz leicht mit dem Rauchen aufzuhören. Er selbst habe es schon viele hundertmal geschafft. (139) Kein Politiker oder Künstler würde es wagen, so etwas heute noch zu sagen.
Der Kampf gegen das Rauchen stützt sich auf wissenschaftliche Untersuchungen zum sogenannten Passivrauchen und stellt sich praktisch als medizinischer Fortschritt dar. Das erklärt jedoch nicht, warum es zu skurrilen Auswüchsen kommt. In den USA wird sogar zum Tode Verurteilten der Wunsch nach einer letzten Zigarette verweigert. In Teilen Deutschlands müssen die Stutenkerle" (früher auch politisch inkorrekt als Kiepenkerle" bezeichnet) jetzt ohne Pfeife ausgeliefert werden. Wippersberg weist nach, dass die angeblichen wissenschaftlichen Erkenntnisse auf äußerst schwachen Beinen stehen. Von 64 Studien zu den schädlichen Wirkungen des Passivrauchens fanden neun einen leichten Effekt, 52 Studien zeigten keinerlei Zusammenhang zwischen Passivrauchen und rauchertypischen Erkrankungen. (75) Der Autor nimmt Anleihen bei Manfred Lütz, der den Begriff der Gesundheitsreligion geprägt hat. Gesundleben sei faktisch zu einer neuen Religion geworden, die ähnliche Rieten, Zwänge und Selbsttäuschungen aufweise wie die alten Religionen. Wer die Angst vor dem Tode durch gesunden Lebensstil bekämpfe, reagiere natürlich mit psychologischer Abwehr auf Mitbürger, die völlig ungesund leben - und trotzdem nicht sterben.
Der Autor plädiert für ein tolerantes Nebeneinander von Raucher und Nichtrauchern in getrennten Bereichen, wie es in Österreich offenbar noch möglich ist. Kleiner Gaststätten sollten selbst entscheiden, oder sie Rauchen zulassen, größere getrennte Bereiche einrichten. In Zügen sollten in den letzten beiden Waggons rauchen erlaubt sein. Dass er angesichts der Hysterisierung der Gesellschaft" (167) mit diesen Appellen zur Zeit wenig Resonanz findet, weiß er selbst.
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