In ,,Der Krieg und die Liebe'', dem zweiten Roman Rahimis, lernt man den jungen Afghanen Farhad kennen, der versehentlich in eine Polizeikontrolle gerät und von Soldaten brutal zusammengeschlagen wird. Die junge und schöne Witwe Mahnas nimmt ihn in ihr Haus auf und pflegt ihn gesund. Doch der junge Mann ist ein Gefangener, denn er gilt als tot, darf sich nicht auf der Straße zeigen und seine Mutter und Geschwister wissen nicht Bescheid. Zu allem Überfluss verliebt sich Farhad auch noch in die schwarzgelockte Schönheit bis sie ihm klar macht, dass ein gemeinsames Leben nicht möglich ist.
Wie schon sein Erstlingswerk ,,Erde und Asche'' besticht auch dieser Roman Atiq Rahimis wieder durch eine außergewöhnlich klare, einfache Sprache und wunderschöne sprachliche Darstellungen. Die Atmosphäre und Gefühle werden so wundervoll beschrieben, dass man den Staub und die Zwiebeln riechen, das Blut schmecken, den Schwindel und die Verwirrung fühlen kann. Das Ende wurde so gestaltet, dass der Leser sich selbst Gedanken machen und notfalls die Geschichte zu Ende denken muss.
Wem ,,Erde und Asche'' gefallen hat, der wird auch diesen Roman von Atiq Rahimi mögen und wer einmal etwas besonderes lesen und erleben möchte, sollte sich dieses Buch auf jeden Fall zu gemüte führen.