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Der Krieg am Ende der Welt: Roman (suhrkamp taschenbuch)
 
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Der Krieg am Ende der Welt: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Mario Vargas Llosa , Anneliese Botond
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 725 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 1 (22. November 1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518395661
  • ISBN-13: 978-3518395660
  • Originaltitel: La guerra del fin del mundo
  • Größe und/oder Gewicht: 19,2 x 12,1 x 3,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (14 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 589.572 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Mario Vargas Llosa
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Brasilien, Ende des 19. Jahrhunderts: Die Monarchie ist abgeschafft, die junge Republik versucht sich zu konsolidieren. Ein Wanderprediger, Ratgeber genannt, zieht durch die von Hungersnöten, Seuchen und chronischer Armut geplagten Gegenden und verkündet das Ende der Welt.

Eine Schar von Ausgestoßenen, der Ärmsten im Lande, sammelt sich um ihn, fest entschlossen den wahren Glauben gegen den Antichrist zu verteidigen, der die Menschheit verderben will. Dieser Antichrist ist - die Republik.

Sie gründen in Canudos die "Gesellschaft der Ärmsten", ein "neues Jerusalem". Mit Brüderlichkeit und Solidarität wollen sie Widerstand leisten. Die Aufständischen haben jedoch alle gegen sich: die um ihre Autorität besorgte Kirche, einen patriarchalischen Feudalherrn, zwei um die Macht kämpfende Republikaner, den Revolutionär Galileo Gall. Sie alle reagieren mit Angst auf die Gründung des "neuen Jerusalem". Die gesamten brasilianischen Streitkräfte werden schließlich aufgeboten, um die Anhänger des Ratgebers zu vernichten.

"Eines der blutigsten, grausamsten Bücher, die ich je gelesen habe, und eines der fesselndsten." Salman Rushdie

Über den Autor

Mario Vargas Llosa wird am 28.3.1936 in Arequipa (Peru) geboren. Seine Kindheit verbringt er in Bolivien, Piura (Nordperu) und Lima. Im Alter von 18 Jahren heiratet er Julia Urquidi, mit der er neun Jahre zusammenlebt. Diese Beziehung verarbeitet er später in seinem Roman Tante Julia und der Kunstschreiber.
Bereits während seines Studiums der Geistes- und Rechtswissenschaften in Lima und Madrid (Promotion über Gabriel García Márquez) schreibt er für verschiedene Zeitschriften und Zeitungen und veröffentlicht erste Erzählungen. 1963 erscheint sein erster Roman La ciudad y los perros (dt. Die Stadt und die Hunde), der auf eigenen Erfahrungen in der Kadettenanstalt ›Leoncio Prado‹ in Lima beruht. Der Roman wird in Spanien mehrfach ausgezeichnet und in über 20 Sprachen übersetzt.
Vargas Llosa lebt einige Jahre in Europa (Paris, London, Barcelona) und ist als Gastprofessor in Washington, Puerto Rico, London, New York und Cambridge tätig. 1976 wird er für zwei Jahre zum Präsidenten des PEN-Clubs gewählt. 1989 bewirbt er sich als Kandidat der oppositionellen ›Frente Democrático‹ für die peruanischen Präsidentschaftswahlen 1990 und unterliegt im zweiten Wahlgang; daraufhin Rückzug aus der aktiven Politik. Mario Vargas Llosa ist Ehrendoktor verschiedener amerikanischer und europäischer Universitäten und hält Gastprofessuren unter anderem in Harvard (1992), Princeton (1993) und Oxford (2004). 1994 erhält er den Cervantes-Preis - Spaniens bedeutendsten Literaturpreis - für sein Gesamtwerk. 1996 wird er mit dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels ausgezeichnet. 1998 wird ihm der begehrte amerikanische National Book Critics Circle Award für seine Aufsatzsammlung Making Waves zugesprochen, 1999 der spanische Journalistenpreis "Ortega y Gasset". 2002 erhält er den amerikanischen PEN/Nabokov Award.
Mario Vargas Llosa ist seit 1996 Mitglied der Real Academia Española und lebt heute mit seiner Frau Patricia in London, Paris, Madrid und Lima. 

Zuletzt erschien sein Roman Das böse Mädchen (Suhrkamp, 2006).




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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Uncle1927
Format:Taschenbuch
Realhistorischer Hintergrund des Romans ist die Ende des 19. Jahrhunderts im Norden Brasilien erfolgte Gründung einer Art Freistaat durch einen religiösen Fanatiker und Endzeitprediger, genannt "Der Ratgeber". Der von diesem und seinen Anhängern gegründete "Freistaat" (nicht viel mehr als ein beständig wachsendes Dorf namens Canudos) stand dem Roman zufolge in fundamentaler Opposition zur jungen Republik, welche ihn im Gegenzug ebenso unversöhnlich angefeindete und schließlich in einer (zum Teil sehr brutal geschilderten) Militäraktion zerschlug. Diesen historischen Kontext nutzt Llosa in seinem stilistisch dem realistischen Roman des 19. Jahrhunderts verwandtem Werk zum Portrait der brasilianischen Gesellschaft um 1900, wobei das Spektrum der Akteure vom Adel, übers Bildungsbürgertum und Militär bis hin zu den verarmten und verwahrlosten Unterschichten reicht.

Die Stimmung des Romans lässt sich vielleicht dahingehend zusammenfassen, dass man als Leser sehr schnell ein Gefühl dafür entwickelt, dass am Ende des Romans zwar freilich nicht das Ende der Welt, wohl aber der gewaltsame Tod der allermeisten Protagonisten eintreten wird. Der ideologische Alleingültigkeitsanspruch sowohl der ideengebenden religiösen Fanatiker (mitsamt ihrem naiven, abergläubischen, äußerst gewaltbereiten Mitläufern), als auch der Verfechter der (vermeintlich fortschrittlichen) Republik, ist schlechterdings zu stark. Zusätzlich eskalierend wirkt der Versuch der politischen Eliten der Region, sowohl liberaler als auch konservativer Couleur, die sich um den "Ratgeber" manifestierende Bewegung für eigene Zwecke zu instrumentalisieren: Die republikanische Partei etwa versucht angesichts der (zum Teil aggressiven) Modernisierungsängste der Aufständischen eine von England initiierte, antirepublikanische Verschwörung zu konstruieren.

Der schließlich alles entscheidende Kampf um Canudos wird im letzten Teil des Romans rückblickend aus der Perspektive eines Journalisten und zahlreicher Soldaten geschildert. Hieraus geht die gerade zur Mitte des Romans erhebliche Spannung des Romans nicht ganz unbeschadet hervor. Wohl ist der Ausgang des Konflikts im Wesentlichen vorhersehbar (das Ungleichgewicht der Kräfte zwischen professionellem Militär und weltanschaulich hochdisziplinierten, aber schlecht ausgerüsteten und versorgten Aufständischen ist schlicht zu offensichtlich), aber die Umstellung auf retrospektive Darstellung unmittelbar vor dem Kulminationspunkt der Auseinandersetzung, zumal in ihrer sprachlich nüchternen Form, wirkte auf mich in gewisser Weise entdramatisierend, weshalb sich beim Lesen zum Ende hin die eine oder andere unnötige Länge ergab.

Noch ein Tipp: Leser ohne ein sehr sehr gutes Namensgedächtnis sollten von der ersten Seite ab eine Namensliste erstellen. Andernfalls kann der Überblick über die Protagonisten schnell verloren gehen.
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Der Krieg am Ende der Welt" - In seinem unverwechselbaren, ebenso prägnanten wie eleganten Stil erzählt Vargas Llosa die authentische Geschichte eines heute längst vergessenen Konflikts aus dem Brasilien der vorletzten Jahrhundertwende. Verelendete Tagelöhner, entlaufene Sklaven, gewissenlose Halsabschneider strömen ins karge, trockene Hügelland von Bahia, einer rückständigen und bitterarmen Provinz im Nordosten. Sie scharen sich, auf Erlösung hoffend, um einen wundertätigen Wanderprediger und Propheten, der das Ende der Welt und die Befreiung der Unterdrückten beschwört, und den gottverlassenen Flecken Canudos zum Standort des Neuen Jerusalems erklärt. Die Großgrundbesitzer bangen um ihre Pfründe, abgehalfterte Monarchisten wittern Morgenluft, die Zentralgewalt der jungen Republik im fernen Rio fürchtet ein Komplott: Intrigen werden gesponnen und Soldaten in Marsch gesetzt. Ein verirrter Anarchist aus Europa wähnt sich am Beginn einer proletarischen Revolution, und ein kurzsichtiger Schmierenjournalist von der Küste wird vom Sensationsreporter eines kurzen Feldzugs gegen Aufrührer zum Berichterstatter eines eskalierenden Bürgerkriegs, schließlich zum Augenzeugen eines apokalyptischen Schlachtens weitab aller Zivilisation und Zivilisiertheit. Vargas Llosas Schilderung ist hart, bunt, plastisch, seine Sprache wie immer brillant in ihrer Prägnanz und Eleganz. Er schafft es wieder einmal, Brücken in die magische Welt naiven Volksglaubens und abergläubischer Frömmigkeit der einfachen Bevölkerung Südamerikas zu bauen, die dem aufgeklärten und vermeintlich zivilisierten Stadtmenschen so unbegreiflich und doch so plausibel erscheint. Übrigens orientiert sich Varags Llosa an den autobiographischen Aufzeichnungen des erwähnten Journalisten, Euclides da Cunha mit Namen, die dieser unter dem Titel "Os sertoes" veröffentlichte und die heute noch zur klassischen Nationalliteratur Brasiliens zählen.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Buch wie ein Erdbeben 8. Dezember 2003
Format:Taschenbuch
Wenn es ein paar Bücher gibt, die man gelesen haben MUSS, bevor man diese Welt verläßt, dann gehört dieses ganz bestimmt dazu. Warum? Weil es gleichzeitig das brutalste, blutigste, grausamste und intensivste, durchdringenste, erhellenste von Menschen geschaffene Werk ist. Verstehen Sie mich nicht falsch - es handelt sich nicht um ein 08/15 Splattergeschichte, in dem mit Organen geschmückte Monster harmlose hübsche Blondinen in ihre Einzelteile hacken. Der Schrecken dieses Buches beruht auf der Sprache und auf dem Stil. Llosa schreibt unglaublich intenstiv. Obwohl die Sprache bei weitem nicht so schön gestaltet ist wie in seinen anderen Werken, ist sie viel eindringlicher, einfacher, nahezu primitiver. Llosa braucht nicht in detailreichen Ausführungen eine Schlacht oder ein Geschehen zu beschreiben. Nein - er erwähnt es nur, die Ausmalung überläßt er der Phantasie des Lesers. Leichtfüßig springt er von Schandtat zu Schantat, von Schlacht zu Schlacht, vom Blutbad bis zur unglaublichstens Unmenschlichkeit. Brutalste Schlachtpläne oder Geschehnisse (das Aussetzen von Fleischfressenden Ameisen in dem gegnerischen Krankenlazarett) werden nur so nebenbei erwähnt, die Auswirkungen der Phantasie überlassen. Die ununterbrochene Aneinanderreihung von Gewalt wirkt teilweise ermüdend, abstumpfend - jedoch versteht es Llosa meisterhaft den Leser immer wieder durch neue Stichflammen aufzuscheuchen.
Dabei erschafft er eine Welt, in der Liebe nur in seiner grotesken Form, Ideale nur in Worten und hohlen Taten, Religion nur in Fanatismus und Menschlichkeit gar nicht existieren kann. Dieses Buch zeigt dem Leser eine Welt, in der die Menschheit in jeglicher Form versagt hat.
Der Leser ist irritiert. Es ist eine Welt in dem es keine Helden gibt, kein Gut, keine Seite zu der man ohne Zweifel halten kann. Alle Parteien hätten den Untergang mehr als verdient. Jedoch gibt es in Llosas Welt keine Gerechtigkeit, so dass nicht jene dominieren, deren Herzen rein ist. Denn es gibt keine reinen Herzens. Selbst die Kinder haben Blut an den Fingern! So bleibt der Leser ein passiver Zuschauer, der die Szenerie mal aus diesen mal aus jenen Augen beobachtend von einem Blutbad zum nächsten treibt.

Erschütternd wirkte auf mich die "Neuigkeit", dass dieses Buch mehr oder weniger so in dieser Form eine Tatsachenschilderung ist. All jene Sachen so oder so ähnlich sind tatsächlich passiert! Die Menschheit hat versagt! Und das macht dieses Buch zum besten Anti-kriegsbuch aller Zeiten!

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Die neuesten Kundenrezensionen
Fantastisch!
Ok, die ersten knapp 200 Seiten sind sicherlich etwas, naja, sagen wir "zäh". Ich brauchte sogar mehrere Tage dafür und war ehrlich gesagt kurz vor der Aufgabe. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Toru Okada veröffentlicht
Krieg am Ender der Welt
Ein hervorragendes Buch. Vargas Llosa führt einem sodirekt vor Augen, und macht begreiflich wie und weshalb Kriege entstehen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Mai 2010 von Roland Willy Maria Haag
Hinterlässt im Gedächtnis tiefe Eindrücke
Dieses Buch habe ich vor 20 Jahren gelesen. Immer wieder erinnere ich mich an die starken Eindrücke, die dieses Buch bei mir hinterlassen hat. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 20. Januar 2010 von Charismaisthekey
Einfach geniales Buch!
Vargas Llosas "Krieg am Ende der Welt" ist eines der besten Bücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 18. Mai 2007 von chelita
Tolles Buch, bewegende Geschichte.
Gleich vorweg, ich bin eherso der Gelegenheitsleser, der auch schon mal eine buch wieder weglegt, wenn es mir nicht gefällt.

Aber nun zum Buch. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. August 2006 von Heiko Herrlich
Schockierend, bewegend, außergewöhnlich, genial...
Ich bin eher durch Zufall auf dieses Buch gestoßen, wollte es aber auch gleich unbedingt haben und lesen, als ich von der Geschichte gehört habe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 7. Juli 2004 von Filmimuru
Großes Werk über einen vergessenen Krieg
"Der Krieg am Ende der Welt" ist eines der besten Bücher von Vargas Llosa. Es berichtet über die Geschenisse im brasilianischen Sertao, bei denen eine zerlumpte Truppe... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 10. Juni 2003 von Ivan_8
Ein literarisches Meisterwerk
Vargas Llosa scheint sich in allen Schattierungen der brasilianischen Gesellschaft auszukennen: Korrupte Politiker, fanatische Militärs, post-monarchistische Viehbarone,... Lesen Sie weiter...
Am 1. Juli 2000 veröffentlicht
genial
"Der Krieg am Ende der Welt" von Mario Vargas Llosa ist eines der vielen Werke des berühmten peruanischen Autoren. Lesen Sie weiter...
Am 19. Dezember 1999 veröffentlicht
Ein Meisterwerk - nicht für schwache Nerven!
Von der ersten bis zur letzten Seite fesselnd ist dieses voluminöse Meisterwerk von Mario Vargas Llosa nur wärmstens jedem nicht allzu empfindsamen Zeitgenossen zu... Lesen Sie weiter...
Am 7. September 1999 veröffentlicht
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