Wien vor Ausbruch des Ersten Weltkriegs: Während einer Opernaufführung lernt Karl von Raden (Conrad Nagel) die attraktive Tania Fedorova (Greta Garbo) kennen. Er verliebt sich in sie und verbringt auch den nachfolgenden Tag mit ihr. Als er mit einer äußerst wichtigen Militärinformation nach Berlin abreisen muss, warnt ihm sein Onkel vor Tania. Sie gehöre zu den besten Spionen Russlands. Und so befindet sich Tania natürlich auch im selben Zug. Als Karl sie auf ihre Identität anspricht, gibt sie zu ihre Begegnungen geplant, aber sich dennoch in ihn verliebt zu haben. Doch Karl weist sie ab. Am nächsten Morgen bei der Ankunft in Berlin ist die Brieftasche mit den geheimen Informationen verschwunden. Wegen Verrats verliert er alle militärischen Ehren und wird inhaftiert. Mit Hilfe seines Onkels gelingt ihm die Flucht nach Warschau, wo er Tania zu suchen beginnt...
Der Film lebt zunächst ausschließlich von der aparten Erscheinung der Garbo, deren Auftreten mondän, selbstbewusst und vor allem nie übertrieben ist. Spannung wird jedoch erst nach einer halben Stunde langsam aufgebaut, wenn von Raden die wahre Identität Tanias erfährt. Ihren Höhepunkt findet sie schließlich beim Geburtstagsball, den der russische Geheimdienstchef Boris Alexandroff zu Ehren von Tania veranstaltet. Tania versucht Karl zu helfen, seine Unschuld zu beweisen und bringt sich dadurch selbst in höchste Gefahr. Aber nur so gelingt es schließlich, den Zuschauer mit der Garbo mitfiebern zu lassen. Besonders gelungene Spannungselemente sind hierbei die fein abgestimmte Musik, der im Notenheft versteckte Zettel für Karl, der ständig wachsame Blick Alexandroffs und seiner Verbündeten, die sie aufhaltenden Gäste, das gefälschte Kuvert und der zunehmende Zeitdruck und die Angst entdeckt zu werden. Bis zum Ende steht die Frage im Raum, ob von Raden die Flucht gelingt und was anschließend aus Tania wird. Letztlich handelt es sich bei diesem Stummfilm auch weniger um einen Spionage-, sondern vielmehr um einen Liebesfilm, der nicht überwältigend, aber immerhin sehenswert ist.
Als kleines Makel ist der zuweilen auffällig zerkratzte Zustand des Films zu erwähnen.
Als Extras sind auf der DVD ein zehnminütiger Ausschnitt aus dem Stummfilm "Das göttliche Weib" (1928) von Victor Sjöström mit Lars Hanson und Greta Garbo zu sehen. Außerdem gibt es eine zirka zweiminütige Fotomontage, bei der beim Erklingen der Filmmusik zahlreiche Bilder der Garbo gezeigt werden. Desweiteren besteht die Möglichkeit, sich den Film mit dem englischen Audiokommentar von Produzent Jeffrey Vance und Schauspieler Tony Maietta anzusehen. Den Untertitel zum Film gibt es u.a. in Deutsch, Spanisch und Türkisch.