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Der Kreuzritter - Das Erbe: Roman
 
 
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Der Kreuzritter - Das Erbe: Roman [Taschenbuch]

Jan Guillou , Knut Krüger , Holger Wolandt
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (8. Juni 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453470974
  • ISBN-13: 978-3453470972
  • Originaltitel: Arvet efter Arn
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 4,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 11.016 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Jan Guillou
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Der Abschluss der sagenhaften Kreuzrittersaga

In der siegreichen Schlacht gegen die Dänen bei Gestilren verlor Arn Magnusson sein Leben, doch sein Enkel Birger führt dessen Erbe fort und steigt zu einem der mächtigsten Männer des Landes auf. Jan Guillou schickt seinen Helden auf eine Reise durch das finstere Mittelalter, an dessen Ende die Gründung Schwedens steht.

Über den Autor

Jan Guillou wurde 1944 im schwedischen Södertälje geboren und ist einer der prominentesten Journalisten seines Landes. Seine preisgekrönten Kriminalromane um den Helden Coq Rouge erreichten Millionenauflagen. Auch mit seiner historischen Romansaga um den Kreuzritter Arn gelang ihm ein Millionenseller, die Verfilmungen zählen in Schweden zu den erfolgreichsten aller Zeiten. Heute lebt Jan Guillou in Stockholm.

Knut Krüger, geboren 1966, arbeitete nach seinem Germanistik-Studium im Buchhandel und Verlagswesen. Er ist heute freier Autor, Lektor und Übersetzer für englische und skandinavische Literatur. Lebt mit seiner Frau und seinen drei Kindern in München.

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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Ende des Romans markiert den Anfang der Geschichte Schwedens.
In dem vierten Band dieser Reihe verknüpft Guillou sehr geschickt die familiären Bande seines fiktiven Heldens Arn Magnusson mit der authentischen Person des Birger Jarls. So lässt Guillou Birger die Ideen seines "Großvaters" fortführen.
Während Arn aber der Region wertvolle militärische und ökonomische Impulse gegeben hat, erkennt sein Enkel Birger sehr bald, dass für eine Einigung der Region noch ein wesentliches Element fehlt, nämlich ein moderneres Rechtssystem.
In der Tat hat Birger Jarl wesentlichen Einfluss bei der Einführung der vier Reichsgesetze zum Hausfrieden, Frauenfrieden, Thingsfrieden und Kirchenfrieden, dem Verbot der Versklavung von Schuldnern und der Regelung des Erbrechtes für Frauen. Mit Recht kann man heute behaupten, dass die von Birger initiierte Gesetzgebung und Reformen das schwedische Staatswesen in hohem Masse gefestigt haben.
Nun wäre das allein sicher kein Stoff für ein Roman. Daher nimmt sich Guillou der Geschichte des jungen Birger an, über die es so gut wie keine wissenschaftliche Untersuchungen gibt. Er lässt diesen reifen und sich entwickeln. Dabei ist so manche Schlacht zu schlagen, die Geschichte wird recht lebhaft erzählt.
Nun werden Kenner der schwedischen mittelalterlichen Geschichte dem Buch sicher einige nicht ganz korrekte Fakten vorwerfen. Der Qualität der erzählten Geschichte und der vermittelten Idee, mit welchen Dingen Birger wirklich entscheidende Impulse gegeben hat, schadet diese litererische Freiheit aber aus meiner Sicht nicht. Die historischen Fakten kann man sehr schnell nachlesen, wenn einem das wichtig ist.
Ich finde das Buch ist wirklich sehr gut geschrieben. Birger Jarl ist hierfür eine dankbare Person und diese Phase der Entstehung des schwedischen Staates ist eine spannende Epoche in der man einiges lernen kann über mittelalterlich Geschichte.
Daher kann ich das Buch nur empfehlen.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Keera TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch
Der (wahrscheinlich) letzte Teil der Kreuzritter - Reihe beschäftigt sich mit Birger Jarl, einer der herausragendsten Persönlichkeiten in der frühen Geschichte Schwedens.
Wie Jan Guillou in seinem Nachwort angibt, ist über Birger Magnusson von Bjälbos Jugend und Werdegang nichts überliefert, so dass ein Schriftsteller diese Zeit mit seiner Phantasie füllen kann. Dieses tut Guillou, und macht Birger zunächst einmal zum Enkel seines Kreuzritter-Helden Arn. Dass er ein Sohn von Ingrid Ylva ist, die wir schon in den vorigen Büchern kennen gelernt haben, ist geschichtlich richtig.

Wir begegnen Birger in diesem Buch zunächst kurze Zeit nach dem Tod seines Großvaters und Vorbildes Arn. Birger ist 17 Jahre alt, ein für die damalige Zeit sehr gut ausgebildeter, intelligenter und rechtschaffener junger Mann. Birger ist Krieger, kann rechnen und kennt sich mit der Buchführung aus. Neben seiner Muttersprache kann er die damals wichtigen Sprachen wie Latein sprechen. Außerdem hat er in Forsvik nicht nur die handwerklichen Fähigkeiten anderer Völker schätzen gelernt, sondern auch die Andersartigkeit und den Wert fremder Kulturen und Religionen.

Guillou zeigt auf, wie Birgers Charakter in der folgenden Zeit geprägt und ausgeformt wird durch seine Zugehörigkeit zur wohlhabenden, herrschenden Schicht, durch die Ansprüche an ihn durch seinen König, seine Mutter und durch Männer der Kirche. Nach und nach schält sich ein harter Mann heraus, der sich jedoch in der Auseinandersetzung mit anderen wichtige Ziele für sich selbst, für seinen "Clan", die Folkunger und für Schweden erarbeitet hat. Diese Ziele sind zum Teil heute noch wichtig für einen Staat, der seine Bevölkerung schützt und auch die Interessen derjenigen vertritt, die nicht zu den Reichen und Mächtigen des Landes gehören.

Wie auch schon in den anderen Kreuzritter Büchern, ist die Entwicklung des Charakters sorgfältig und allmählich beschrieben. Den Hintergrund bilden auch hier wieder persönliche Geschichten und Erlebnisse. Berichte über Kreuzzüge in die Gegend der heutigen baltischen Länder und auch Schlachten und Belagerungen von Städten kommen vor. Somit ist also auch für Spannung gesorgt. Dass das Buch wie seine Vorgänger auch, sehr gut lesbar ist, ist fast schon selbstverständlich.
Da ich mich leider weder mit der schwedischen Geschichte noch mit der Geschichte der baltischen Kreuzzüge besonders gut auskenne, haben mich eventuelle Unrichtigkeiten und Ungereimtheiten natürlich nicht gestört. Ich habe aber auch nicht den Eindruck, dass mein ohnehin etwas nebulöses Bild von der schwedischen Geschichte durch dieses Buch negativ beeinflusst wurde.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von timediver® HALL OF FAME REZENSENT TOP 100 REZENSENT
Format:Taschenbuch
"Wenn du dein Schwert ziehst, denke nicht daran, wen du töten, sondern wen du schonen kannst."
(Arn Magnusson)

Im Sommer des Jahres 2001 hat timediver® mit "Die Krone von Götaland" gerade den letzten Band von Jan Guillous Trilogie um den Tempelritter Arn Magnusson und Cecilia Algotsdotter (Rosa) gelesen und rezensiert, als er in einem Stockholmer Schaufenster das soeben erschienene Sequel "Arvet efter Arn." entdeckt....

....2006, bzw. 2007 wird die epische Trilogie vom dänischen Regisseur Peter Flinth in zwei Teilen als "Arn - Tempelriddaren" und "Arn - Riket vid vägens slut" verfilmt. Im Februar 2009 werden beide, zusammen auf 128 Minuten gekürzte, Filme unter dem Titel "Arn - Der Kreuzritter" als deutschsprachige DVD veröffentlicht. Die komplette, 270 Minuten lange Fassung wird im Oktober 2009 als "ARN - Die TV Serie" nachgeschoben. Wohl im Zuge dieser DVD-Veröffentlichung publiziert der Heyne Verlag zwischen März und Oktober 2009 die Trilogie unter dem als "Der Kreuzritter - Aufbruch: Roman", "Der Kreuzritter - Verbannung: Roman" und "Der Kreuzritter - Rückkehr: Roman" neu....

....und veröffentlicht schließlich in deutscher Erstausgabe(!) dann im Juni 2010 schließlich den vierten Band als "Der Kreuzritter - Das Erbe"....

....dessen Prolog Jan Guillou mit der "Schlacht von Narunga" (Herrevadsbro) im Jahre 1251 und den Erinnerung seines Protagonisten Riksjarl Birger Magnusson beginnen lässt. Bereits hier nutzt der Autor historische Lücken für seine Fiktion geschickt aus. Während Magnus Miniskjöld und Ingrid Ylva Sunesdotter als Eltern von Birger (II.) Jarl überliefert sind, ist es fraglich, ob Bengt Snivil der Vater von Magnus Miniskjöld war. Guillou macht kurzerhand den Protagonisten seiner Trilogie, Arn Magnusson, zu dessen Vater und damit automatisch Birger Jarl zu dessen Enkel. Der historische Magnus Miniskjöld und die Romanfigur Arn Magnusson sind beide in, bzw. nach der Schlacht von Gestilren (17. Juli 1210) gestorben. Als Geburtsjahr von Birgel Jarl wird der Zeitraum zwischen 1200 - 1210 angenommen. Guillou lässt ihn jedoch schon als Kind und Confanonier der Folkungar bei Gestilren teilnehmen....

....und erzählt anschließend in vier Kapiteln seine Lebensgeschichte Birger Jarls. Hierbei vermeidet der Autor es, gleichzeitig Angaben zum Alter seines Protagonisten (z. B. bald 18, Seite 149) zu machen und Jahreszahlen (1216, S. 245) anzugeben. Dadurch schafft er sich einen zusätzlichen breiten Freiraum für seine Fiktionen. Von denen im ersten Kapitel "Die Zeit der Witwen" genannten Frauen ist lediglich Ingrid Ylva Sunesdotter von Bjelbo (um 1180er - 1250/1255) historisch belegt. Während Cecilia Algotsdotter(Rosa) und Emundsdotter Ulvhilde fiktive Gestalten sind, schweigen die Quellen in Bezug auf die Ehefrau König Knuts I., die Guillou schlicht als Cecilia Ulfsdotter (Blanca) bezeichnet. Die von Arn Magnusson gegründete Militärschule in Forsvik ist, ebenso wie die dortige Sarazenenkolonie, der Fantasie des Autors entsprungen.

Auch in den anderen drei Kapiteln "Die Zeit der Alten", "Die Zeit der Niedertracht" und "Die Zeit des Jarls" hat Guillou mitunter die historische Chronolgie verändert, wichtige historische Fakten verändert oder ganz weggelassen. 1220 eroberte der schwedische König Johann I. Sverkersson die Festung Leal/Lihula in Estland. Im Roman nimmt Birger Jarl nicht nur an diesem Eroberungsfeldzug gegen die "baltischen Heiden" teil, er trifft dort auch noch auf Ritter des "Schwertbrüderordens", deren Signum fälschlich als rotes Tempelritterkreuz, das von einem schwarzen Schwert durchbohrt wird (S. 317), beschrieben wird. Tatsächlich zeigte das Abzeichen des Ordens ein rotes Schwert unter einem Templerkreuz. Später wird lapidar erwähnt, dass "die Schwertbrüder von den wilden Litauern im Süden in Schach gehalten worden waren" (S. 358). Es fehlt jeglicher Hinweis darauf, dass die "Fratres miliciae Christi de Livonia" nach ihrer verheerenden Niederlage gegen die Litauer bei Schaulen (1237) in den Deutschen Orden eingegliedert wurden. Der "Ordo Teutonicus" hingegen wird an keiner Stelle im Roman erwähnt, obwohl dieser zusammen mit dem historischen Birger Jarl im Jahre 1256 versuchte, südlich des Finnischen Meerbusens einen Stützpunkt zu erreichten.

Auch bei den Unternehmungen in Finnland geht es drunter und drüber. Da heißt es, dass "vor zehn Jahren" (?) ein Aufstand in Tavastland mit Unterstützung Nowgorods stattfand" (S. 469) und "von Nowgorod die Heiden nach Westen vordringen und die Christen in Fennien (S. 532) bedrohen". 1249, anderen Quellen zufolge bereits 1239, hatte Birger Jarl einen "Kreuzzug nach Finnland" unternommen und Tavastehus gegründet. Hinsichtlich seiner Niederlage in der "Schlacht an der Newa" (15. Juli 1240) gegen Alexander Newski schweigt der Roman jedoch ebenso, wie zur Tatsache, dass die Nowgoroder (orthodoxe) Christen waren. König Knut II. Holmgersson "Lange till Sko" starb nicht in der Schlacht von Sparrysätra bei Enköping (S. 454), denn diese wurde erst 1247 geschlagen. Dort wurden vielmehr dessen Sohn Holmger Knutsson und andere Rebellen gegen König Erik XI. "läspe" besiegt. Auch eine Belagerung Lübecks durch Dänen (S. 479) ist den Annalen unbekannt.

Trotz aller Ungereimtheiten bietet der Roman einen spannenden Einblick in die frühe Geschichte des Königreiches Schweden. So ließ Birger Jarl die Einfahrt in den Mälaren (neue Stadt; S. 491) befestigen, so dass sich dort Stockholm zur Handelsstadt entwickeln konnte. 1248 zum Riksjarl ernannt, verhandelte er beim Provinzialkonzil von Skänninge mit dem päpstlichen Legaten Wilhelm von Modena, was u. a. die rechtliche Trennung von Kirche und Staat und die Einführung des Zölibat zur Folge haben sollte. Mit der Wahl des 12jährigen Sohnes Birger Jarls, Valdemar Birgersson, zum König von Schweden (S. 542), der 1250 tatsächlich jedoch erst sieben Jahre alt war, und dem Epilog mit dem Ausgang der Schlacht von Narunga (Herrevadsbro) schließt sich der Kreis der Romanhandlung.

In seinem Nachwort vergleicht Guillou die Verhältnisse im Schweden des 13. Jahrhunderts mit "mafiösen Strukturen", denen Birger Jarl mit der Einführung des Römischen Rechts und dem staatlichen Gewaltmonopol ein Ende setzte. Bis auf "Die Schauplätze des Buches" und eine schwarzweisse Karte (S. 6/7) werden leider keine Materialien geboten.

Unter Außerachtlassung der beschriebenen Mängel ist "Der Kreuzritter - das Erbe" ein mit Spannung zu lesender, mehr oder weniger historischer Roman, dem der Heyne Verlag dieses Attribut verwehrt hat. Er kann zwar auch als eigenständiger Teil gelesen werden, ist für timediver® jedoch der stärkste Teil der "Kreuzritter-Tetralogie" und mit 3,5 Amazonsternen zu bewerten.

Weitere Fortsetzungen dieses schwedischen Epos - ähnlich den französischen "Les rois mauditsDer Fluch aus den Flammen" von Maurice Druon oder "Fortune de France" von Robert Merle wären wünschenswert.
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