G. F. L. Stanglmeier hat sich bereits einen gefürchteten Namen als "Entzauberer" irreführender Informationspolitik im Kreise der Ägyptologen gemacht. Nun gelingt es ihm zusammen mit seinem Co-Autor erneut, das von anerkannten Fachleuten verzerrte Bild ägyptischer Geschichte und Ausgrabungen auf die wahren Fakten zu reduzieren. Es fällt schwer zu glauben, dass wir Manipulationen, geheimen Grabungen, verfälschten Informationen, unterschlagenen Artefakten im Alltag angeblich der Wissenschaft dienenden Archäologen begegnen!
Nach der Lektüre dieser spannend und leicht lesbaren Arbeit fällt es uns schwer, die richtigen Worte für diese "Bescherung" zu finden. Kein Wunder, dass die von den Autoren vorgestellten Beispiele weniger das Vertrauen in die Wissenschaft als viel mehr das Misstrauen gegenüber einer der Wissenschaft verschriebenen Zunft stärken.
Diese Arbeit entpuppt sich als brisantes Sachbuch wie als Thriller. Die Autoren laden zu einer nervenaufreibenden Reise quer durch die ägyptische Geschichte und Archäologie ein. Weil die Lektüre mehr Fragen öffnet als sich Antworten einstellen, wartet die Leserschaft sicher ungeduldigt auf den nächsten Titel dieser Autoren, um neuen, dem "Schlamm der Wissenschaft" entrissenen Erkenntnissen zu begegnen.