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Der Konsum der Romantik: Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus (suhrkamp taschenbuch wissenschaft)
 
 
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Der Konsum der Romantik: Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus (suhrkamp taschenbuch wissenschaft) [Taschenbuch]

Eva Illouz , Andreas Wirthensohn
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 343 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 4 (26. November 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 351829458X
  • ISBN-13: 978-3518294581
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 40.262 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Eva Illouz
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

3sat: Entzauberung der Liebe "Wir sind auf einem gewagten Parforce-Ritt durch die Geschichte eines Mythos voller Paradoxien! Eva Illouz beschreibt ein permanentes Spannungsverhältnis. Der Kapitalismus hat die Liebe kolonialisiert."

07.10.2003 / Frankfurter Allgemeine Zeitung: Wir blickten über Paris, und dann der Eiffelturm "Ein theoriepolitisches Ereignis."

08.10.2003 / Frankfurter Rundschau: Küssen wie im Kino "Die überaus anregende und provokative Studie verbindet die Tugenden einer theoretisch versierten und materialgesättigten soziologischen Untersuchung und einer essayistisch-pointierten Kulturanalyse, die gleichwohl nie in überzogene Generalisierungen verfällt."

09.10.2003 / Die Zeit: Der Preis der Liebe "Der Studie gelingt eine Gratwanderung: Sie ist trotz ihrer abenteuerlichen Kompelxität höchst unterhaltsam."

16.10.2003 / Die Zeit: Die Redaktion empfiehlt "Ein Glanzstück der Sozialforschung."

23.10.2003 / Süddeutsche Zeitung: Er hat mir nie Blumen gebracht "Eva Illouz hat ein melancholisch-kluges Buch über das Schicksal der Liebe geschrieben ... Gedankenreich, anregend, gut lesbar auch dort, wo der wissenschaftliche Charakter zutage tritt."

27.11.2003 / Tages-Anzeiger: Wieso ist Wein romantischer als Bier? "Das Buch zeigt mit unbarmherziger Nüchternheit, wie sehr alles, was wir unserem ureigensten Erleben zuschreiben und für den Kern unserer Subjektivität halten, gesellschaftlich bestimmt und verfasst ist."

04.12.2003 / Die Zeit: ZEIT-Mitarbeiter empfehlen Bücher zu Weihnachten "Ein soziologisches Meisterstück über die heillose Verstrickung der modernen Liebe in die Tücken des Kapitalismus."

20.12.2003 / Der Spiegel: Klüger werden mit Eva Illouz "Woher kommt die Verquickung von Liebe und Geldausgeben?"

20.12.2003 / Wochenendbeilage der Stuttgarter Zeitung: Lebenslange Liebe jetzt günstiger, alles muss raus "Neugierig, erfrischend vorurteilsfrei, aber auch reichlich illusionslos leuchtet die Soziologin und Anthropologin Eva Illouz in ihrer in den USA preisgekrönten Studie das Gefühl aller Gefühle in Zeiten des allgegenwärtigen Kapitalismus aus."

23.12.2003 / Financial Times Deutschland: Kostspielige Romantik "Illouz' zentrale Frage lautet: Was ist aus der Idee der romantischen Liebe geworden, nachdem sie durch den Einsatz von Waren als Liebesträger in den Prozess der kapitalistischen Güterzirkulation einbezogen wurde?"

11.01.2004 / Der Spiegel: Die romantische Utopie "Eine brillante Studie."

12.01.2004 / Berliner Zeitung: Es sind die Rituale, für die man zahlt "Zum großen Wurf wird das Buch durch die Fragen, die es stellt, und durch den hellsichtigen Blick auf Widersprüche in Kultur und individuellem Verhalten, die der Leser an sich selbst kennt."

16.09.2004 / GEO: Romantik "Eine pointierte Analyse unserer Liebeskultur."

24.06.2005 / Freitag: Konsumier mir Liebe "Eine eindrucksvolle Studie." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Frankfurter Rundschau, 8. Oktober 2003

"Die überaus anregende und provokative Studie verbindet die Tugenden einer theoretisch versierten und materialgesättigten soziologischen Untersuchung und einer essayistisch-pointierten Kulturanalyse, die gleichwohl nie in überzogene Generalisierungen verfällt." -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .


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87 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Broschiert
Obwohl viele Soziologen den abgeschotteten Elfenbeinturm längst verlassen haben, hat ihre Arbeit noch immer den Ruch der wissenschaftlichen Selbstbefriedigung. Doch spätestens seit die französichen Kollegen den Alltag als Untersuchungsgegenstand entdeckten, hat sich die Soziologie emanzipiert. Mit der neuen Reihe "Frankfurter Beiträge zur Soziologie und Sozialphilosophie" will das Frankfurter "Institut für Sozialforschung" ein neues Kapitel seiner eigenen Geschichte aufschlagen. Und wenn die Mehrheit der im Campus Verlag erscheinenden Bücher so wie dieses ist, kann man sich nur freuen. Allerdings wünschte ich mir, dass der Verlag etwas weniger sparen und künftig auch Abbildungen drucken würde. Denn die Fussnote, dass in der deutschen Übersetzung keine Bilder zu finden sind, hat mich geärgert und ein Fünf-Stern-Buch verhindert. Ich meine nicht, dass alle Quellen auch abgebildet werden müssten. Aber dort, wo die Verständlichkeit des Textes mangels Anschaulichkeit nicht mehr gegegeben ist, wird dies dies zum grossen Ärgernis.

Die Autorin hat eine Professur für Soziologie und Anthropologie in Jerusalem. Zu ihren Spezialgebieten gehören die Emotionen, die Konsumgesellschaft und die Medienkultur. Dieses Wissen bildet eine hervorragende Basis, um kompetent über die Liebe und deren kulturelle Widersprüche im postmodernen Kapitalismus zu schreiben. Das macht die Autorin so anschaulich, fundiert und verständlich, dass ihr Buch in den USA mit einem Preis ausgezeichnet wurde. (Wahrscheinlich ein Fassung mit Abbildungen) Eva Ilouz zeigt auf, wie die Massenkultur unser Bild einer romantischen Liebe geprägt hat, wo dieses Bild mit der modernen Warenwelt ein profitables Zweckbündnis eingeht und weshalb die Mittelschicht weniger unter den Widersprüchen zur kalten, rationalisierten Ökonomie leidet.

Beim Thema Liebe einen kühlen Kopf zu bewahren und nicht einfach alte Klischees zu erneuern, ist nicht einfach. Der Autorin ist dieses Kunstwerk jedoch geglückt. Sie beruft sich bei ihren Hypothesen auf Materialien, die einer wissenschaftlichen Überprüfung standhalten und bei den Lesern eigene Erinnerungen wecken. Und wenn Eva Illouz andere Autoren zitiert, merkt man, dass sie sich intensiv mit den Werken ihrer Fachkollegen auseinandergesetzt hat. Es ist nicht zuletzt dieser Mix aus amerikanischen Lebensbiografien und europäischen Untersuchungen, die mich faszinierten. Die Schlüsse, die Eva Illouz bei den einzelnen Themenbereichen zieht, sind auch für Nichtsoziologen überaus interessant, zum Beispiel für Werber, Medienwissenschaftler oder für die Gender-Forscher.

Wer nach der Lektüre noch immer glaubt, die Liebe sei ein universelles Gefühl, das immer und überall gleich betrachtet werde, mit der Ökonomie nicht zu tun habe und sich nicht um gesellschaftliche Klassen kümmere, hat entweder ein anderes Buch gelesen oder möchte einfach an seinen alten Überzeugungen festhalten. Wer weshalb bei Befragungen schummelt, wird beim Lesen ebenfalls klar. Allein solche Aha-Erlebnisse lohnen die Lektüre, die übrigens auch ohne soziologisches Spezialwissen zu leisten ist.

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Kritischer Leser VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Eva Illouz (* 1961) ist Soziologin und Professorin an der Hebräischen Universität Jerusalem. Der Buchtitel "Der Konsum der Romantik. Liebe und die kulturellen Widersprüche des Kapitalismus" lässt zwei Deutungen zu. Einmal könnte man darunter verstehen, dass die Romantik wie ein Produkt oder eine Dienstleistung konsumiert wird. Dann wäre ein anderes Verständnis des Titels, dass innerhalb romantischer (Liebes-)Vorstellungen Güter und Dienstleistungen konsumiert werden. Beides wird im Buch angesprochen. Schwerpunkt ist die Verknüpfung von Güterkonsum mit der sogenannten romantischen Liebe. Die romantische Liebe wird heute - so eine Folgerung von Illouz - symbolisch durch den Konsum von Güter und Dienstleistungen ausgedrückt und sei nicht davon zu trennen. Dies wäre aber den betreffenden Personen meist nicht bewusst oder es würde verdrängt werden.

Doch zuerst zu einem Ärgernis. Unter dem Kapitel "Codes verlieren an Kraft" werden Interviews angeführt, bei denen die Interviewpartner/innen um Ihre Meinung zu Fotografien und Werbebilder gebeten werden. Man sucht dann auf den folgenden Seiten, wo wohl diese Bilder zu sehen sind und sucht vergebens. Als Fußnote steht dann auf S. 128 kleingedruckt: "Die verwendeten Fotografien sind in der deutschen Ausgabe nicht abgedruckt (die Hrsg.)". Hier hat das deutsche Lektorat etwas geschlafen oder/und der Verlag an der falschen Stelle gespart. Bei einer soziologischen Studie - die dieses Buch ist - darf man erwarten, dass solche Nachlässigkeiten nicht passieren.

Auf den ersten Seiten erläutert Illouz, wie sie vorgegangen ist. Sie hat nicht, wie vielfach üblich, mit Fragebogen gearbeitet, diese statistisch ausgewertet und dann Schlüsse gezogen. Stattdessen wurden Werbebilder, Kinofilme, Romane, Ratgeber ausgewertet und viele Interviews mit zufällig ausgewählten (US-amerikanischen) Personen geführt. Denn Illouz meint (S. 46): "Kultur lässt sich nicht mit Wahrscheinlichkeitsrechnungen fassen". Vielleicht genau deshalb hebt sich das Buch bzw. die Studie von andern ab. Es war der Autorin möglich, Interpretationen zu geben und Schlüsse zu ziehen, die nicht von mancher Pseudogenauigkeit statistischer Ergebnisse und scheinbaren Kausalitäten angekränkelt sind.

Es ist empfehlenswert, zuerst den Schluss zu lesen (ab S. 315: "Schluss: Ein Happy End?"). Dort fasst Illouz ihre Erkenntnisse zusammen. S. 320: "Es gibt keine absoluten oder universellen Normen, nach denen sich die Formen, die die Liebe annimmt, bewerten lassen." S. 321: "Ehe und Liebe sind der nüchternen Überlegtheit ökonomischen Handelns und der rationalen Suche nach Selbstbefriedigung und Gleichberechtigung unterworfen." S. 322: "Ich behaupte, dass die Fähigkeit, eine Liebe im authentischen Sinne zu leben, denjenigen vorbehalten bleibt, deren Leben nicht von `Notwendigkeit` geprägt ist." Nun ist man gespannt, wie Illouz zu diesen Schlüssen kommt und wäre motiviert, von vorn zu beginnen. Das Vorwort und könnte man vorerst übergehen und gleich auf Seite 52 beginnen mit: "Als die Liebe auf den Markt traf". Der Schreibstil ist nicht immer sehr flüssig. Es wimmelt manchmal von Substantiven und professoralen Wendungen. Aber die Erkenntnisse sind allesamt höchst interessant. Abwechslungs-und aufschlussreich sind die vielen wörtlichen Zitate der Interviewpartner zu verschiedenen Fragen und Themen.

Der Sach- und Personen-Index ist mit nur drei Seiten etwas knapp geraten. Dafür umfasst das Literaturverzeichnis beachtliche zwölf Seiten. Wenn wirklich diese umfangreiche Literatur berücksichtigt worden ist, dann zeugt dies auch von der außerordentlicher Fleißarbeit der Autorin. Da das Buch eine Übersetzung aus dem (US-amerikanischen) Englisch ist, sind allerdings fast nur englischsprachige Autoren genannt.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessantes Buch 17. August 2011
Format:Taschenbuch
Allerdings tat ich mir mit der These schwer, nachder der Konsum die Emanzipation der Frauen vorangetrieben hat, oder das Liebesleben der einfachen Menschen bereichert. Ich denke wir sind eher alle ärmer geworden, weil wir vergessen haben, dass es auch Freizeit ohne Konsum gibt.

Es fehlen in der Übersetzung die Bildtafeln welche die Befragungen anschaulich machen!
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