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Der Komet: Roman Gebundene Ausgabe – 14. Februar 2013


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Galiani-Berlin (14. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869710675
  • ISBN-13: 978-3869710679
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (36 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 177.241 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hannes Stein, geboren 1965 in München, aufgewachsen in Salzburg. Er ist Publizist. In Berlin schrieb er für die Frankfurter Allgemeine Zeitung , den Spiegel und Die Literarische Welt . Im Sommer 2007 ist er nach New York ausgewandert, wo er als Journalist und Autor lebt. Bei Galiani Berlin erschien von ihm Tschüss Deutschland. Aufzeichnungen eines Ausgewanderten.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Belles Leseinsel TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 16. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe
... es den 1. Weltkrieg nie gegeben hätte und somit auch nicht den 2. Weltkrieg wie auch den Kalten Krieg?

Deutschland lebt in einer kaiserlichen Monarchie, ist in Sachen moderner Technologie und Kultur führend, die Weltsprache ist Deutsch. Wien und das k. u. k.-Reich sind der Nabel der Welt. Juden, Muslime und Christen leben friedlich miteinander und der Mond wurde von den Deutschen kolonisiert. Amerika ist mehr noch ein Hinterwäldlerstaat, der langsam erst den Anschluss an das alte Europa findet. Ein friedliches, harmonisches Leben, dem dennoch die Katastrophe droht. Ein Komet ist auf Kollisionskurs zur Erde, seine Flugbahn kann nicht verändert werden, der Einschlag soll in wenigen Monaten erfolgen.

Was für eine interessante wie auch wunderbare Vorstellung: Ein einziges Entscheidung wird anders getroffen und schon hat dies immense Auswirkungen auf das weitere Weltgeschehen. „I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus.“ Dies ist der Schlüsselsatz, gesprochen vom österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo.

Hannes Steins utopischer Roman, der wie ein Märchen anmutet, spielt Ende der 1990er Jahre in Wien. Friedlich leben hier Christen und Juden miteinander, Rabbiner und Kardinäle führen philosophische Gespräche, der Wiener Schmäh ist an jeder Ecke zu spüren, Kultur ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens, literarische Salons sind bei den Wienern sehr beliebt, selbst der ärmste Bauer hat noch ein gutes Auskommen und mit seinem Kaiser ist man ebenfalls glücklich. In dieser Welt lebt der etwas naive junge Alexej von Repin, der eine Liaison mit der Gesellschaftsdame Barbara Gottlieb beginnt, deren Mann als Hofastronom gerade auf dem Mond weilt.
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20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von M. Lehmann-Pape am 7. März 2013
Format: Gebundene Ausgabe
„Viel Aufhebens wurde bei jenem Empfang darum gemacht, dass bald der erste Kandidat aus den Kolonialgebieten – eins schwarzer Mann von der Insel Martinique – den Eid auf das wichtigste Amt der französischen Republik ablegen würde“.

Ja, das sind schon Probleme im Europa des 21. Jahrhunderts. Ist die Welt nicht in rasendem Wandel begriffen? Hat da nicht sogar da hinten im „Hinterwald“ des Herzogtums Finnland ein Eingeborener eine Art tragbares Telefon erfunden? Und jetzt ein „Schwarzer“ aus den Kolonien (die natürlich in jedem Großreich alle noch existieren!).

Was aber letztendlich doch nicht wirklich interessiert in dieser gemächlichen Kaffeehauswelt Wiens. In einer Romanwelt, in der so vieles nicht stattgefunden hat, was in der Realität die Welt aus den Fugen warf. Der erste Weltkrieg? Aber nein, Franz Ferdinand ist rechtzeitig aus Sarajewo abgereist. Der zweite Weltkrieg? Gar kein Bedarf, war doch alles in bester Ordnung. Der Holocaust? Niemals. Eine Welt, in der der „Almdudler“ den Siegeszug als Getränk angetreten hat, nicht irgendeine Cola aus dem ungeschliffenen Amerika.

Deutschland der Erzfeind? Auch nicht. Nach 1871 gab es keine großen Kriege mehr, jedes der Reiche lebt so vor sich hin. Allerdings, eines muss man den überheblichen und leicht ungehobelten Preußen lassen. Da das Rüsten zu nichts führte, hat man doch tatsächlich 1945 den Mond in Beschlag genommen und eine Kolonie gegründet.

Eine Welt somit, die dem langsamen Fortschritt frönt, den Tag zu genießen gedenkt. So wie Alexej von Repin, russischer Student in Wien, immer knapp am Limit mit seinem Geld, der eingeführt wird in die „Welt des literarischen Salon“ bei Barbara Gottlieb.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Matthias Pusch am 6. April 2013
Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Das Buch schildert in sehr schöner Sprache (wie ich finde) wirklich seltsame Ereignisse. Europa wird durch Monarchien regiert und die beiden Weltkriege haben nicht stattgefunden. Eine wunderbare Idee, mit teilweise grotesken Arabesken. Ich habe das Buch selbst auf eine Empfehlung hin gekauft und würde es wieder tun. Herrlich.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von müllerslieschen am 18. Februar 2013
Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
"Der Komet" ist sicher nicht das beste Buch, es gehört aber zu den schönsten Büchern, die ich je gelesen habe. Die Welt, die in dem Buch evoziert wird, ist ein Sehnsuchtsort, ein weichgezeichnetes altes Europa, das noch immer das Zentrum der Welt ist, und dessen "Hauptstadt" und kulturelles Zentrum - natürlich! - das habsburgische Wien ist. Dieses Europa ist gemütlich wie ein Wiener Kaffeehaus, es ist niemals von Weltkriegen verheert worden, es hat niemals Konzentrationslager gegeben. Die Österreicher, die ihren Kaiser lieben, sind für Kultur und Hinterfotzigkeit zuständig, die Deutschen, die in ihre junge Kaiserin ganz vernarrt sind, sind führend in Wissenschaft und Technik und werden von den Österreichern wegen ihres Mangels an Lebensart ein bisschen verachtet, das russische Zarenreich schläft wie gehabt seinen ewig währenden Schlaf, die Engländer schlagen sich wie gehabt mit ihren Kolonien herum, die mehr kosten, als der ganze Bettel einbringt, die Franzosen sind (nach einhelliger Meinung: absurderweise) stolz darauf, die einzige europäische Republik (neben der Schweiz und San Marino) zu sein. Das zionistische Projekt in Palästina kommt nicht recht voran, weil die europäischen Juden keine Lust darauf haben, ihre geliebte Heimat zugunsten irgendeiner orientalischen Wüste aufzugeben. Es ist ein modernisiertes altes Europa mit Klapprechner, Elektropost, Elektromobilien, Silberscheiben, superschnellen Düsenzügen, Mondtourismus. Die alten Konflikte sind im Jahr 2000, um das herum das Buch spielt, seit mehr als einem Jh. tot und begraben.

Man taucht in diese Welt, die vom Autor vollkommen glaubhaft erschaffen wird, ein und denkt beim Lesen ständig: so hätte es sein können.
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