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Der Komet: Roman [Gebundene Ausgabe]

Hannes Stein
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

14. Februar 2013
»I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus.« Der Erste Weltkrieg hat nicht stattgefunden, Amerika ist Kontinent der Hinterwäldler: In diesem Roman gibt es keine Anglizismen, keine amerikanischen Erfindungen und keinen Krieg. Dafür ein Europa voller Juden, den Mond als deutsche Kolonie und Wien als Zentrum der Welt. »I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus« lautet der Schlüsselsatz dieses Buches – denn damit fällt in Hannes Steins Roman Der Komet der Erste Weltkrieg aus. Gesprochen wird der Satz vom österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo, wo gerade jemand versucht hat, eine Bombe auf Franz Ferdinand zu werfen.Das hat natürlich Folgen: denn ohne den Ersten Weltkrieg gibt es auch keinen Zweiten und keinen Kalten Krieg, keine Entkolonialisierung und keine Kollision mit dem Islam. Die europäischen Staaten versuchen ihre komplizierte Machtbalance zu erhalten – augusteischer Frieden herrscht auf der Welt.Amerika ist ein zurückgebliebener Kontinent voller Cowboys, Goldgräber und Hinterwäldler; Europa bleibt das vorherrschend von Monarchen regierte Maß aller Dinge.Vor allem: Das liebenswerte, etwas bräsige k.u.k.-Reich mit seiner Hauptstadt Wien ist und bleibt der Nabel der Welt.Hier, in der Hauptstadt des Vielvölkerreichs, dieser Stadt voller Juden, Psychoanalytiker und Wiener Schmäh, spielt Hannes Steins erster Roman. In dieser Szenerie lässt er seinen jungen und etwas tumben Protagonisten eine Liaison mit einer Gesellschaftsdame eingehen, deren Mann gerade auf dem Mond weilt (eine deutsche Kolonie, wo der Österreicher in seiner Eigenschaft als k.u.k.-Hofastronom aber arbeiten darf ). Die Nachrichten allerdings, die er von dort sendet, sind dramatisch. Ein Komet rast auf Kollisionskurs auf die Erde zu und soll in wenigen Monaten dort einschlagen.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: Galiani-Berlin; Auflage: 3 (14. Februar 2013)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3869710675
  • ISBN-13: 978-3869710679
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 13,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (32 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 144.913 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hannes Stein, geboren in München, aufgewachsen in Österreich, lebt, seit er eine Greencard gewonnen hat, mit Frau und Kind in Amerika. Neben seiner Tätigkeit als Kulturjournalist für diverse Medien (FAZ, Spiegel, Die Welt – deren New York-Korrespondent er gerade ist), schrieb er einige Bücher, u. a. Endlich Nichtdenker, Immer Recht haben! und zusammen mit Norman Manea Gespräche im Exil.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was hätte sein können.... 7. März 2013
Format:Gebundene Ausgabe
„Viel Aufhebens wurde bei jenem Empfang darum gemacht, dass bald der erste Kandidat aus den Kolonialgebieten – eins schwarzer Mann von der Insel Martinique – den Eid auf das wichtigste Amt der französischen Republik ablegen würde“.

Ja, das sind schon Probleme im Europa des 21. Jahrhunderts. Ist die Welt nicht in rasendem Wandel begriffen? Hat da nicht sogar da hinten im „Hinterwald“ des Herzogtums Finnland ein Eingeborener eine Art tragbares Telefon erfunden? Und jetzt ein „Schwarzer“ aus den Kolonien (die natürlich in jedem Großreich alle noch existieren!).

Was aber letztendlich doch nicht wirklich interessiert in dieser gemächlichen Kaffeehauswelt Wiens. In einer Romanwelt, in der so vieles nicht stattgefunden hat, was in der Realität die Welt aus den Fugen warf. Der erste Weltkrieg? Aber nein, Franz Ferdinand ist rechtzeitig aus Sarajewo abgereist. Der zweite Weltkrieg? Gar kein Bedarf, war doch alles in bester Ordnung. Der Holocaust? Niemals. Eine Welt, in der der „Almdudler“ den Siegeszug als Getränk angetreten hat, nicht irgendeine Cola aus dem ungeschliffenen Amerika.

Deutschland der Erzfeind? Auch nicht. Nach 1871 gab es keine großen Kriege mehr, jedes der Reiche lebt so vor sich hin. Allerdings, eines muss man den überheblichen und leicht ungehobelten Preußen lassen. Da das Rüsten zu nichts führte, hat man doch tatsächlich 1945 den Mond in Beschlag genommen und eine Kolonie gegründet.

Eine Welt somit, die dem langsamen Fortschritt frönt, den Tag zu genießen gedenkt. So wie Alexej von Repin, russischer Student in Wien, immer knapp am Limit mit seinem Geld, der eingeführt wird in die „Welt des literarischen Salon“ bei Barbara Gottlieb.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was wäre, wenn es ... 16. Februar 2013
Von Belle's Leseinsel TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
... es den 1. Weltkrieg nie gegeben hätte und somit auch nicht den 2. Weltkrieg wie auch den Kalten Krieg?

Deutschland lebt in einer kaiserlichen Monarchie, ist in Sachen moderner Technologie und Kultur führend, die Weltsprache ist Deutsch. Wien und das k. u. k.-Reich sind der Nabel der Welt. Juden, Muslime und Christen leben friedlich miteinander und der Mond wurde von den Deutschen kolonisiert. Amerika ist mehr noch ein Hinterwäldlerstaat, der langsam erst den Anschluss an das alte Europa findet. Ein friedliches, harmonisches Leben, dem dennoch die Katastrophe droht. Ein Komet ist auf Kollisionskurs zur Erde, seine Flugbahn kann nicht verändert werden, der Einschlag soll in wenigen Monaten erfolgen.

Was für eine interessante wie auch wunderbare Vorstellung: Ein einziges Entscheidung wird anders getroffen und schon hat dies immense Auswirkungen auf das weitere Weltgeschehen. „I bin doch ned deppat, i fohr wieder z’haus.“ Dies ist der Schlüsselsatz, gesprochen vom österreichischen Thronfolger am 28. Juni 1914 in Sarajewo.

Hannes Steins utopischer Roman, der wie ein Märchen anmutet, spielt Ende der 1990er Jahre in Wien. Friedlich leben hier Christen und Juden miteinander, Rabbiner und Kardinäle führen philosophische Gespräche, der Wiener Schmäh ist an jeder Ecke zu spüren, Kultur ist ein wichtiger Bestandteil des Lebens, literarische Salons sind bei den Wienern sehr beliebt, selbst der ärmste Bauer hat noch ein gutes Auskommen und mit seinem Kaiser ist man ebenfalls glücklich. In dieser Welt lebt der etwas naive junge Alexej von Repin, der eine Liaison mit der Gesellschaftsdame Barbara Gottlieb beginnt, deren Mann als Hofastronom gerade auf dem Mond weilt.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lustig und schön geschrieben 6. April 2013
Format:Kindle Edition|Von Amazon bestätigter Kauf
Das Buch schildert in sehr schöner Sprache (wie ich finde) wirklich seltsame Ereignisse. Europa wird durch Monarchien regiert und die beiden Weltkriege haben nicht stattgefunden. Eine wunderbare Idee, mit teilweise grotesken Arabesken. Ich habe das Buch selbst auf eine Empfehlung hin gekauft und würde es wieder tun. Herrlich.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das alte Europa als Sehnsuchtsort 18. Februar 2013
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
"Der Komet" ist sicher nicht das beste Buch, es gehört aber zu den schönsten Büchern, die ich je gelesen habe. Die Welt, die in dem Buch evoziert wird, ist ein Sehnsuchtsort, ein weichgezeichnetes altes Europa, das noch immer das Zentrum der Welt ist, und dessen "Hauptstadt" und kulturelles Zentrum - natürlich! - das habsburgische Wien ist. Dieses Europa ist gemütlich wie ein Wiener Kaffeehaus, es ist niemals von Weltkriegen verheert worden, es hat niemals Konzentrationslager gegeben. Die Österreicher, die ihren Kaiser lieben, sind für Kultur und Hinterfotzigkeit zuständig, die Deutschen, die in ihre junge Kaiserin ganz vernarrt sind, sind führend in Wissenschaft und Technik und werden von den Österreichern wegen ihres Mangels an Lebensart ein bisschen verachtet, das russische Zarenreich schläft wie gehabt seinen ewig währenden Schlaf, die Engländer schlagen sich wie gehabt mit ihren Kolonien herum, die mehr kosten, als der ganze Bettel einbringt, die Franzosen sind (nach einhelliger Meinung: absurderweise) stolz darauf, die einzige europäische Republik (neben der Schweiz und San Marino) zu sein. Das zionistische Projekt in Palästina kommt nicht recht voran, weil die europäischen Juden keine Lust darauf haben, ihre geliebte Heimat zugunsten irgendeiner orientalischen Wüste aufzugeben. Es ist ein modernisiertes altes Europa mit Klapprechner, Elektropost, Elektromobilien, Silberscheiben, superschnellen Düsenzügen, Mondtourismus. Die alten Konflikte sind im Jahr 2000, um das herum das Buch spielt, seit mehr als einem Jh. tot und begraben.

Man taucht in diese Welt, die vom Autor vollkommen glaubhaft erschaffen wird, ein und denkt beim Lesen ständig: so hätte es sein können.
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Die neuesten Kundenrezensionen
4.0 von 5 Sternen Für K.u.K.-Nostalgisten eine literarische Streicheleinheit
Hannes Stein war mir bisher ein Begriff als kosmopolitischer und streitbarer Journalist, mit Schwerpunkt Judentum, Liberalismus, USA, Weltpolitik, Geschichte, Habsburg, ect.. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Peter Mueller veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Köstlich
Dieses Buch ist eine Perle. Sehr kurzweilig und lustig geschrieben, zahllose Anspielungen auf Prominente die unser alltägliches Leben "bereichern", aber auch weise und zum... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Napoleone veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Langweilig
Ich muss gestehen, ich bin über die ersten 50 Seiten nicht hinausgekommen. Mich hat die Kurzbeschreibung des Buches sehr gereizt und denke man hätte daraus einiges machen... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Conny veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gschlampert, gschlampert
Witzige Idee, völlig missratene Umsetzung. Wie hätte sich die Geschichte entwickelt, wenn dies und jenes nicht geschehen wäre? Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Floetelei veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Gschamsta Diener!
Herrlich! Eine interessante Geschichte mit genügend Fußnoten, um sich auch an Insiderwissen zu amüsieren, bzw. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Bettina Weber veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Wien wäre weitaus mehr...
Die Idee des Buchs ist großartig, es ist schön geschrieben, ein bisschen kauzig und leider auch ein bisschen fad. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Leseratte veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Leider völlige Zeitverschwendung
Was habe ich mich auf dieses Buch gefreut. Denn die Idee ist wirklich grandios. Allerdings: Die Umsetzung ist
schlicht und ergreifend katastrophal. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Jeannette Lange veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannende alternative Geschichte
Spannend geschrieben mit Querverweisen auf die "Realgeschichte" und Verknüpfungen (Träume) mit derselben. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Schall, Bastian veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Respekt und Vielen Dank
Den Respekt und den Dank nötigt mir als historisch interessierten Österreicher die intensive Recherche ab, die hinter diesem Roman steckt. Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Sabellicus veröffentlicht
1.0 von 5 Sternen Tolle Idee, miserable Umsetzung.
Tolle Idee, miserable Umsetzung.

Das Fazit zuerst: Der Komet ist ein Buch, das dem nach kurzzeitiger Unterhaltung lechzendem Leser eventuell gefallen könnte,... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Mathias veröffentlicht
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