Sicher ist es manchmal nicht einfach, einen Film in einem Genre zu fassen. Hier ist es klar. Thriller!!!
Und was für einer!
Leider gelingen heute selten so gute Thriller.
Aber dieser entschädigt für etliche schlechte Thriller, die man sich angetan hat.
Die damalige Neuentdeckung Angelina Jolie (31) überrascht durch eine überzeugende Leistung. Ihre Rolle als die junge Polizistin Amelia Donaghi,
die dem querschnittsgelähmten Lincoln Rhyme (Denzel Washington,53), einem im Dienst befindlichen genialen Polizisten,
bei der Suche nach einem Serienkiller behilflich ist, indem er "durch" sie bzw. sie "für" ihn handelt, füllt sie überzeugend aus.
Denzel, dem in dieser Rolle nur sein Kopf zur Verfügung steht, gibt eine absolut überzeugende und überwältigende
Leistung ab. Wenn man ihn sieht, so sieht man tatsächlich einen genialen, an einen Bett gefesselten, Menschen.
Zu erwähnen ist sicher Ed O`Neill (61), der als Dedective Paulie Sellitto eine so gute Figur macht,
dass Al Bundy sofort vergessen wird. Und dies ist unverzichtbar, damit man ihm die Rolle auch abnimmt.
Wie oben angedeutet: Bis zum Ende darf man über den Killer spekulieren.
Ob man richtig lag, sieht man am Ende des Films.
Noch eins: Die Behauptung, der Film sei unschlüssig, ist völlig falsch.
Sicher wird nicht jede Frage ihre Antwort haben. Aber im ganzen hat der
Film einen nachvollziehbaren Strang.
Warum alles um die Jahrhundertwende? Warum dieses? Warum jenes?
Nun, wenngleich hierfür befriedigende Antworten zu finden sind, so ist doch festzuhalten, dass dies ein Film ist und kein Logikkurs.
Die DVD mit seinen Extras, z.B. informativer Kommentar des Produzenten, ist gelungen.
Jedem Thriller-Fan dringlichst ans Herz gelegt.