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Der Klient: Roman
 
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Der Klient: Roman [Taschenbuch]

John Grisham
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (38 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

John Grisham gehört derzeit nicht nur in den USA zu den erfolgreichsten Autoren. Hinter vorgehaltener Hand wird gemunkelt, daß er mit seinen drei Justiz-Thrillern allein in den vergangenen zwei Jahren 40 Millionen Mark verdient haben soll.

Auch sein Werk Der Klient, das mit einer Startauflage von 100.000 Exemplaren in die Buchhandlungen pusht, verspricht ein Megaseller unter den Bestsellern zu werden.

Er bleibt bei seinem Erfolgsrezept und siedelt die Romanhandlung wieder im Justiz-Milieu an. Kein Wunder, Grisham selbst hat langjährige Erfahrungen in dieser Branche gesammelt.

Rechtsanwältin Reggi bekommt mit dem elfjährigen Mark einen außergewöhnlichen neuen Mandanten. Als sie sich bereit erklärt, seinen Fall zu übernehmen, ahnt sie nicht, daß ihr junger Klient sich auf einen heiklen Kampf zwischen FBI und Mafia einläßt.

Für Mark fängt alles ganz harmlos mit einigen verbotenen Zigaretten an, die er zusammen mit seinem jüngeren Bruder in einem verborgenen Schlupfwinkel im Wald raucht. Die beiden Jungen beobachten aus ihrem Versteck eine große, dunkle Limousine, der ein dicker, schwitzender Mann entsteigt, einen Schlauch am Auspuff befestigt und fluchend wieder in sein Auto steigt. Mark, ein Junge, der einen Großteil seiner Bildung aus dem Fernsehen bezieht, ist sofort klar, was der Mann vorhat und er reagiert blitzschnell, um das tödliche Vorhaben zu vereiteln. Er rechnet allerdings nicht damit, daß er entdeckt wird und ehe er sich versieht, befindet er sich im Wageninneren und wird von dem Unbekannten mit einer Waffe bedroht, doch im Angesicht des Todes zählen Geheimnisse nicht mehr viel.

Auf diese abenteuerliche Weise gerät Mark an Informationen, die er besser nie gehabt hätte und die vor allem Kreise des FBI und der Mafia brennend interessieren. Der Junge befindet sich in einer schwierigen Position. Reggi, seine mit allen Wassern der Justiz gewaschene Anwältin, steht ihm mit Rat und Tat beiseite, doch Mark kann sein Geheimnis niemandem anvertrauen, denn jeder weitere Mitwisser befindet sich dann ebenso in tödlicher Gefahr. Und so schweigt er, solange er kann. Währenddessen fährt die Justiz schwere Geschütze gegen ihn auf und die Mafia schickt ihre Killer in seine Heimatstadt Memphis.

John Grisham ist mit dem Roman Der Klient ein guter Wurf gelungen. Er schildert auf sehr anschauliche und spannende Weise das Dilemma eines kleinen Jungen, der plötzlich nicht mehr weiß, was richtig und falsch ist und für den die Wahrheit tödlich sein kann.

Grisham hat die rechtlichen Möglichkeiten und Schritte exakt erarbeitet, seine Figuren haben im neuen Buch wieder mehr psychologischen Tiefgang erhalten, so daß es für den Leser ein wirklicher Genuß ist, den Tricks und Kniffs der sich gegenseitig belauernden, verfeindeten Parteien zu folgen.

Grisham hat die Gabe, seine Geschichte konsequent und logisch auszuführen, so daß sich der Leser mit diesem Schmöker eine gut gemachte, überaus spannende Unterhaltung gönnen kann. --Manuela Haselberger

Kurzbeschreibung

Der elfjährige aufgeweckte Mark beobachtet in der Waldeinsamkeit den Selbstmordversuch eines Mannes. Er will eingreifen, aber es ist zu spät. Der Mann, ein New Yorker Mafia-Anwalt, stirbt, nachdem er ein Geheimnis losgeworden ist: Er nennt den Ort, an dem ein ermordeter Senator vergraben liegt, dessen mutmaßlicher Mörder vor Gericht steht. Mark gerät in eine Zwickmühle: FBI und Staatsanwaltschaft setzen ihn unter Druck, damit er auspackt. Die Mafia ihrerseits versucht mit allen Mitteln, ihn am Reden zu hindern.

Über den Autor

John Grisham hat 23 Romane, ein Sachbuch, einen Erzählband und zwei Jugendbücher veröffentlicht. Seine Bücher wurden in 38 Sprachen übersetzt. Er lebt in Virginia und Mississippi.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Mark war elf und hatte schon seit zwei Jahren hin und wieder geraucht. Er hatte nie versucht, das Rauchen wieder aufzugeben; aber er hatte darauf geachtet, es nicht zur Gewohnheit werden zu lassen. Am liebsten rauchte er Kools, die Marke seines Ex-Vaters, aber seine Mutter rauchte Virginia Slims, zwei Schachteln am Tag, und in einer durchschnittlichen Woche konnte er zehn oder zwölf davon abzweigen. Sie war eine vielbeschäftigte Frau mit einer Menge Problemen und vielleicht ein wenig naiv, wenn es um ihre Söhne ging; ihr wäre nicht einmal im Traum eingefallen, daß ihr Ältester mit elf Jahren schon rauchen könnte. Gelegentlich verkaufte Kevin, der junge Gangster von der nächsten Straßenecke, Mark für einen Dollar eine gestohlene Schachtel Marlboros. Aber in der Regel war er auf die dünnen Zigaretten seiner Mutter angewiesen. Vier davon steckten in seiner Tasche, als er an diesem Nachmittag mit seinem achtjährigen Bruder Ricky den Pfad entlangging, der hinter ihrer Wohnwagensiedlung in den Wald führte. Ricky war nervös, weil es das erste Mal sein würde. Er hatte Mark dabei ertappt, wie er gestern die Zigaretten in einem Schuhkarton unter seinem Bett versteckte, und gedroht, es zu verraten, wenn sein großer Bruder ihm nicht beibrachte, wie man rauchte. Sie schlichen den Waldpfad entlang, unterwegs zu einem von Marks Geheimverstecken, an denen er viele einsame Stunden mit dem Versuch verbracht hatte, zu inhalieren und Rauchringe zu blasen. Die meisten anderen Jungen in der Nachbarschaft standen auf Bier und Pot, zwei Laster, vor denen Mark sich zu hüten gedachte. Ihr Ex-Vater war Alkoholiker; er hatte beide Jungen und ihre Mutter geschlagen, und das war immer nach seinen widerlichen Sauftouren geschehen. Mark hatte die Auswirkungen des Alkohols gesehen und gespürt. Und Drogen machten ihm angst. »Hast du dich verlaufen?« fragte Ricky, ganz der kleine Bruder, als sie den Pfad verließen und durch brusthohes Unkraut wateten. »Halt den Mund«, sagte Mark, ohne langsamer zu werden. Ihr Vater war nur zu Hause gewesen, um zu trinken, zu schlafen und sie zu mißhandeln. Jetzt war er fort, Gott sei Dank.Seit fünf Jahren war Mark für Ricky verantwortlich. Er kam sich vor wie ein elfjähriger Vater. Er hatte ihm beigebracht, wie man einen Football wirft und Rad fährt. Er hatte ihm erklärt, was er über Sex wußte. Er hatte ihn vor Drogen gewarnt und vor Rowdies beschützt. Und er fühlte sich miserabel, weil er ihn nun in ein Laster einführte. Aber es war nur eine Zigarette. Es hätte schlimmer kommen können. Das Unkraut hörte auf, und sie standen unter einem großen Baum; von einem dicken Ast hing ein Seil herab. Eine Reihe von Sträuchern begrenzte eine kleine Lichtung, und hinter ihr führte ein fast zugewachsener Feldweg zu einer Anhöhe hinauf. In der Ferne war der Verkehr auf dem Highway zu hören. Mark blieb stehen und deutete auf einen Baumstamm in der Nähe des Seils. »Setz dich hin«, sagte er, und Ricky ließ sich brav auf dem Stamm nieder und schaute sich ängstlich um, als fürchtete er, die Polizei könnte in der Nähe sein. Mark musterte ihn wie ein Stabsfeldwebel und holte eine Zigarette aus seiner Hemdtasche. Er hielt sie zwischen Daumen und Zeigefinger seiner rechten Hand und versuchte, sich ganz gelassen zu geben. »Du kennst die Regeln«, sagte er, auf Ricky herabschauend. Es gab nur zwei, und sie hatten sie im Laufe des Tages immer wieder diskutiert. Ricky hatte es satt, wie ein Kind behandelt zu werden.

Auszug

Mark war elf und hatte schon seit zwei Jahren hin und wieder geraucht. Er hatte nie versucht, das Rauchen wieder aufzugeben; aber er hatte darauf geachtet, es nicht zur Gewohnheit werden zu lassen. Am liebsten rauchte er Kools, die Marke seines Ex-Vaters, aber seine Mutter rauchte Virginia Slims, zwei Schachteln am Tag, und in einer durchschnittlichen Woche konnte er zehn oder zwölf davon abzweigen. Sie war eine vielbeschäftigte Frau mit einer Menge Problemen und vielleicht ein wenig naiv, wenn es um ihre Söhne ging; ihr wäre nicht einmal im Traum eingefallen, daß ihr Ältester mit elf Jahren schon rauchen könnte. Gelegentlich verkaufte Kevin, der junge Gangster von der nächsten Straßenecke, Mark für einen Dollar eine gestohlene Schachtel Marlboros. Aber in der Regel war er auf die dünnen Zigaretten seiner Mutter angewiesen. Vier davon steckten in seiner Tasche, als er an diesem Nachmittag mit seinem achjährigen Bruder Ricky den Pfad entlangging, der hinter ihrer Wohnwagensiedlung in den Wald führte. Ricky war nervös, weil es das erste Mal sein würde. Er hatte Mark dabei ertappt, wie er gestern die Zigaretten in einem Schuhkarton unter seinem Bett versteckte, und gedroht, es zu verraten, wenn sein großer Bruder ihm nicht beibrachte, wie man rauchte. Sie schlichen den Waldpfad entlang, unterwegs zu einem von Marks Geheimverstecken, an denen er viele einsame Stunden mit dem Versuch verbracht hatte, zu inhalieren und Rauchringe zu blasen. Die meisten anderen. Jungen in der Nachbarschaft standen auf Bier und Pot, zwei Laster, vor denen Mark sich zu hüten gedachte. Ihr Ex-Vater war Alkoholiker; er hatte beide Jungen und ihre Mutter geschlagen, und das war immer nach seinen widerlichen Sauftouren geschehen.
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