Larsson konnte sich offenbar nicht so richtig entscheiden, ob er einen Kriminalroman oder ein Buch übers Segeln schreiben wollte. Eine Mischung aus beidem ist ihm jedenfalls nicht ganz gelungen. Für die Landratten unter den Krimifans wird zu viel gesegelt, und ein Glossar zur Erklärung nautischer Begriffe wie "krängen" oder "Deckpeilung" wäre sinnvoll gewesen. Da das Buch in der Ich-Form geschrieben ist, hat man an einigen Stellen das Gefühl, dass der Autor sich gerne selbst produziert. Mehrmals stellt er in unterschiedlicher Form das große seglerische Können seines Helden heraus. Die Handlung verläuft ziemlich linear: Es gibt keine echten Überraschungen und die Hauptpersonen Ulf und Torben bekommen jede kritische Situation innerhalb weniger Seiten in den Griff. Davon abgesehen ist das Buch aber gut zu lesen, da es sehr flüssig geschrieben ist. Ebenfalls positiv: Der Autor verzichtet auf eine allzu lange Einleitung und versteht es, den Leser von Anfang an neugierig zu machen. Fazit: Wenn man mit dem Seglerjargon leben kann und keinen "Thrill" à la Stephen King braucht (wer tut das schon...), ist das Buch durchaus lesenswert. Drei Sterne.