Krieg zwischen Muslims und Christen, nein, nicht heute: Wir befinden uns in Spanien, die Zeit ist das 15. Jahrhundert. Jahrhunderte haben die Mauren ihre Vorherrschaft behauptet und Granada zu einem blühenden Zentrum der Wissenschaft entwickelt. Doch nun bröckelt die Macht, das christliche Heer kommt immer näher. Das ist das historische Tableau auf dem Wolf Kunik seine atemraubende Geschichte entwickelt. Sein Held, der Katalane Xavier de la Valle, gerät zwischen die Fronten beider Lager. Kunik gelingt es nicht nur eine absolut authentisch wirkende Atmosphäre aufzubauen, es gelingt ihm auch seine Leser darin einzufangen. Die Handlung lässt einen von der ersten Zeile an nicht mehr los. Herz, Schmerz, Intrigen laufen vor einem ab und am Ende schaut man atemlos zurück: Kunik ist etwas gelungen, was viele Autoren erreichen wollen, denen es aber selten gelingt: Das Buch bleibt in der Erinnerung haften. Das Buch hebt sich positiv heraus aus der Vielzahl historisch angehauchter Romane, die in den letzten Jahren den Literaturmarkt überschwemmt haben.