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Der Kapitalismus - Ein System, das funktioniert
 
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Der Kapitalismus - Ein System, das funktioniert [Gebundene Ausgabe]

Paul C. Martin , Walter Lüftl
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 456 Seiten
  • Verlag: Wirtschaftsverlag Langen-Müller/Herbig, München (1986)
  • ISBN-10: 3784471803
  • ISBN-13: 978-3784471808
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 4,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.003.715 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Origineller Ansatz 25. Juli 2003
Von Ein Kunde
Format:Broschiert
Aufbauend auf den Arbeiten von Gunnar Heinsohn und Otto Steiger entwirft P.C. Martin ein gänzlich neues Modell des Kapitalismus, das auf der Einsicht basiert: "Geld gehört nicht in die Welt der Sachen - Geld ist immer eine Forderung".

Dieses Modell liegt quer zu allen gängigen Ansätzen in der Ökonomie und ermöglicht eine ganze Reihe überraschender Einsichten, die die Lehrbuch-Ökonomen und Marxisten mit ihrem begrifflichen Instrumentarium übersehen müssen.

Martin macht keinen Hehl aus seiner Verachtung gegenüber den Mainstream-Ökonomen, doch sein arroganter Stil ändern nichts daran, daß seine eigene Alternative zwar eine Fülle origineller Ideen enthält, aber noch nicht wirklich sauber ausgearbeitet und zusammenhängend und nachvollziehbar dargestellt ist.

Dennoch: Gratulation an den Autor für sein Denken über den Mainstream hinaus und den Mut, mit dem seine neuen Gedanken verfolgt.

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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Debitismus 31. Juli 2006
Format:Broschiert
Paul C. Martin hat den richtigen Begriff für unser gängiges Wirtschaftssystem kreiert. Mit schonungsloser Offenheit und Klarheit lenkt er die Aufmerksamkeit des Suchenden auf den "blinden Fleck", der uns das Verständnis des kapitalistischen/debitistischen Wirtschaftssystems bislang verwehrte.

Auch wenn sein Stil und Ausdrucksweise bisweilen arrogant klingen mag, so ist er in Anbetracht des Stoffes und der Wichtigkeit, wie bisher Nichtigkeiten als Wissenschaft verkauft wurden, nicht unangebracht, sondern erheiternd und motivierend.

Wer über unser Wirtschaftssystem kompetent Auskunft geben möchte, sollte die von Paul C. Martin formulierten Ansätze kennen und verstanden haben.
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Staatsbankrott - na und? 4. Januar 2005
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Broschiert
Dr.Martin hüpft quirlig quer durch die ökonomischen Theorien der Weltgeschichte, von der Bibel über die Prostitution zu Adams, Marx, Keynes und zurück. Und der ehemalige stellv.Chefredakteur der Bild-Zeitung schreibt mit saloppen, eingängigen Parolen. Das ist lustig und interessant, und das Erstaunliche: überall erkennt er grundlegende Fehler bereits im Ansatz, die noch nie jemandem aufgefallen sind! Sogar bei der klassischen Angebots/Nachfrage-Kurve. Meist geht es um den immer gleichen Punkt: die Theorien würden die Zeit und die darin aufgelaufenen Zinsen vernachlässigen. Und das ist entscheidend, denn - durchaus korrekt - unser Kapitalismus wird durch Schulden angetrieben und ist laut Martin eigentlich ein Debitismus. Martin erklärt, dass die Zinseszins-Schraube die Schulden und damit die Geldmenge exponentiell immer schneller ansteigen lässt, weshalb es zwangsläufig zu Zusammenbrüchen kommen muss. Er analysiert im Wesentlichen den (kleinen) Crash von 1987, aber es wird in langen Zyklen immer auch die größeren Crashs mit Staatsbankrott wie den von 1929 geben. Allerdings muss man sich diesen Crash-Cycle wegen des sprunghaften Schreibstils leider etwas mühsam zusammen puzzeln, die Argumentation könnte klarer und stringenter sein.

Martins Grundansatz ist sehr interessant, doch sein Fazit widersprüchlich: Diese systemimmanenten Zusammenbrüche bedeuten jedes Mal die Pleite für Millionen Schuldner (und 1929 auch Hass und Krieg). Martin zeigt in seinem Buch, dass es eher nicht funktioniert und der Untertitel "Ein System, das funktioniert." scheint ironisch gemeint zu sein. Doch dem ist nicht so: für Martin sind die Crashs ganz normale, zu erwartende Korrekturen des Marktes, und seine Crash-Indikatoren (allen voran Arbeitslosigkeit und Staatsverschuldung) stehen auch 2004 auf Sturm. Alternativen sieht er komischerweise keine.

Dabei setzen genau hier alternative Modelle an. Nach meiner Meinung schmeißt Martin den Kapitalismus und das Zins-System in einen Topf. Anstatt in alle ökonomischen Theorien der Welt den Zins einzubauen, hätte ich mir von einem brillanten Experten wie ihm eher Vorschläge zu Alternativen ohne Crashs gewünscht.
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