Ich konnte ihn einfach nicht aus der Hand legen. Bis zum bitteren und/oder , sagen wir glücklichen Schluss. Der neue Krimi des „zur Zeit originellsten italienischen Krimiautors", legt man nicht einfach mehr aus der Hand, besonders nach dem Lesegenuss der ersten Seiten. Nach „Der grüne Leguan" ( 1999) und „Schutzengel" (2001) wuchs meine Neugier auf den nächsten Thriller von Carlo Lucarelli ins unermessliche. Lucarelli bedient sich im „Kampfhund" drei Erzählstränge, die zunächst parallel laufen und sich zum Schluss miteinander vereinen:
1. Vittorio ist Berufskiller, und der erinnert mich an den „Schakal" von Frederick Forsyth. Mit brillanter Präzision tötet er, wie ein abgerichteter Kampfhund. Er tötet, nicht nur weil er bezahlt wird, er tötet, weil er nicht anders kann, weil es sein Bedürfnis ist Menschen zu töten - gut und sicher zu töten. Sein Markenzeichen ist der Kampfhund. Wie bei dem „Schakal", hat ihn keiner jemals zu Gesicht bekommen, er hat in Laufe seines bewegten Lebens eine Meisterschaft in der Verkleidung und der Tarnung entwickelt. Er wechselt seine Identität nach Belieben und Auftrag. Kontakt bekommt man mit ihm nur per E-Mail - über das Internet. 2. Sein Gegnerin in diesem Buch ist Inspektorin der Mobile Grazia Negro und die ist spezialisiert auf die Jagd nach untergetauchten Verbrechern. So verläuft das Leben - bis eine endlose Serie von Verbrechen beginnt. 3. Alessandro, ein Student im falschen Chat schnüffelt. Die Jagd auf den Kampfhund beginnt - und endet ... - aber das wird nicht verraten. Mit ausgeklügelten stilistischen Tricks und einer immer mehr wachsender Spannung hat mir Carlo Lucarelli wieder ein exelendes Lesevergnügen verschafft - weiter so !!!