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Der Kalte Krieg 1947-1991: Geschichte eines radikalen Zeitalters [Gebundene Ausgabe]

Bernd Stöver
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

2010
Die große Gesamtdarstellung des Kalten Krieges
Das atomare Wettrüsten und der Wettlauf ins All, der Krieg der Geheimdienste und Stellvertreterkriege in der Dritten Welt, die Angst vor Kommunisten hier und die Jagd auf bourgeoise Elemente da: Der Kalte Krieg wurde weltweit und auf allen Ebenen geführt: militärisch, politisch, wirtschaftlich und kulturell. Bernd Stöver beschreibt in dieser meisterhaften histoire totale erstmals umfassend den Dauerkonflikt, der mit dem Zerfall der Sowjetunion endete, aber trotzdem, so das Fazit, keine Sieger kennt.Der Kalte Krieg ist Vergangenheit, aber erst jetzt zeichnet sich ab, was er für die Welt bedeutet hat: Ein halbes Jahrhundert lang hat die Angst vor dem Atomkrieg die Politik bestimmt. Weit über hundert Kriege außerhalb Europas haben viele Millionen Menschen das Leben gekostet. Politiker, Künstler, Intellektuelle, religiöse Führer, ja die gesamte Bevölkerung in Ost und West standen im Bann der ideologischen Auseinandersetzung. Bernd Stöver beschreibt erstmals diese totale und globale Dimension des Kriegs. Nachdem sich allmählich die Archive öffnen und wir immer mehr auch über die Arbeit der Geheimdienste wissen, ist ein neuer Blick auf die politisch-militärische Entwicklung möglich. Das Buch zeichnet den wissenschaftlich-technologischen Wettlauf nach, der zu spektakulären Höhepunkten in der Raumfahrt führte. Es geht dem Wettstreit der Wirtschaftssysteme nach, dem Krieg um die Rohstoffe und dem propagandistischen Kampf um die Köpfe der Menschen. Dabei richtet sich der Blick immer auch auf die "Dritte Welt", die zwischen kapitalistischem und kommunistischem Block zerrieben wurde. Daß wir bis heute an den Folgen zu tragen haben und erst allmählich aus dem Albtraum eines totalen Kriegs der Welten erwachen, zeigt das Schlußkapitel.

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 528 Seiten
  • Verlag: Beck; Auflage: 2 (2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3406556337
  • ISBN-13: 978-3406556333
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 383.001 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kundenrezensionen

4.2 von 5 Sternen
4.2 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Pflichtlektüre 24. Dezember 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Ein Muss für an dieser Zeit Interessierte: Stöver bietet ein umfangreiches, tiefgreifend recherchiertes Kompendium des Kalten Krieges mit dicht gepackten Informationen, das trotzdem gut zu lesen ist. Während J.L. Gaddis in seinem gleichnamigen Werk mehr die politisch-historische Komponente (berechtigte fünf Sterne weil informativ, sehr flüssig und mitreißend geschrieben) beleuchtet, zieht B. Stöver wesentlich weitere Kreise: hin zu den militärischen Entwicklungen, den gesellschaftlichen Auswirkungen ebendieses Wettrüstens; er beschreibt die Einflüsse auf Literatur, Musik, Theater, Radio, Fernsehen, Sport, Wirtschaft. Und er sieht den Kalten Krieg nicht nur als ein bipolares Geschehen, sondern er bezieht auch China angemessen ein: sein allmähliches Ausscheren aus den Umarmungen des Großen Bruders UdSSR, seine eigenen politischen, territorial-hegemonialen Interessen. Somit wird das Werk ein umfassendes Dokument über die Auswirkungen des Kalten Krieges auf das gesamte Weltgeschehen in all seinen Bereichen.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine exzellente Übersicht 5. Mai 2007
Von C. Kadel
Format:Gebundene Ausgabe
Der Autor legt eine umfangreiche und dennoch sehr lesbare Geschichte des Kalten Krieges vor, die sich anders als das ebenfalls sehr empfehlenswerte Werk "Der kalte Krieg" von Gaddis nicht so sehr auf das Verhältnis der beiden Supermächte und die dort handelnden Personen konzentriert, sondern breiter angelegt ist und beispielsweise auch ausführlich auf die Auswirkungen des Kalten Krieges auf die Alltagskultur oder die unterschiedlichen Sozialsysteme eingeht. Anders als Gaddis versucht Stöver nicht die Ereignisse durch politische Analyse und Theorie zu erklären (was Gaddis Buch interessant, aber auch angreifbar macht), sondern läßt eher die Ereignisse für sich sprechen. Gut gewählte Abbildungen und Karten ergänzen und illustrieren die Aussagen des Textes angenehm.

In der Fülle des von Stöver vorgelegten Materials sind mir zwei kleine Irrtümer aufgefallen: Zum einen verlegt er Los Alamos (der Ort, an dem die Atombombe entwickelt wurde) in die Nähe von Las Vegas (in dessen Nähe zahlreiche Atombombenversuche stattfanden). Los Alamos liegt in der Nähe von Santa Fe/New Mexico. Dort gibt es ein kleines Museum, welches sich mit der Entwicklung und dem Einsatz der Atombombe auseinandersetzt und dessen Gästebuch Stöver interessante Einblicke in die Gedanken der amerikanischen Besucher zur Atombombe gewährt hätte. Zum anderen verwechselt er die Challenger-Katastrophe mit der der Raumfähre Columbia und wertet das Unglück als eine indirekte Folge des kalten Krieges, eine Interpretation, die über das offizielle und gut nachvollziehbare Untersuchungsergebnis deutlich hinaus geht. Dies sei am Rande, aus Spaß an der Kritik, vermerkt - die Freude am Lesen haben diese "Beanstandungen" nicht getrübt!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Solide Arbeit 14. April 2010
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Für denjenigen, der sich wirklich umfassend in das Thema "Kalter Krieg" einlesen will, ist dieser Buch hervorragend geeignet. Stöver bietet wirklich einen umfassenden Überblick hinsichtlich der Entwicklungen zwischen 1947 und 1991, zumal er, neben der politischen Entwicklung, auch auf die anderen "Kriegsstrategien" bzw. "Kriegsfelder", wie z.B. den Kalten Krieg im Film und in der Literatur, intensiv eingeht. Und dennoch fehlt dem Buch meiner Meinung nach etwas, was sich noch deutlicher zeigt, wenn man es mit einem anderen Werk zu Thema (Gaddis: Der kalte Krieg) vergleicht. Zwar bleibt Stöver stets so neutral wie möglich, er legt Wert auf die Geschehnisse und weniger auf die handelnden Personen, aber es fehlt ihm doch, besonders am Ende, der Mut zum eigenen, vielleicht auch überraschenden oder provozierenden Urteil. Die Bewertung der Kalten Krieges fehlt im Grunde, und gerade hier zeigt sich die Stärke von Gaddis, der wenigstens mit einer interessanten These aufzuwarten weiß (nämlich der, dass der Kalte Krieg am Ende vielen Menschen das Leben gerettet hat). Nun will ich mich Gaddis gar nicht anschließen, ich will aber angeregt werden zum Nachdenken und dessen pointierte Wertungen und nicht selten personalisierten Anekdoten (in denen sich immer auch Geschichte abbildet!), die z.T. deutlich parteiisch sind, gefallen mir persönlich besser, weil auch in der Zuspitzung, in der Provokation ein Wert liegt - wenn man damit umgehen kann.
Fazit: Wer vor allem umfassend und möglichst neutral informiert werden will, der lese Stöver. Wer mehr Lesespaß haben möchte, wer auch mal überrascht oder geärgert werden möchte, wen die Personen mehr interessieren als die Vorgänge und wer sich wenigstens "in Gedanken" mit einem Autor streiten möchte, dem empfehle ich Gaddis.
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