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Nach seinem großen Erfolg
Farinelli (1994) schuf der belgische Regisseur Gérard Corbiau im Jahre 2000 erneut einen großartigen Kostümmusikfilm, der zur Zeit des Barocks spielt. Während sich
Farinelli mit der italienischen Oper und deren Eigenart, den Kastratensängern, befasste, steht im Mittelpunkt von
Der König tanzt die französische Musik der damaligen Zeit sowie deren herausragender Vertreter Jean-Baptiste Lully.
Der Florentiner kam in jungen Jahren nach Frankreich, wo er das unglaubliche Glück hatte, zum Musikhofmeister von Ludwig XIV. ernannt zu werden. Sein großes Talent stellte er von nun an allein in den Dienst des Sonnenkönigs, der Musik und Tanz als Ausdrucksmittel für seinen absolutistischen Machtanspruch instrumentalisierte. Was uns heute lächerlich erscheinen würde -- so tanzte der König gerne als Sonne verkleidet in übertriebenen Posen --, erschien damals als Sinnbild seiner göttlichen Macht. Der König musste seinem Selbstverständnis nach immer der Beste sein, sei es als Feldherr oder als Tänzer. Doch auch der König stieß an die Grenzen seiner Willenskraft: Sein Versuch, immer schwierigere Figuren zu tanzen, endete mit einem Sturz. Von da an tanzte er nicht mehr.
Im Mittelpunkt des Films stehen zwei Männer: König Ludwig XIV. und Jean-Baptiste Lully, sein Musikhofmeister. Corbiau stellt Letzteren als egomanisches Genie mit wilder Mähne und Attitüden à la Beethoven dar. Das entspricht zwar wohl nicht der historischen Realität des Barockzeitalters, doch ist es der Dramaturgie des Films sicher förderlich. Der Film schwelgt denn auch in opulenten Bildern, zeigt seine Protagonisten in leidenschaftlichen, manchmal rauschhaften Gefühlszuständen, die mit der entsprechenden Interpretation von Lullys Musik korrespondieren. Corbiau hat mit Der König tanzt ein fesselndes Porträt der Epoche von Ludwig XIV. aus ungewöhnlicher Perspektive geschaffen, weit weg vom üblichen Kostümfilmdrama. --Elke Wolter
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Frankreich im 17.Jahrhundert: Wie wird aus einem schüchternen Infanten von 14 Jahren ein Herrscher über ein Reich, in dem niemals die Sonne untergeht? Der König tanzt erzählt die leidenschaftliche Geschichte Ludwigs XIV und seines Hofkomponisten Jean-Baptiste Lully - der eine ein brillanter Tänzer, der andere ein exzellenter Komponist von Ballettmusik - zwei Männer durch die Musik verbunden. Beide spüren, dass sie durch die Musik, durch den Tanz zu Macht gelangen. Beide brauchen sie - und beide brauchen sich, um an ihr Ziel zu kommen.
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Paris im 17. Jahrhundert: Komponist und Tanzlehrer Jean-Baptiste Lully wünscht sich nichts sehnlicher als die Zuneigung Ludwigs XIV., den er abgöttisch verehrt. So setzt er alles daran, eine Staatsmusik zu kreieren, die den König als strahlenden Herrscher und Tänzer in Szene setzt. Doch anstatt ihm seine Freundschaft zu schenken, nutzt der nach Ruhm strebende Monarch den Musiker nur aus, genauso wie den Dramatiker und Lully-Freund Molière. Bald beherrschen die beiden Künstler Frankreichs Kulturleben, doch das ist Lully zu wenig...
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In seinem vierten Film zeigt der belgische Regisseur Gérard Corbiau eine noch unbekannte Facette Ludwigs XIV.: Der "Sonnenkönig" als Tänzer und Förderer der Künste. Wie schon in seinem Oscar-nominierten Porträt "Farinelli" rückt er dabei die Musik ins Zentrum und erhebt die Beziehung von Macht und Kunst zum eigentlichen Kernthema. So versteht es die opulent fotografierte Mischung aus Tragödie, Liebesdrama und Historienfilm, ihr Arthouse-Publikum neben fulminanten Bildern auch mit leidenschaftlichen, barocken Klängen zu faszinieren.
Blickpunkt: Film
Komponist und Tanzlehrer Jean-Baptiste Lully wünscht sich nichts sehnlicher als die Zuneigung Ludwigs XIV. Doch der nach Ruhm strebende Monarch nutzt den Musiker nur aus. Wie bereits im Oscar-nominierten "Farinelli" stellt Regisseur Gérard Corbiau die Musik ins Zentrum seines opulenten Dramas, dass sich um die Beziehung von Macht und Kunst dreht.
Blickpunkt: Film Kurzinfo
Period Piece, das in die Welt des Tanzes, der Musik und der Intrigen am Hof Ludwig XIV entführt.
Kurzbeschreibung
Louis XIV ist 14 Jahre alt, als er den französischen Thron besteigt. Obwohl er jung und unerfahren ist, erkennt er, dass er sich erst gegen die alten Seilschaften am Hof durchsetzen muss, wenn er ein wirklicher Regent werden will.
Seine Angst vor der Macht bekämpft er mit seiner großen Leidenschaft, dem Tanz und Ballett. Er macht Versailles zum Mittelpunkt des kulturellen Lebens, unterstützt von seinem Lehrer und Mentor Jean-Baptiste Lully und dem Theaterautor Moliére erlebt Frankreich eine künstlerische Blütezeit. Doch die Anfeindungen lassen nicht lange auf sich warten. Die Gegner Louis leisten erbitterten Widerstand ...