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Der 17. Juni 1953. Legende und Wirklichkeit
 
 
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Der 17. Juni 1953. Legende und Wirklichkeit [Gebundene Ausgabe]

Volker Koop
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 427 Seiten
  • Verlag: Siedler; Auflage: 2 (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3886807487
  • ISBN-13: 978-3886807482
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.054.307 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vor der deutschen Wiedervereinigung war der 17. Juni in der Bundesrepublik als "Tag der deutschen Einheit" Staatsfeiertag. Bis 1990 der 03. Oktober an seine Stelle trat, gedachte man des DDR-Volksaufstandes von 1953, der sich gegen die von Moskau ferngesteuerte und vor allem wirtschaftlich desaströse SED-Diktatur richtete. Dies- und jenseits der deutsch-deutschen Grenze woben sich um das historische Datum, das im Westen vor allem als Demonstration des nationalen Einheitswillens verstanden wurde, in der Folgezeit zahlreiche Legenden. Mit denen will Volker Koop in seinem Buch aufräumen, das rechtzeitig zum 50. Jahrestag der mit Gewalt niedergeschlagenen Volkserhebung erscheint. Sehr anschaulich macht der Autor dabei, dass es sich bei dem Aufstand vom 17. Juni nicht etwa um ein im Wesentlichen auf Ost-Berlin beschränktes Ereignis gehandelt hatte.

Entlang der ostdeutschen Bezirke, die nach 1952 an die Stelle der abgeschafften Länder getreten waren, zeichnet der Autor die Ereignisse in den verschiedenen Regionen nach. Deutlich wird dabei auch, dass die Aufstände rund um den 17. Juni in den wenigsten Fällen für die Staatsgewalt unvorhersehbare Spontan-Aktionen waren. Im Gegenteil: Bereits in den Wochen und Monaten zuvor war es hier und da zu Unmutsbekundungen gekommen, die den Verantwortlichen längst klar gemacht haben dürften, dass sich der Volkszorn immer heftiger würde entladen müssen. Eines der Zentren des Widerstands war Magdeburg, wo es schon im Dezember 1952 zu einem Streik gekommen war und wo es am 17. Juni neben Berlin zu den wohl schwersten Auseinandersetzungen kam. In deren Folge wurden allein hier 659 Menschen festgenommen, zwei von russischen Soldaten erschossen.

Koops hat bei seinen Recherchen vor allem die Akten der Volkspolizei ausgewertet, die die Perspektive der Staatsmacht und ihrer Helfer ebenso anschaulich machen, wie sie geradezu akribisch die Protestaktionen und die politischen Forderungen der Aufständischen dokumentieren. Das Buch ist bis auf kleinere Irrtümer im Zusammenhang mit der genauen Moskauer Befehlskette zum "Neuen Kurs" insgesamt sicher sehr aufschlussreich. Wer die Ereignisse einmal aus einer wirklich anderen Perspektive beleuchtet sehen will, sei auf Hans Bentziens Was geschah am 17. Juni? verwiesen. --Andreas Vierecke

Kurzbeschreibung

War der 17. Juni ein »faschistischer Putschversuch«? Ein Volksaufstand oder einfach eine regional begrenzte Streik- und Protestbewegung? Bei der Charakterisierung dieses historischen Tages scheiden sich weithin die Geister. Die in den Jahrzehnten des Kalten Krieges und der deutschen Teilung gefassten Urteile und Vorurteile trüben den Blick auf das Ganze der DDR. Volker Koop zeigt das Geschehen im Juni 1953 in Ost-Berlin, in Leipzig, Magdeburg, Halle und Görlitz, aber auch den flächendeckenden und alle Bevölkerungsschichten umfassenden Widerstand in den ländlichen Regionen der DDR. Überall brachen sich Empörung und Widerstand Bahn. Es kam zu spontanen Arbeitsniederlegungen, geplanten Streiks, zu offenem Protest auf den Straßen und Plätzen eines völlig maroden Gemeinwesens. Was waren die Ziele des Protests? Welche Folgen hatte er? Die Ereignisse lassen sich nicht auf den 17. Juni 1953 reduzieren. Sie führen weiter zurück. Zu ersten Massenprotesten gegen die Lebensumstände in der damaligen DDR kam es schon im Dezember 1952, und die Demonstrationen reichten - entgegen der landläufigen Meinung - über den Juni 1953 hinaus. Der Aufstand der Arbeiter führte dann zu einer Militarisierung des Alltags und zu einer umfassenden Bespitzelung der Bevölkerung. Bald nach den Ereignissen legte der Deutsche Bundestag den 17. Juni als »Tag der Deutschen Einheit« fest. Bis 1989 wurde der arbeitsfreie Tag mit einem Festakt im westdeutschen Parlament begangen - aber wusste man wirklich um die Relevanz und Brisanz dieses einen Tages? In der ehemaligen DDR beobachteten Volkspolizei und Stasi an diesem Tag das öffentliche Leben besonders kritisch, um jeden Aufruhr schon im Keim zu ersticken. Den 17. Juni 1990 begingen die frei gewählte Volkskammer der DDR und der Bundestag gemeinsam in Ost-Berlin. Der 17. Juni, ein Tag des Aufruhrs, gehört zur Geschichte des ganzen Deutschland.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Schade, dass der Rezensent aus Berlin in seinem Beitrag vom 17. Mai 2003 keine Beispiele für die von ihm gefundenen Fehler nennt.
Ich fand das Buch ausgesprochen informativ und gut lesbar, es eröffnet auch 13 Jahre nach der Wiedervereinigung noch neue Sichtweisen auf den jeweils anderen Landesteil: Der Leser im Westen ist erstaúnt, dass die Ereignisse von 1953 nicht nur auf Berlin beschränkt waren und der Leser im Osten stellt fest, dass die westdeutsche Öffentlichkeit nur wenig Interesse an den Geschehnissen hatte.

Volker Koop hat mit diesem neuen Buch einen weiteren wichtigen Beitrag zur rückblickenden Ost-West-Betrachtung vorgelegt. Es reiht sich damit nahtlos in die Reihe seiner bereits zuvor erschienenen Werke ein und weist ihn als Kenner der Materie aus.

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5 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Leider strotzt das Buch nur so von Fehlern. Schade, vor allem von diesem renommierten Verlag hätte man das nicht erwartet. Wer an diesem Thema interessiert ist sollte lieber auf andere Bücher, die gerade erschienen sind, zurückgreifen.
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