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Der Junge, der in den Büchern verschwand: und andere Geschichten
 
 
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Der Junge, der in den Büchern verschwand: und andere Geschichten [Taschenbuch]

Philippe Claudel , Christiane Seiler
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 96 Seiten
  • Verlag: rororo (1. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3499249952
  • ISBN-13: 978-3499249952
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 326.760 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Philippe Claudel
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Kinder und Narren sprechen die Wahrheit ...Kinder haben einen ganz besonderen Blick auf die Welt. Ihre Geschichten sind frech und anrührend zugleich, phantasievoll erzählt und doch immer wahr. Für uns Erwachsene, die wir durch den Tag hetzen, sind sie ein wahres Geschenk. Philippe Claudel hat ein wunderbares Buch geschrieben: für die Kleinen und für die Großen. Poetisch, humorvoll und ein wenig melancholisch. «Moderne Märchen voller Menschlichkeit.» Le Figaro

Über den Autor

Philippe Claudel wurde 1962 in Dombasle in Lothringen geboren, wo er als Autor und Regisseur heute noch lebt. In Deutschland gelang ihm 2004 mit «Die grauen Seelen» der Durchbruch. Es folgten ein Erzählungsband und fünf weitere Romane, zuletzt «Brodecks Bericht». Claudels Bücher wurden von der Presse gefeiert und sind bislang in über 25 Sprachen übersetzt worden. 2008 lief auf der Berlinale sein Film «So viele Jahre liebe ich dich».

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der 1962 in Lothringen geborene und dort auch lebende französische Schriftsteller hat der Literaturwelt in den letzten Jahren drei wunderbare Bücher geschenkt. Mit "Die grauen Seelen" gelang ihm der Durchbruch und in "Monsieur Linh und die Gabe der Hoffnung" beschrieb er in einer an Eric-Emmanuel Schmitt erinnernden Weise bewegend die Begegnung zweier sich vorher fremder Menschen und diskutierte mit einer sehr poetischen Sprache das Thema Schuld und Versöhnung.
Rowohlt legte dann 2006 den in Frankreich schon 2000 erschienenen kleinen Roman "An meine Tochter" nach, der aber leider kaum beachtet wurde.

Nun folgt im Kindler-Verlag eine Sammlung von 17 ganz kleinen Geschichten für Kinder, die aber auch für Erwachsenen gedacht sind. Ja, vielleicht sind sie sogar besonders für sie gedacht, jene großen Menschen, die sich doch manchmal so klein fühlen, immer schnell durch den Tag und ihr Leben hetzen, weil es ja so viel Wichtiges zu erledigen gibt, anstatt einfach zu leben und vielleicht auch mal zu träumen ...
Claudels Geschichten sind entstanden für seine neunjährige Tochter, der er sie als Gute-Nacht-Geschichten erzählt hat.

Am besten gefällt mir noch jene, die dem kleinen Buch auch seinen Titel gab: "Der Junge, der in den Büchern verschwand". In dieser anrührenden Geschichte wird von einem Jungen erzählt, dem schmächtigen Lucas, Brillenträger und in der Schule von den Mitschülern als Schwächling verachtet. Auch bei seinen Eltern hat Lucas es schwer. Immer ziehen diese seinen großen Bruder vor. Er, Lucas, hingegen sei ein Ungeheuer, Nichtsnutz, Schwachkopf, Faulpelz, Taugenichts, ein Fehler und zudem nicht gerade schön.

Lucas, wie so viele andere ungeliebte und ungewollte Kinder, spürt das und weiß nicht, warum er so falsch ist. Doch nun berichtet Claudel etwas sehr erstaunliches und für die zuhörenden Kinder sehr ermutigendes: Lucas, der doch über diesen Lebenszustand sehr traurig sein sollte, ist es nicht. Ganz im Gegenteil: Lucas war der glücklichste Junge überhaupt." Das hängt mit seinem großen Geheimnis zusammen. Lucas kann nämlich in Büchern verschwinden. Aber nicht nur so, wie es alle Bücherwürmer können, Lucas kann in die Bücher regelrecht hineingehen und sich dort bewegen. Eines Tages hatte er es herausgefunden, als seine Lehrerin ihm in der Pause auf dem Schulhof ein Buch geschenkt hatte, nachdem ihn seine Mitschüler zum wiederholten Mal böse traktiert und danach weggejagt hatten. Die Lehrerin sagte, als sie ihm das Buch überreichte: "Hier, damit wirst du nie wieder einsam sein." Zunächst dachte Lucas, das Wunder seiner Verwandlung würde nur bei diesem einen Buch funktionieren, doch es klappte mit jedem weiteren, das er las.

Irgendwann blieb er verschwunden, in irgendeinen seiner zahllosen Bücher. Die Polizei kam, seine Eltern wurden beschuldigt, sie hätten ihn verschwinden lassen, weil die Polizei herausfand, dass sie und seine Geschwister ihn so schlecht behandelt hatten. Und die Eltern mussten ins Gefängnis.
"Ich weiß, wo Lucas steckt. Da , wo er jetzt ist, ist er sehr glücklich. Er hat viele Freunde und keiner kann ihm mehr etwas Böses."

Nicht alle Geschichten in diesem kleinen Buch haben mir so gut gefallen wie diese. Zum Teil ist mir die Sprache zu floppig, zu mündlich".
Alles in allem aber ein sehr empfehlenswertes Buch.
Kommentar
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Und weg war ich.... 31. Oktober 2008
Von Daniela Möhrke TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
... verschwunden in diesem wunderbaren Buch!

Schon der Titel "Der Junge, der in den Büchern verschwand: und andere Geschichten" dieses Buches ließ mich sehr viel erwarten und als ich dann bemerkte, dass es auch noch von Phlippe Claudel (einem meiner Lieblingsautoren) ist, wuchsen diese Erwartungen ins Unermessliche.

Tatsächlich wurde ich nicht enttäuscht.
Es ist einfach unglaublich, wie viel Fantasie dieser Autor hat und mit welchem Talent er schreibt.
Die Kurzgeschichten in diesem feinen Büchlein tragen alle etwas Wahres in sich und haben doch oft überraschende Wendungen. Manchmal kann man schmunzeln oder lachen, dann ist man wieder schockiert oder gerührt. Unglaublich schön sind diese Geschichten, die fast wie Fabeln oder Märchen anmuten und dementsprechend tiefgehend sind.
Dabei ist so ziemlich alles möglich: Ein Schulheft verliebt sich in ein Tutu, ein Mädchen ist in einer Seifenblase gefangen, ein Mädchen weist eine gute Fee ab oder ein Esel findet sich hässlich und beschließt, er müsse weiß sein....
Das ganze Buch sprüht vor Ideenreichtum und ließ mich als Leser häufig erstaunt und beeindruckt zurück.

Würden alle Menschen so denken wie Phlippe Claudel, so wäre vieles im Leben sicher einfacher und man würde sich weniger über Belangloses ärgern. was wirklich wichtig ist, zeigt dieses Buch auf eine grandiose Art und Weise. Für mich eine echte Überraschung, denn eigentlich mochte ich gar keine Kurzgeschichten, doch mit diesem Buch muss ich meine Meinung revidieren.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Claudel mal ganz anders... 28. Januar 2008
Von Salome
Format:Gebundene Ausgabe
Denn bei dem neuen Buch handelt es sich doch, nach dem ersten Überfliegen, augenscheinlich um ein Kinderbuch?
Und in der Tat: Die Ideen für seine Romane kommen Claudel meistens beim Erzählen von Gute-Nacht-Geschichten für seine neunjährige Tochter, ebenso die Ideen für die Kurzgeschichten in Der Junge, der in den Büchern verschwand.
Viele kleine Erzählungen, Märchen, Fabeln und Anekdoten hat Claudel zusammengetragen. Wundervolle und wundersame Geschichten kann man in seinem Buch lesen:
In "Die Welt ohne Kinder", übrigens die Titelgeschichte im französischen Original, schildert er eine Art Generalstreik, eine Auswanderung aller Kinder auf der Erde und die traurige, öde Welt, die sie zurücklassen.
Ein wenig der Unendlichen Geschichte begegnet dem Leser in der Titelgeschichte, Lucas hat ein liebloses, brutales Elternhaus, dem er nur entkommen kann in dem er sich - auch physisch - in Bücher flüchtet. Fast brutal wird es in "Der Eintopf", märchenhaft in "Feen haben es schwer". "Die Impfung" fordert den Leser auf an seine Träume zu glauben.
Besonders hervorzuheben und die für mich schönste Erzählung ist "Das kleine Mädchen in der Seifenblase". Eine poetische, klangvolle, ein wenig traurige Parabel, die anrührt.
Jeder kleine Teil des Buchs ist ein Unikat, etwas Besonderes. Mit einem Maximum von 10 Seiten pro Geschichte, sind diese sicher schnell gelesen, mit ihrer Weisheit und Sensibilität vermögen sie aber noch lange zu beschäftigen.
Einiges habe ich meinen Kindern vorgelesen, die sehr begeistert immer noch mehr hören wollten. Vieles regt Kinder zum Fragen an, einiges ist auch einfach herrlich frech und albern. Aber immer werden die Geschichten mit viel, scheinbar unerschöpflicher, Fantasie erzählt.
Und doch: Der Junge, der in den Büchern verschwand ist ein Buch für Erwachsene. Es lässt den gestressten, hektisch durch sein Leben hetzenden Menschen für einige Momente inne halten, sich zurücklehnen und, in seine Kindheit zurückversetzt, einfach einmal schönen Gedanken nachgehen und träumen.
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