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Es geht schließlich um Meisterstück des Bollywood-Kinos, überbordend vor lebhafter Bildsprache, dramatischen Ränkespielen und atemberaubend inszenierten Tanzeinlagen. Der Junge aus England und das indische Mädchen bricht Ihnen in einem Moment das Herz, nur um es im nächsten erneut mit der ganzen Macht des Gefühls wieder zum Schlagen zu bringen. Dabei versteht es Meisterregisseur Praveen Nischol geschickt, die dramatischen Momente mit der unglaublichen indischen Lebensfreude und dem Wissen um das gute Ende auszugleichen. Der Film beginnt mit einer tragischen Liebesgeschichte. Bollywood-Star Shahrukh Khan spielt in einer seiner frühen Rollen den jungen Hari Mayur. Er flieht vor einer Zwangsheirat von London nach Indien. Als sein Flugzeug vor der Küste abstürzt, wird er für tot erklärt. Doch ganz so schnell ist Hari nicht unterzukriegen. Die wunderhübsche Atariya findet ihn am Strand und pflegt ihn gesund. Der Beginn einer großen Liebe, die beiden heiraten. Kurz nach der Geburt ihres Sohnes Nandu kommt das Paar bei einem tragischen Unfall ums Leben.
Acht Jahre später geht es Nandu (Sunny Singh) bestens. Er hat in Atariyas Schwester eine liebevolle Pflegemutter gefunden. Ihr Name ist Bijuriya (Sonali Bendre). Im ganzen Ort ist sie als der Star des örtlichen Nachtclubs bekannt, eine begnadete Tänzerin und Sängerin. Damit verdient sie den Lebensunterhalt für sich und den kleinen Nandu. Eines Tages kommt Vikram, der reiche Bruder von Hari nach Indien. Er ist zwar erfreut über seinen unbekannten Neffen, doch von dessen Ziehmutter ist er schlichtweg entsetzt! Wie kann das Kind bei einer Nachtclub-Tänzerin aufwachsen? Vikram will den Jungen nach England bringen und wieder schäumen die Gefühle über. Es beginnt ein Kampf zwischen Vikram und Bijuriya um das Kind, bei dem kein schmutziger Trick ausbleibt, doch ist es wirklich so, dass sich beide nicht ausstehen können? Vikrams und Bijuriyas gemeinsamer Anwalt hat da so seine eigenen Ansichten und steuert geschickt das Boot durch den Sturm, immer in der Hoffnung, dass beide sich ihrer gegenseitigen Zuneigung bewusst werden und irgendwann den Hafen der Liebe ansteuern. Die Lage allerdings scheint aussichtslos
Der Film lebt von den großartigen Leistungen der Schauspieler, vor allem Sonali Bendre ist ganz wundervoll. Die opulente Inszenierung und atemberaubende Choreographie machen ihn nicht nur sehenswert, sondern unvergesslich!
Movieman.de
Moviemans Kommentar zur DVD: Leider trüben Artefakte das sonst gut abschneidende Bild leicht ein. Akustisch kann sich die deutsche DD 5.1-Fassung durchaus hören lassen. Effekte und Raumeindruck sind weit gestreut. Sprachlich könnte ein wenig mehr Varianz vorhanden sein, Klarheit herrscht aber durchgängig vor. Die Extras sind nett aber auch nicht umwerfend. Ein paar mehr Infos zur Produktion selber hätten nicht geschadet.
Bild: Das Bildmaterial sieht sich von kraftvollen Farben durchdrungen, ganz wie es sich für eine frohe Bollywood-Produktion gehört. Teilweise driften die Farbtöne dabei schwer ins Kitschige ab und bewegen sich hart an der Grenze zum Überstrahlen. Während die Kontrastwerte gut weil umfangreich ausfallen, ergeben sich allerdings Probleme mit der Schärfedarstellung. Vor allem bei weniger Licht und innerhalb von Kamerafahrten entstehen schon mal Schwierigkeiten mit Stabilität und Konturierung (Männer auf Feld, 00:20:14). Kompressionstechnisch machen sich hin und wieder Dropouts bemerkbar (gelber Hintergrund,00:23:33 oder Flugzeuglandung, 00:07:42). Auch kontrastreiche Muster neigen zum Flimmern (Hochhaus, 00:49:52). Rauschen hält sich einigermaßen im Hintergrund, kann aber ebenfalls vermerkt werden (Wand, 02:36:10). Insgesamt bewegen sich die Bildwerte im befriedigenden bis guten Bereich. Lediglich Artefakte bieten definitiv zu viel Angriffsfläche.
Ton: Auf der Disc liegen zwei deutsche DD 5.1-Soundspuren vor. Eine davon ist untertitelt, die andere bleibt frei von Einblendungen. Leider ist nun das Wechseln zwischen den Tonspuren im laufenden Film nicht möglich. Der Original Hindi-Ton ist leider lediglich aus dem Center zu vernehmen und dabei stellt er sich nicht nur als eindimensional, sondern vor allem als äußerst plärrend heraus (Stimme,00:03:52). Aber nicht nur Sprecherstimme und Dialoge, sondern auch alle anderen Tonsignale bleiben im Vergleich zum deutschen 5.1-Mix hölzern und schwach. Die deutsche Version hingegen gibt sich harmonisch voluminiert und authentisch synchronisiert. Sprachliche Klarheit herrscht vor. Auch was Effekte und Musik angeht, kann sich der deutsche Ton durchaus hören lassen. Voller Vitalität und Kraft durchdringen saftige Klänge aus allen Kanälen den Raum (Feuer, 00:14:30). Auch der Subwoofer kommt in den actionreichen Szenen gerne zum Einsatz. Insgesamt ist der Sound zwar nicht vergleichbar mit Kulisse und Effektgeballer eines Hollywood Actionfilmes, diese vermisst das Ohr hier aber auch keinesfalls.
Extras: Das Bonusprogramm besteht aus neun Songs (33:03Min.), sieben Programmtipps, unter denen sich auch der Trailer zum Film befindet (1:40 Min.) sowie einer Bildergalerie mit Aufnahmen in ansehnlicher Qualität und Hintergrundinformationen, die als Textseiten mit Filmografien zu vier Darstellern daher kommen. Interviews oder Einblicke in die Produktionsabläufe sind zwar nicht enthalten, dafür werden Fans die Songs umso mehr zu schätzen wissen. --movieman.de