nachdem ich den Film von Gregg Braden "Im Einklang mit der Göttlichen Matrix" gesehen habe, der mir sehr gut gefallen hat, hab ich mir dieses Buch gekauft, das er im Film erwähnt/Bezug darauf nimmt.
Im Buch steht manches, was im Film gezeigt wird (z. B. die Heilung einer Patientin in einem chinesischen Krankenhaus, in dem es keine Medikamente gibt, nur durch rituelle Gebete), aber beim Lesen vertieft sich jede Beschreibung.
Ich finde, dass G. Braden sehr viel und gut recherchiert hat und auch "Ungläubigen", rein wissenschaftlich denkenden Menschen zeigt, dass es schon sehr lange ein Wissen um unsere schöpferische (schicksalsveränderde) Macht im Gebet gibt. Dieses Wissen ist nur in unserer westlichen Kultur ca. 400 nach Christus beim Konzil von Nicäa verloren gegangen. Dabei wurden aus den uns bekannten Evangelien bewußt/unbewußt ausgewählt, was die Allgemeinheit wissen/glauben sollte und das, was dem Volk zu viel Selbstbestimmung (Macht über das eigene Leben) gegeben hätte, wurde weggelassen. Man hat ausserdem Evangelien ganz verschwinden lassen, die aber gottseidank kopiert worden waren und in den wiederentdeckten Schriftrollen von Qumran gefunden wurden.
Beim Studium der bislang unbekannten Bibeltexte, durch den Besuch von G. Braden in einem tibetischen Kloster, in dem die Art von Gebet, wie sie Christus ursprünglich gelehrt hat noch praktiziert wird und auch schon bei den alten Essenern (ein paar Jahrhunderte vor Christi Geburt) kommt überall das Gleiche heraus:
es kommt auf das GEFÜHL an, dass wir fest daran GLAUBEN, dass das, worum wir "beten", bereits als Möglichkeit existiert, wir müssen es nur noch in das Zentrum unserer Aufmerksamkeit ziehen. Nicht "bitten", denn das würde bedeuten, dass wir nicht daran glauben, dass wir etwas bekommen, sondern es würde immer ein Bitten bleiben.
Worte, Gesänge, Rituale, Meditation sind nur als Hilfsmittel zu verstehen (meine Meinung: um den Verstand zu beschäftgen), um sich ganz in das Gefühl hineinzuversetzen, dass das, worum wir beten, schon da ist.
Der Abt im tibetischen Kloster sagt - und das ist für mich bedeutend gewesen - (auf die Frage, was er den westlichen Menschen mitgeben möchte), das Wichtigste ist, dass wir in uns Frieden finden, erst dann können wir Frieden, den wir in uns haben, in die Welt tragen. Frieden ist die Voraussetzung für alles Leben.
Ich fände es schön, wenn viele Menschen dieses Buch lesen, verinnerlichen, danach leben, beten und damit zu einer besseren Welt beitragen. Ich will mich auch bemühen - es ist nicht leicht, aber ich glaube....