Die Story ist sicher nicht neu. Daß ein Romanheld sein langes Leben (108 Jahre)am Leser vorbeiziehen läßt hat es schon gegeben (Little Big Man). James Thayer versteht es jedoch, selbst die phantastischsten Abenteuer des Woodrow Lowe so spannend, witzig und immer wieder mit einem Hauch von Ironie gewürzt zu erzählen, daß man ihm die eine oder andere "Münchhausiade" verzeiht, ebenso manche Brutalität, die selbst einem St. King zur Ehre gereicht hätte. James Thayer läßt nichts aus, um den Leser zu fesseln und es ihm schwer zu machen, das Buch zur Seite zu legen: aufregende Abenteuer, Geheimnisse aus Tausend und einer Nacht, Sex and Crime und eine herrlich chaotische Liebesbeziehung, die sich, fast eher nebenbei, durch den ganzen Roman zieht. Es ist eine Lust zu lesen. Das erstaunliche jedoch, es ist ein ganz neuer THAYER! Wer seine vorherigen Bücher gelesen hat wird überrascht sein, was er seinen Lesern hier bietet. Nach eigenen Worten, "ein Werk der Liebe". Wer sich auf den Jahrhundertmann einläßt, wird es nicht bereuen...und vielleicht Lust auf mehr oder das Original (Man of the Century) bekommen. Übrigens: Der Jahrhundertmann ist der erste Roman Thayers, in dem kein Maschinengewehr vorkommt!