Das Buch, inzwischen in 2. Auflage erschienen, sollte sich jeder zulegen, der einen Jagdhundwelpen zum Vollgebrauchshund ausbilden will.
Ich hatte gerade die Jägerprüfung abgelegt und wollte mir nun einen Jagdhundwelpen ins Haus holen und ihn selbst ausbilden. Wie aber macht man das mit Erfolg? Von einem erfahrenen Rüdemann erhielt ich den Hinweis auf das Buch Der Jagdhundwelpe, das auch von WILD UND HUND empfohlen wird. Der Name des Autors war mir schon aus einer Vielzahl von jagdkynologischen Beiträgen bekannt, die er in der Jagdpressen veröffentlich hatte und die mir sehr gut gefielen. Und dann erfuhr ich auch noch aus einer Jagdzeitschrift, dass dieses Buch von den Lesern der Zeitschrift WILD UND HUND beim Wettbewerb Sachbuch des Jahres 2001" ausgezeichnet wurde.
Also kaufte ich das Buch und arbeitete es durch. Ich war begeistert, nicht nur von dem übersichtlichen Aufbau, von den aussagekräftigen Fotos, den auch für Hundelaien" verständlichen Texten, sondern insbesondere darüber, wie der Autor es versteht, jeden Hundeausbilder, ob jung oder alt, für eine artgerechte und moderne Hundeausbildung zu begeistern und durch Tipps und Anregungen entsprechend zu motivieren. Die Grundlagen für die Ausbildung eines leistungsstarken Jagdhundes liegen in den ersten Lebenswochen des Welpen, so der Autor. Schwerpunkt des Buches ist deshalb auch der Zeitraum von der achten bis zur sechzehnten Lebenswoche, die Zeit, in der die Lernbereitschaft des Welpen am höchsten ist. Diese acht Wochen muss der Ausbilder richtig nutzen, d.h. die Anlagen des Welpen fördern, ihn an alle seine späteren Aufgaben heranführen, ihn also jagdlich prägen. Wie dies zu geschehen hat, beschreibt der Autor ausführlich und verständlich in einzelnen Kapiteln, aufgegliedert nach Lebenswochen, fast wie eine Gebrauchsanweisung".
Bei der Anleitung, Anlagenförderung, Früherziehung und jagdlichen Prägung meines Welpen bin ich genau nach den Anleitungen des Buches vorgegangen - und mit erstaunlichem Erfolg! Ich hätte anfangs nie geglaubt, was ein Welpe mit seinen 16. Wochen schon für jagdliche Leistungen erbringen kann, wenn er die richtige Anleitung hat.
Die konsequente Grundausbildung des Hundes bis hin zu den einzelnen Prüfungsvorbereitungen schließt dann mit Beginn der 17. Woche an, die derselbe Autor in seinem weiteren Buch Vom Welpen zum Jagdhelfer" zusammengefasst hat. Auch dieses Buch, ein Standartwerk moderner Jagdhundausbildung und inzwischen in 4. Auflage im KOSMOS-Verlag erschienen, kann ich nur wärmstens empfehlen.
Mein Hund, nach Vorgaben beider Bücher ausgebildet, hat inzwischen alle seine Verbandsprüfungen im Bereich von Sehr gut" bestanden!