Ich bilde aktuell meinen ersten Jagdhund aus. Zur Unterstützung habe ich unterschiedliche Literatur gesichtet. Dieses Buch hat es geschafft, zumindest immer zu Rate gezogen zu werden. Gut gefällt mir die Beschreibung der einzelnen Ausbildungsschritte in Form von Einzelübungen, die sich immer weiter steigern. So kann konsequent am Fortschritt gearbeitet werden. Ich empfehle das Buch allerdings uneingeschränkt nur denjenigen Lesern, die auch wirklich einen Jagdgebrauchshund ausbilden wollen. Für Hundeführer, die einen Jagdhund halten und diesen ein wenig beschäftigen möchten, empfiehlt sich das Werk weniger, da einem der Bezug zur Jagdpraxis fehlt und so die Gefahr besteht, dass man den Sinn einer teilweise sehr konsequenten Ausbildung nicht nachvollziehen kann. In diese Rubrik würde ich auch die vorangegangene Buchkritik einordnen.
Down heißt Down und bedeutet Down: Down rettet dem Hund im Einsatz unter Umständen das Leben! Dass dies mit 'Leckerli hier, hast Du brav gemacht' nicht mit abschließender Konsequenz erreicht wird, sollte dem Praktiker klar sein.
Allerdings habe ich mich nach Lektüre des Kapitels 'Totverbeller' auch entschieden, dass ich meinen Hund lieber zum 'Bringeselverweiser' ausbilde. Aber auch das ist das Angenehme an diesem Buch, es werden teilweise unterschiedliche Methoden angeboten, den Hund so auszubilden, dass er das gewünschte Ziel erreicht. In diesem Fall: Das Suchen und Finden sowie Anzeigen von verendetem Schalenwild.
Auf den ersten Teil des Buches, Allgemeines zu den Jagdhunden sowie den unterschiedlichen Rassen hätte ich verzichten können. Was mir persönlich nicht so gefällt, ist die gesamte optische Aufmachung und Gestaltung des Buches. Alles in allem doch mehr klassisches Lehrbuch als ein moderner, kurz und prägnant gehaltener Praxisratgeber. Einen solchen habe ich bislang jedoch auch noch nicht gefunden.
Fazit:
Ein Buch, das mich bei der Praxisausbildung meines Jagdhundes gut unterstützt. Selektiv lesbar. Ich würde das Werk durchaus wieder kaufen und kann es auch weiterempfehlen.