Dieses Buch beschreibt in ausgezeichneter Art und Form die Jagd auf ein bestimmtes Tier. Das es sich hierbei um den vermeintlich bereits ausgestorbenen tasmanischen Beutelwolf handelt, und sich daher der Schauplatz dieser Begebenheit in dem einsamen und schwer zugänglichen Hochland dieser Insel befindet, gibt der Geschichte ein gewisse Art des Abstandes zu unserer hochtechnischen Welt.
Das die Jagd auf dieses Tier im Auftrage eines weltweit agierenden Chemie- und Pharmaunternehmens stattfindet - damit genetische Besonderheiten dieses Tieres für die Erforschung und Entwicklung neuer medizinischer Produkte verwendet werden kann, gibt der Geschichte einen glaubhaften und realitätsbezogenen Hintergrund.
Viel interessanter ist der Einblich in die Gedankenwelt der Hauptfigur, des Jägers, und seines detailverliebten und erfolgsorientierten Seelenzustandes, welches ihn als Einzelgänger für solche Spezialaufgaben geradezu prädestiniert.
Ein wirklich lesenswertes Buch, welches von Anfang an nicht den Eindruck tiefgreifender Literatur zu vermitteln versucht.
Christian Garburg