Arkoun schreibt selbst über sein Buch, das es darauf abzielt "neue Gebiete für die Erkenntnis, Forschung und Betrachtung in der islamischen Welt zu öffnen" (S.124).
Somit ist es für normale Leser, die mit Begriffen wie "Transzendentalisierung" und "Güterzirkulation", "das Imaginäre" kaum etwas anfangen können, überhaupt nicht gedacht.
Es ist darüber hinaus relativ Ich-bezogen verfasst, d.h. Arkoun verweist auf eigene Bücher, Projekte usw.
Auch taugt es weder als guter, schneller Überblick über den Islam noch als Nachschlagewerk. Die einzelnen Themen sind nicht besonders gut strukturiert, Muhammads Leben wird z.B. auf nur 4 Seiten kurz abgehandelt.
Fazit: Das Buch ist nur für Spezialisten, die sich mit der besonderen Sicht Arkouns auf den Islam und seinen (bsiweilen steilen) religionswissenschaftlichen Theorien auseinandersetzen wollen. Weder besonders unterhaltsam noch informativ geschrieben.