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Der Islam: Annäherung an eine Religion
 
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Der Islam: Annäherung an eine Religion [Taschenbuch]

Mohammed Arkoun , Michael Schiffmann
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Produktinformation

  • Taschenbuch: 294 Seiten
  • Verlag: Palmyra (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3930378221
  • ISBN-13: 978-3930378227
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,7 x 2,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 853.917 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wann und von wem wurde der Koran geschrieben? Was bedeuten die Wörter Islam und Muslim? Was wollte Mohammed? Diesen und weiteren Fragen stellt sich Mohammed Arkoun, der 1972 bis 1992 Professor für islamische Ideen- und Kulturgeschichte an der Sorbonne war. Arkoun versteht den Islam konsequent als historisch gewachsene Größe. Sein Buch ist der systematische Versuch, den Islam in soziologischen, anthropologischen und historisch-kritischen Kategorien zu verstehen und differenziert zu bewerten. Der renommierte Islamwissenschaftler erklärt, wie unterschiedlich der Übergang in die Moderne in den islamischen Nationen und Staaten erfolgt. Dabei wird deutlich, dass es nicht "den Islam" gibt, sondern dass die islamisch geprägte Welt differenziert betrachtet werden muss -- ebenso wie wir es für selbstverständlich halten, in Europa nicht mit dem katholischen Christentum gleichgesetzt zu werden.

Leserinnen und Leser lassen sich mit diesem Buch ein auf eine Annäherung an den Islam, die unter wissenschaftlichen Gesichtspunkten auf der Höhe der Zeit ist. Arkoun setzt dekonstruktivistisch auf die Auflösung jeglicher Gewissheiten. Das weist ihn aus als einen an den französischen Dekonstruktivisten und Linguisten geschulten Denker. Sein Buch ist deshalb als aktiver Versuch zu verstehen, das Imaginäre des Islam in den Köpfen der westlichen Welt zum Positiven zu verändern oder zumindest zu einer sachlich -- und nicht emotional -- geführten Debatte zu leiten.

Aus Angst, die eigene Identität zu verlieren, reagiert der Islam bislang fast ausschließlich mit Abschottung und Abgrenzung. Dass dieser Weg gerade weg führt von der dem Islam innewohnenden spirituellen, rituellen und ethischen Kraft, benennt Arkoun schonungslos und voller Hoffnung auf Veränderung. Bei nicht-islamischen Lesern zielt Arkoun auf eine Revision des imaginären Islam. Im Blick auf islamische Leser hat er einen aufklärerischen Impetus, will er die Angst vor dem wissenschaftlichen Diskurs über den Islam nehmen. Weil er dies als gläubiger Muslim und als Professor der Sorbonne tut, gewinnen seine Ausführungen an Stichhaltigkeit und Eindringlichkeit. --Bettina Wittke


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tom
Mohammed Arkoun hat mit diesem Buch den Versuch unternommen, die Auffassungen der sog. westlichen Welt- die er selbst das "Imaginäre" nennt- über den Islam zum korrigieren und offene Fragen über eine der drei monotheistischen Weltreligionen zu beantworten. Dabei führt er ein Frage-Antwort-Spiel durch. Besonders beeindruckend sind seine vergleichenden Darstellungen über Chrsitentum, Judentum und Islam. Dabei wird deutlich, dass sich vor allem durch historische, kulturelle und geographische Unterschiede die verschiedenen Religionen durchsetzen konnten.
Da das Buch 1989 veröffentlicht wurde, kann es natürlich keine aktuellen politischen Bezüge herstellen, dennoch ist es eine gute Möglichkeit, bestehende Meinugsverschiedenheiten und Vorbehalte gegen die andere Kultur neu zu überdenken und vielleicht zu einer Annäherung zu kommen.
Ein kleiner Nachteil des Buches ist, dass es relativ schwer zu lesen ist. Im Anhang sind zwar verschiedene arabische und deutsche Fachbegriffe erklärt, aber dennoch muss man den einen oder anderen Abschnitt zweimal lesen. Keine Bettlektüre!
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Arkoun schreibt selbst über sein Buch, das es darauf abzielt "neue Gebiete für die Erkenntnis, Forschung und Betrachtung in der islamischen Welt zu öffnen" (S.124).
Somit ist es für normale Leser, die mit Begriffen wie "Transzendentalisierung" und "Güterzirkulation", "das Imaginäre" kaum etwas anfangen können, überhaupt nicht gedacht.
Es ist darüber hinaus relativ Ich-bezogen verfasst, d.h. Arkoun verweist auf eigene Bücher, Projekte usw.
Auch taugt es weder als guter, schneller Überblick über den Islam noch als Nachschlagewerk. Die einzelnen Themen sind nicht besonders gut strukturiert, Muhammads Leben wird z.B. auf nur 4 Seiten kurz abgehandelt.

Fazit: Das Buch ist nur für Spezialisten, die sich mit der besonderen Sicht Arkouns auf den Islam und seinen (bsiweilen steilen) religionswissenschaftlichen Theorien auseinandersetzen wollen. Weder besonders unterhaltsam noch informativ geschrieben.
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