"Der Irrgänger" ist ein eher mittelmäßiger Thriller, in dem der senile Rentner und ehemalige Cop Gunther aus einem Altersheim verschwindet, um eine große Summe Geld zu suchen, die es gar nicht mehr gibt. Seine Frau, sein Stiefsohn und sein ehemaliger Vorgesetzter machen sich auf die Suche nach ihm. Gunther schafft es aber, wohl eher unbewußt, ihnen immer wieder zu entkommen.
Das Buch hat sicherlich seine kleinen Höhepunkte und Spannungsmomente, genauso wie es einige sehr witzige Momente gibt.
Tatsache ist aber auch, daß ich des öfteren Orientierungsschwierigkeiten hatte. Besonders bei den Personen habe ich mich immer wieder gefragt, wer denn nun wer ist. Eine Personenverzeichnis wäre eine große Hilfe gewesen. Schwierigkeiten hatten ich auch mit den Erzählperspektiven. Das Buch wechselte zwischen Gegenwart und dem Jahr 1952. In der Gegenwart wurde in der dritten Person erzählt, in der Gegenwart verwendete der Autor die erste Person. Es war aber nicht immer die gleiche Person, die in der Ich-Form erzählte, sondern drei verschiedene. Reichlich ungewöhnlich!
Könnte ich halbe Sterne vergeben, würde ich 2,5 Sterne vergeben.