Alonso de Molina ist ein (fiktiver) spanischer Conquistador, der Pizarro auf seiner ersten Reise in das Reich der Inkas in das heutige Peru begleitet. Als Pizarro nach Panama zurückkehrt, um Verstärkung für seine Eroberungspläne zu holen, bleibt der Held des Romans jedoch in dem fremden Land zurück. Hier reist er mit einem Beamten des Inka-Reiches in die Hauptstadt Cuzco, lernt dort Husacar, den amtierenden Inka kennen, und wird schließlich in die Wirren des Bürgerkrieges hineingezogen, bevor das erneute Auftauchen Pizarros das Reich ins Wanken bringt.
"Der Inka" ist ein spannend geschriebener Roman, in dem zwei Menschen aus unterschiedlichen Kulturen gemeinsam Abenteuer erleben und sich dabei gegenseitig kennen und schätzen lernen. Es ist weiterhin die Geschichte eines Mannes, der in Frieden und Freiheit leben will und dennoch erkennen muss, dass der Charakter der Herrschenden in einer für in fremden Welt sich kaum von von dem in seiner Heimat unterscheidet.
Sehr gut getroffen sind die Schilderungen einzelner Orte des Inka-Reiches, die jeder, der schon einmal in Peru war, nachvollziehen kann. So meinte ich, selbst wieder auf dem Marktplatz von Cuzco zu stehen und konnte mich sehr gut in die Schilderung der "Geheimen Stadt" (anscheinend Machu Pichu) des Romans hineinversetzen. Die Charakterisierung der Bewohner des Inkareiches erscheint mir lebensnah und glaubwürdig.
Einziger Wermutstropfen ist die etwas holprige Übersetzung des Buches. Daher kann ich leider nur 4 Sterne vergeben.