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Der Immoralist: Roman
 
 
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Der Immoralist: Roman [Taschenbuch]

André Gide , Gisela Schlientz
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Deutscher Taschenbuch Verlag (1. Juni 1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3423123451
  • ISBN-13: 978-3423123457
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,1 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 451.064 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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André Gide
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein Roman mit Kultstatus

Der junge Archäologe Michel erkrankt auf seiner Hochzeitsreise in Nordafrika an Schwindsucht. Während seiner langwierigen Genesung wird ihm seine latente Homosexualität bewußt. Doch ein weiter Weg ist zu gehen, bis Michel sich dem wirklich stellen wird.

Über den Autor

Gesetz und puritanische Strenge spielten für André Gide seit seiner Geburt eine große Rolle. Der Vater, ein Professor der Rechte, ging mit dem Jungen streng ins Gericht. Bereits früh jedoch distanzierte sich der junge Literat von moralischen Vorschriften und erkannte bereits seit einer Reise nach Algerien und Marokko 1893-94 seine Homosexualität. Dennoch heiratete er 1895 seine Kusine und reiste mit ihr durch Europa und Afrika. Später war Gide vorrübergehend Kommunist, verabschiedete sich aber schnell wieder von diesem Denksystem, nachdem er 1936 von einer Rußlandreise enttäuscht zurückkehrte. 1947 wurde er mit dem Nobelpreis für Literatur gewürdigt. Am 19. Februar 1951 starb er in seiner Geburtsstadt Paris. Zum Werk

Gides Werk nimmt für die Moderne eine wichtige Rolle ein und ist in einem Atemzug mit dem von Proust, Joyce oder Döblin zu nennen. Er war ein leidenschaftlicher Verfechter der Rechte des Individuums und wollte dieses weder durch Moral, noch durch Kirche oder Ehe eingeschränkt sehen. Gide war ein Nonkonformist aus Prinzip und wollte in der Tradition der Aufklärung den Menschen zu seiner Freiheit führen. Sein wichtigstes Werk ist »Les Faux-monnayeurs - Die Falschmünzer«, mit dem er den psychologischen Roman experimentell erneuerte.

Bei dtv ist außerdem Gides eindrucksvolle Autobiographie »Stirb und Werde« erschienen, von der er selbst sagte: »Ich weiß im übrigen, wie sehr ich mir damit schade, dies und alles folgende zu erzählen; ich sehe voraus, wie man es gegen mich wird verwenden können. Aber mein Bericht hat nur Sinn, wenn er der Wahrheit entspricht.«


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Kühnes Gedankenexperiment 18. Februar 2007
Format:Taschenbuch
Der Protagonist Michel lebt nach überstandener lebensbedrohlicher Krankheit rücksichtlos seine Freiheit aus und sorgt letztendlich dafür, dass seine engelsgleiche Frau Marceline an den Strapazen seines unruhigen Lebens zugrunde geht. Michel selbst erzählt in wunderschönen Worten seinen ehemaligen Freunden seine Lebensgeschichte - dadurch gelingt es Gide, das Ganze neutral darzustellen. Als Leser fühlt man sich trotzdem von seinem Bericht abgestoßen, da dieser stets mit Marcelines Tugendhaftigkeit kontrastiert wird. Dieser Gegensatz ist sehr reizvoll. So erkennt Marceline auch, dass das Ehrlichste und Natürlichste nicht automatisch das Schlimmste im Menschen sein muss und entlarvt dadurch Michels Freiheit als einen Zwang, anders und unmoralisch zu handeln. Dadurch zeigt Gide dem Leser, dass man sich mit seinem Streben nach unendlicher Freiheit schon wieder selbst einsperrt und dass Freiheit nur innerhalb von festgesetzten Grenzen Bestand haben kann. Der Roman stellt somit ein kühnes Gedankenexperiment dar, welches immer nur einmal gelingen kann - hier gelingt es. Eine faszinierende Lektüre.
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
Der Immoralist ist eine grundsätzliche Fragestellung: Ist es verurteilenswert, wenn der Mensch seine Einzigartigkeit erkennt und diese ohne Rücksicht auf andere lebt, wenn ein Mensch nicht andere nachahmt und die Menschheit sich somit nicht nur im Kreise dreht ? Die persönliche Freiheit durchbricht den Kreis, nur wer kann in dieser Freiheit leben ? Andre Gide gibt keine Anworten darauf. Er spielt mit diesem Roman nicht den Richter, er trägt nur das Problem vor. Den Bericht den er dem Leser liefert ist von einer poetischen, metapherreichen Sprache geprägt. Ein wirklicher Genuss zum Lesen !
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ecce homo!... 31. Oktober 2007
Format:Taschenbuch
...denn um einen solchen geht es in diesem Werk. Michel, die Hauptfigur, lebt in diesem Roman genau das aus, was dem Menschen doch so eigen ist: ein nach Freiheit strebender Egoismus. Das hört sich negativ an, aber der Autor urteilt über seine Figur nicht, sondern überlässt es dem Leser über Michel zu richten oder Verständnis zu zeigen. Ganz egal wie sich der Leser entscheidet, er wird im Laufe der Seiten ganz unwillkürlich über sich selbst als Menschen nachdenken und sicher ein Stück Michel in sich selbst entdecken.
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