Wer schmatz denn da in der Dunkelheit?
Die Reihe Meyers Kleine Kinderbibliothek ist eine Augenweide. Sachlich, informativ, mit Spannung und naturgetreuen Darstellungen erklärt sie, was Kinder interessiert. Naturgetreue Zeichnungen veranschaulichen die Themen und Folien verändern die Sichtweisen. Die dünnen Folienseiten, ohne die die Bücher nur halb so interessant wären, sind leider anfällig. Sie knicken, brechen, reißen und reißen aus. Sehr schade. Dennoch haben wir mehr als 20 Bücher aus der Kleinen Kinderbibliothek von Meyer. Manche sind über 10 Jahre alt, wie das Ei und sehr zerfleddert, weil sie oft gelesen und betrachtet wurden. Durch die Ringbindung löst sich der Innenteil leicht von den Buchdeckeln nach starker Benutzung. Trotzdem sind fast alle Bücher bedenkenlos zu empfehlen für Kleinkinder und Schulanfänger. Es gibt nur wenige Bücher dabei, die mir nicht ausreichend durchdacht sind und durchaus noch mehr hätten bieten können.
Dieses Exemplar ist mittelprächtig, aber schon mit dicken Pappseiten ausgestattet. Es beginnt mit einer Szenerie bei Anbruch der Dunkelheit (Parklandschaft) mit Folie, Aussehen des Igels (Gesicht, Körper, Kugel) und was frisst ein Igel (leider nicht dargestellt), Stacheln und Fußspuren, Stachelkugel mit Folie (Knautschigel), Insektenfresser (Nahrung mit Darstellung der Insekten, Würmer, Schnecken und Spinnen), natürliche Feinde, Igelnest mit Folie und Entwicklung des Igels, nächtlicher Streifzug der Igelfamilie, Winterschlaf mit Folie, Igelarten, Verwandte der Igel.
Was mich stört sind die wiederholten Darstellungen der Igel als Kugel, das ist sicherlich ein Faszinosum, aber zu viel. Die Folien hätten andere Darstellungen inszenieren können, z.B. Igel versus Kreuzotter, Igel und Fallobst oder Igel und ihre Parasiten (davon hat ein Igel genug).
Trotzdem gelungen und zu empfehlen bereits für die sehr Kleinen.