Hypochonder sind überall - um uns herum und in uns drin. Beim einen mehr, beim anderen weniger. Was aber wie in allen Fällen von Irrglauben meistens hilft ist Aufklärung. Und wenn diese wie hier sowohl informativ als auch unterhaltsam daherkommt, hat man nach der Lektüre in jedem Fall etwas gewonnen.
Dr. med. Erik Heintz und Severin Groebner haben hier ein Buch mit "Lach- und Sachgeschichten" gefüllt. Der Mediziner Heintz erläutert wissenschaftliche Studien und Statistiken flüssig und verständlich und würzt die fachlichen Inhalte mit humorvollen Randbemerkungen. Kabarettist Groebner steuert zur Auflockerung seine "Tagebucheinträge eines Hypochonders" bei, die mit herrlich österreichischem "Schmäh" die wissenschaftlichen Themen aufgreifen und subtil auf die Spitze treiben. Dazu gibt es ausdrucksstarke Illustrationen von Christian Moser, die auch immer mal wieder ein Schmunzeln hervorrufen.
Mir sind viele Dinge sehr bekannt vorgekommen, bin ich doch selbst nicht frei von hypochondrischen Neigungen. Darüber zu lesen und zu lachen finde ich sehr befreiend. Daher kann ich die Lektüre wirklich jedem empfehlen, ob nun hypochondrisch veranlagt oder nicht.
Der Kontrast zwischen der ernsthaften, wenn auch humorvoll kommentierten Art der Wissensvermittlung und den kabarettistischen Einlagen macht in meinen Augen das besondere Lesevergnügen dieses Buches aus.
Von mir daher volle Punktzahl.