Bei dem hier vorliegenden Roman handelt es sich nicht, wie fälschlicherweise auf dem Buchumschlag angegeben, um einen Kriminalroman sondern um einen fiktiven Erlebnisbericht eines jungen Arztes, der in der ersten Hälfte des 19.Jahrhunderts spielt. Der "Ich"-Erzähler, der Psychiater Petrus Concquéreau, besitzt das wundersame Talent der Hypnose und macht die ersten Experimente um mit dieser Gabe nützlich umgehen zu können. Dabei wird er von den längst vergessen geglaubten Geistern aus seiner Vergangenheit eingeholt und gerät zugleich auf eine Reise zu seinem eigenen "Ich".
Alles in allem plätschert die Handlung vor sich hin und ein wirklicher Handlungshöhepunkt ist nicht auszumachen. Obwohl interessant geschildert ist der Roman teilweise gespickt mit langatmigen Gedankengängen und fruchtlosen Dialogen. Als bedeutungslose Hintergrundgeschichte dient der gewaltsame Tod eines Barons, den Concquéreau laut Buchcover als "historischer Detektiv" aufklären soll, was er jedoch nicht tut, denn ein Detektiv ohne Ermittlungsarbeiten ist nun mal kein Detektiv und klärt natürlich auch nichts auf.
Fazit: Für Anhänger des seichten und ruhigen Historienromanes ist dieses Buch zu empfehlen. Für Freunde des Kriminalromanes sei angeraten:"Finger weg!"