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Allan Karlsson, der gerade seinen 100. Geburtstag begeht, hält es in seinem Altersheim nicht mehr aus und begibt sich auf eine ziellose Odyssey durch Schweden. Der Zufall will es, dass er "aus Versehen" einen Koffer mit 50 Millionen Kronen in die Hände bekommt, der ihn zur Zielscheibe skrupelloser Verbrecher macht, die sich an seine Fersen heften. Auf seiner Tour, auf der er oft über seine Vergangenheit und Begegnungen mit prominenten Personen der Weltgeschichte schwelgt, trifft er auf andere schräge Typen von Menschen und wir erfahren, dass auch jemand mit den ungünstigsten Voraussetzungen im Leben einfach mal nur Glück haben kann.

Klar muss sich die Verfilmung an dem literarischen Vorbild messen lassen und das gefiel mir damals eine ganze Prise mehr, als es die filmische Umsetzung zu Beginn konnte. Mittlerweile aber empfinde ich den Film als durchaus gut, da er vor allem die, in literarischer Form etwas verwirrenden, Zeitebenen der Erzählung besser vermitteln kann und die mediengemäßen Kürzungen im Vergleich zum Roman wurden ebenfalls eher verträglich vorgenommen. Auch bei den Schauspielern hätte man wesentlich weiter daneben greifen können, denn im Grunde passt der gewöhnungsbedürftige, aber im Grunde sympathische, Haufen gut zu den Romanfiguren. Nicht auszudenken, wenn sich Hollywood dem Stoff zuerst angenommen hätte und uns einen künstlich gealterten gealterten Daniel Craig oder ungeschminkten Mickey Rourke (ok, ich übertreibe...) als Karlsson kredenzt hätte?!

Technisch geht die Scheibe ebenfalls in Ordnung. Zwar leisten sich Bild und Ton einige Schwächen (Schärfewerte gerade zu Beginn weit vom technisch Möglichen entfernt, kaum wirklich vernünftig eingesetzte Basselemente), aber von diesem Film habe ich auch keine diesbezüglichen Höhenflüge erwartet. Die Extras sind ok, wenngleich ich recht gern, neben dem vorhandenen "making of", einem Interview mit den Machern und einer Trailerparade, einfach noch ein paar mehr Einblicke in den Transfer des Romanes in den vorliegenden Film gehabt hätte. So oder so bekommt der Streifen von mir insgesamt vier Sterne, da er die Grundbotschaft des Buches immer noch transportieren kann, unterhaltsam geraten ist und technisch insgesamt solide aufbereitet wurde.
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Dieser Film hat es echt schwer. Jeder vergleicht ihn mit der literarischen Vorlage und schüttelt bedenkenschwer den Kopf. Dem Einen ist er nicht ernst genug, der Nächste vermisst wichtige Stellen und historische Bezüge, ein Dritter schließlich wünscht sich berühmte Schauspieler. Klar, sie alle haben aus ihrer Perspektive recht, aber für den Genuss des Streifens ist das vollkommen egal.

Es ist den Machern der Romanverfilmung nämlich gelungen, die wundervolle Erzählung um den Hundertjährigen, der an seinem runden Geburtstag ausbricht, in köstliche Abenteuer verstrickt wird und dabei sein ereignisreiches Leben passieren lässt, wundervoll leicht und höchst vergnüglich zu präsentieren. Der schwarze Humor, der schon dem Roman eigen ist und die Skurrilität der Figuren – vom Polizeiinspektor über die bescheuerten Gangster hin zu der durch Zufall zusammengewürfelten Viererbande – kommt in dem Film voll zum Tragen. Selbst die Elefantendame Sonja setzt sich im wahrsten Wortsinn mit Bravour ins Geschehen.

Ich habe Tränen gelacht bei den Erlebnissen, die Alan Karlsson (Robert Gustafsson) erlebt, und ich wurde dabei noch einmal an die herrliche Lektüre erinnert, die allerdings (und das ist vielleicht ein Vorteil) ein paar Jahre zurück liegt. Insgesamt ein toller Film, der davon profitiert, ohne große Namen auszukommen und vor allem frei zu sein von jeglichem Hollywood-Klamauk.
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am 26. August 2014
Etwas schräg. Zeigt aber die Kernbotschaft wie man mit stoischer Unaufgeregtheit gut durchs Leben kommt. "Es ist wie es ist und es kommt wie es kommt". Ein Tipp für alle die sich schnell aufregen und für Burnoutgefährdete, dass es auch anders geht.
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am 7. April 2014
Erst mit dem Hype des zweiten Buches von Jonas Jonassen wurde ich auf den Hundertjährigen aufmerksam. Bevor ich das Buch las ich, dass die Verfilmung auf der diesjährigen Berlinale Deutschlandpremiere hatte. Die Stimmung war super, weil der Film gut war. Der Film begann mit einem Überraschungseffekt, insbesondere wenn man das Buch wie ich noch nicht gelesen hatte. Der Film setzte mit enormen Tempo und vielen absurden Gags fort, wobei der Film immer wieder Rückblenden vornimmt, wenn sie für die weitere Erzählung notwendig sind. Ganz anders als das Buch. Nachdem ich begeistert den Film gesehen habe, war ich vom Buch enttäuscht. Zum Teil ist es sehr langatmig und nicht annährend so lustig wie der Film. Dies liegt aus meiner Sicht vor allem daran, dass der Film das Buch strafft und die komplette Erzählung der Polizei verkürzt, dafür die Hintergründe der 50. Mio. Euro in den Vordergrund stellt. Buch und Film sind zwei unterschiedliche Medien, die selten eins zu eins in das andere übertragen werden kann. Während des Interviews am Ende der Premiere berichtete der Regisseur, dass beim ersten Mal dem Autor Jonassen der Film missfiel. Beim zweiten Mal gefiel ihm der besser und beim dritten Mal liebte er den Film. Ich empfehle allen, unvoreingenommen den Film zu schauen und ihn als eigene Geschichte zu betrachten.
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am 23. März 2014
Freuen Sie sich auf knapp 2 Stunden, um Allan Karlsson`s humorvollen Ritt quer durch die Weltgeschichte mitzuerleben.
Allan Karlsson lebt nicht nur in der Zeit in der es die maßgeblichsten Veränderungen der jüngeren Weltgeschichte gab, er ist sogar an vielen von ihnen direkt beteiligt. Er trifft Franko, Roosevelt, Stalin und Herbert Einstein ebenso, wie er mit Elefanten baden geht und nervige Füchse in die Luft sprengt.
Allerdings richtet sich die Verfilmung eindeutig an die Zielgruppe die auch den Roman von Jonas Jonasson gelesen hat. Ohne den Roman zu kennen, mag es teilw. etwas schwierig sein den häufigen Zeitsprüngen nachvollziehbar zu folgen.
Diejenigen die den Roman gelesen haben werden eine, schon fast diebische Freude daran haben die einzelnen Sequenzen und Personen nun endlich auch mal zu sehen zu bekommen, die sie sich beim lesen mit Sicherheit schon in Gedanken vorgestellt haben. Leider muss ich aber auch anmerken, dass der Film in dem gleichen Maße wie er am Anfang noch sehr detailreich ist, zum Ende hin etwas unübersichtlich wirkt, die Handlungen überschlagen sich und man wird das Gefühl nicht los, den Machern zum Schluss die Zeit ausging, es wirkt dann leicht "gehudelt".
Trotzdem eine klare Guckempfehlung, am besten in einer Gruppe mit Gleichgesinnten !!
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(Filmbesprechung)

Die haarsträubenden Erlebnisse des Allan Karlsson ab dem Tage seines 100. Geburtstag und in Rückschauen seines bewegten Lebens, dass Potential hat, die Geschichtsbücher umzuschreiben. Dabei fällt ihm ein Koffer voller illegalen Geldes zu. Auf der Flucht vor den ursprünglichen, unrechtmäßigen Besitzern findet er Verbündete und das Zutrauen eines Elefanten. Der Kommissar auf seinen Fersen interpretiert die Ereignisse ganz anders. Doch letztendlich landen alle auf Bali......

Ich habe zunächst das Buch gelesen, mir dann das Hörbuch mit Otto Sander zu Gemüte geführt. Fehlte also noch der Film. Hm, dreimal die selbe Geschichte? Nein, es kam keine Langeweile auf, obgleich mir der Hergang der Handlung bereits vertraut war. Die Umsetzung im Film ist – ich kann es nicht anders sagen – rundherum gut gelungen, natürlich nicht so ausführlich wie im Buch und auch mit dem einen oder anderen Sprung, den man vielleicht nicht so gut nachvollziehen kann, wenn man den Roman nicht gelesen hat. Aber durch die Bank weg sehenswert agierende Schauspieler. Schade nur, dass die weibliche Hauptrolle sehr zahm im Vergleich zum Buch herüber kam. Ich für meinen Teil konnte jedenfalls herzlich lachen und hatte einen vergnüglichen Kinoabend.

Die Mischung macht's: Ein komödiantischer Schelmenstreich, gemischt mit einer Kriminalgeschichte und Bezügen zur Zeitgeschichte des 20. Jahrhunderts. Das Ganze ist dermaßen locker vom Hocker zu lesen, sich vorlesen zu lassen oder zu sehen, bietet Überraschungen fast um jede Ecke und einfach viele vergnügliche Einfälle. Kein Wunder, dass schon der Roman zum absoluten Bestseller wurde.

Fazit: Es gibt also drei verschiedene Zugänge zur Geschichte... man hat etwas verpasst, falls man alle ignoriert. Kommt ja häufiger mal vor, dass man vom Film enttäuscht ist, nachdem man bereits die Romanvorlage gelesen hat. Hier war das für mich nicht der Fall, obgleich ich dem Buch einen Stern mehr gegeben habe.
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am 25. August 2014
Wie in meiner Überschrift - finde den Film ganz OK. Allzu viel Tiefgang sollte man nicht erwarten, so "nebenbei" sterben einige Leute und der Zuschauer ist auch nicht böse drüber - da es sich um recht unsympatische Charaktere handelt. Tiefgang, hintergründigen Witz und moralische Erkenntnisse gibt's auf alle Fälle nicht.
Ansonsten, schöne Unterhaltung für den Abend - Happy End inbegriffen und wie der Titel schon sagt, ein rüstiger Hundertjähriger, dem es im Altersheim zu langweilig ist...
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am 4. April 2015
Ich kenne das Buch dazu nicht, daher kann ich nur den Film selbst bewerten und nicht wie dieser verfilmt wurde. Der Film ist für mich sehr lustig und hat einigen schwarzen Humor. Hinzu kommt die tolle Geschichte. Ich kann diesen daher sehr empfehlen.
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TOP 500 REZENSENTam 1. Oktober 2014
Der Film ansich ist gut gemacht und macht Freude.
Man sollte allerdings keinen Hollywoodblockbuster erwarten.
Nachdem ich das Buch gelesen hatte war ich von der Geschichte sehr begeistert und dachte mir, dass ich den Film dazu unbedingt sehen muss - ich freute mich auf viele Szenen, die ich mir beim lesen vor meinem geistigen Auge vorstellte.
Und genau da kamen die "Enttäuschungen" - der Ford Mustang aus dem Buch war ein billiger Kleinwagen; der BMW X5 ein alter BMW 5er usw.
Man merkte einfach, dass dem Film das Budget fehlte - so kam es auch, dass viele Handlungsstränge aus dem Buch im Film stark gekürzt oder gänzlich gefehlt haben. (z.B. der Part in Nord-Korea oder der Part auf Bali).
Ergo: Buch/Hörbuch -> Absolute Kaufempfehlung - Film nur bedingt.
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am 27. August 2014
Allen Karlsson steigt an seinem 100 Geburtstag aus dem Fenster und macht sich davon. Schon stürzt er in ein neues Abenteuer. Parallel hierzu wird nun sein bewegtes Leben in eindrucksvollen Bildern amüsant dargestellt.
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