Ich habe dieses Buch 2011 zu Weihnachten geschenkt bekommen. Das Cover unterscheidet sich mittlerweile etwas von der abgebildeten Ausgabe, was daran liegen mag, daß ich eine Ausgabe habe mit edlem Paperback-Cover. Buch und Autor sind allerdings identisch mit der abgebildeten Ausgabe. Autor ist David Alderton, der Verlag ist Parragon ltd., Bath, UK. Ich bin ein Shiba Inu-Fan, und favorisiere diese Hunderasse neben dem etwas andersartigen Akita Inu; ebenfalls japanischer Herkunft. Natürlich hatte ich gleich das Buch durchsucht nach der Rassebeschreibung des Shiba Inu und konnte auf Seite 363 eine ziemlich dürftige, auf das nötigste beschränkte Beschreibung entdecken, die zudem kleine Fehler enthält. Im mittelalterlichen Japan wurde der Shiba Inu nicht allein als Gebrauchshund, sondern eher als Jagdhund eingesetzt. Er zog in kleinen Gespannen den Schlitten, der die Ausrüstung des Jägers trug, u.a. in die verschneiten Berge Naganos. Am Zielort angekommen, wurden die talentiertesten Hunde ausgespannt, um zur Jagd eingesetzt zu werden, indem man sie ins Unterholz vorausschickte, wo sie Fasane und andere jagdbare Tiere aufscheuchten, sodaß der Jäger - mit Pfeil und Bogen ausgerüstet - zum Schuß kam. Der Shiba ist ein Hund, dem man ohne viel Mühe das Apportieren beibringen kann. Auch hält er das Haus oder die Umgebung des Hauses frei von Insekten, Mäusen, Ratten und meldet Eindringlinge, wobei er in Bezug auf Menschen unterscheidet zwischen alltäglichen Besuchern oder Menschen, die fremd sind oder eine Gefahr in seinen Augen darstellen. Der Shiba ist trotzdem ein freundlicher Hund und würde einen Menschen nur dann beißen, wenn ihm Schmerz zugefügt wird. Der Shiba ist selbstbewußt und kühn, und stellt sich seinem Halter als vorwitzig und spielfreudig dar, was allerdings auch individuell variieren kann. Als Halter sollte man erfahren sein. Solche Zusätze fehlen generell in diesem Buch. Immerhin findet man in diesem Buch auch Rassebeschreibungen und Bilder vom seltenen Shikoku Inu und vom - in Deutschland inzwischen sehr beliebten - Akita Inu. Die Bilder populärerer Rassen sind in diesem Buch übrigens größer und die Beschreibungen etwas ausführlicher. Es ist ein Buch, das einen groben Überblick über die bekanntesten Rassen zuläßt; aber leider auch nicht mehr. Für wenig Geld gibt es ein informatives Buch mit kleinen Schwächen und halbherzig recherchierten Texten.